US-Daten beflügeln DAX: Apple, Crédit Agricole, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, HeidelbergCement, Infineon, K+S, Nokia, PNE Wind, Samsung und US-Konjunktur im Fokus
Der DAX präsentiert sich zum Mittag hin fester. Nachdem der deutsche Leitindex gegen Mittag einen Teil seiner Gewinne abgegeben hatte, verliehen US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag wieder Auftrieb. Auch der Michigan-Index konnte kurz danach mit überraschend guten Daten überzeugen. Zur Schlussglocke notierte der deutsche Leitindex rund 0,7 Prozent höher bei bei 7.833 Punkten.
Apple bleibt Tablet-King
Das iPad von Apple bleibt das mit Abstand beliebteste Tablet der Welt, aber die Konkurrenz holt auf. Vor allem Samsung befindet sich auf der Überholspur und hat im vierten Quartal 2012 kräftig Marktanteile im Tablet-Markt gewonnen. Amazon hingegen verliert Marktanteile. Insgesamt wurden im vierten Quartal des vergangenen Jahres 52,5 Millionen Tablets verkauft und damit 75 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast jedes zweite verkaufte Gerät war ein iPad, aber der Marktanteil von Apple ist von 51,7 auf 43,6 Prozent geschrumpft. Den neuen Zahlen von IDC zufolge nimmt vor allem Samsung dem iPad-Erfinder immer mehr Marktanteile ab.
Crédit Agricole: Milliardenabschreibung
Die französische Großbank Crédit Agricole muss eine Milliardenabschreibung hinnehmen. Aufgrund härterer Regeln für Banken und dem schwachen Marktumfeld müssen über 2,5 Milliarden Euro abgeschrieben werden. Nach der Meldung sollten am Freitag auch die deutschen Banken wieder in den Fokus der Marktteilnehmer rücken.
Daimler: Einstieg in China
Daimler nutzt den Börsengang von BAIC in Peking. Der deutsche Automobilhersteller will sich mit rund zehn Prozent an dem chinesischen Kooperationspartner beteiligen. Außerdem warten die Anleger auf die Jahreszahlen, welche Daimler-Vorstand Dieter Zetsche am 7. Februar präsentieren wird.
Commerzbank: 842 Millionen Euro Verlust
Die HSBC rechnet damit, dass die Commerzbank im vierten Quartal 2012 einen Verlust von 842 Millionen Euro verbucht hat. Dennoch sind die Experten der britischen Großbank positiv für den DAX-Titel gestimmt.
Deutsche Bank: "Besonders herausfordernd"
Einen Tag nach Vorlage der schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen der Deutschen Bank setzt die Aktie von Deutschlands größter Bank ihren Höhenflug fort. Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen hält unterdessen an den Zielen des Unternehmens fest. In einem Interview mit dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen nannte Fitschen die angestrebte Rendite nach Steuern von zwölf Prozent und mehr "eine sehr sportliche Annahme". Aber der Konzern habe durchaus die Zuversicht, "dass wir das erreichen können.
HeidelbergCement: Nach wie vor ein Top Pick
Die Aktie des Baustoffproduzenten HeidelbergCement ist nach wie vor ein Top Pick in der Branche. Diese Meinung vertritt jedenfalls Luis Prieto Bartolome. In einer Branchenstudie rät er zum Kauf der Papiere. Das Kursziel taxiert der Experte auf 55,00 Euro.
Infineon nach den Zahlen weiter gefragt
Der Halbleiterhersteller Infineon hat am Donnerstag seine Zahlen veröffentlicht. Die Aktie konnte daraufhin deutlich zulegen. Auch heute sticht das Papier wieder mit Gewinnen ins Auge. Die Resonanz der Analysten auf die Ergebnisse war positiv.
Analyst sicher: K+S-Aktie fällt unter 30 Euro
Das US-Analysehaus Bernstein Research rechnet bei K+S mit einem schwachen Jahresergebnis. Der Gewinn je Aktie dürfte verfehlt werden. Nach Ansicht des Analysten wird die Aktie unter die Marke von 30 Euro fallen.
Nokia-Aktie wieder fester
Nach dem Kursrutsch am Donnerstag präsentiert sich die Nokia-Aktie wieder fester. Allerdings könnte der Konzern in Indien zu einer Milliardenstrafe verdonnert werden.
PNE Wind: Expansionspläne
Windpark-Entwickler PNE Wind will weiter wachsen. Einem Medienbericht der FAZ zufolge sollen die Mittel hierfür aus dem Verkauf von Offshore-Windparks hergenommen werden. Zusätzliche soll außerdem Fremdkapital eingesetzt werden.
Erholung am US-Arbeitsmarkt
Der amerikanische Arbeitsmarkt ist mit einem moderaten Beschäftigungszuwachs in das Jahr 2012 gestartet. Das Schlussquartal 2011 fiel jedoch wegen deutlicher Korrekturen viel besser aus als bislang bekannt. Nach Zahlen des US-Arbeitsministeriums vom Freitag wurden im Januar 157.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft aufgebaut. Das waren 8.000 Stellen weniger als Bankvolkswirte im Schnitt erwartet hatten. Die Jobentwicklung zum Jahresende hin stellt sich unterdessen deutlich besser dar. Für die beiden Vormonate wurde das Beschäftigungsplus um insgesamt 127.000 Stellen nach oben gesetzt. Demnach sind im Dezember 196.000 Jobs entstanden, im November lag der Zuwachs bei starken 247.000 Stellen. Das hebt den durchschnittlichen Jobaufbau im vierten Quartal um 50.000 auf 201.000 Stellen.
US-Konsumklima steigt überraschend
In den USA hat sich das von der Uni Michigan ermittelte Konsumklima im Januar überraschend aufgehellt. Der Index stieg von 72,9 Punkten im Vormonat auf 73,8 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Runde hatte die Universität noch einen Rückgang auf 71,3 Punkte ermittelt.
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