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DAX rudert zurück: Bayer, Boeing, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, E.on, EADS, Loewe, Lufthansa und Metro im Fokus

Steffen Eidam

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Nach seinem Befreiungsschlag mit einem Fünfjahreshoch vom Freitag startet der DAX mit Verlusten in die neue Handelswoche. Zur Schlussglocke notiert der deutsche Leitindex rund 0,3 Prozent tiefer bei 7.833 Punkten. Nach einer stabilen Entwicklung bis Mittag sorgten vor allem durchwachsene US-Konjunkturdaten für Zurückhaltung bei den Investoren.

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Todesfälle durch Bayer-Pille?

In Frankreich soll die Einnahme des Akne-Medikaments Diane 35 von Bayer zu vier Todesfällen geführt haben. Die Frauen seien seit der Zulassung des Mittels im Jahr 1987 an den Folgen von Venenthrombosen gestorben, teilte die Arzneimittelaufsichtsbehörde ANSM mit. Diese wiederum stünden in Zusammenhang mit der Bayer-Pille. In 125 weiteren Fällen wurden nach Angaben der ANSM nicht-tödliche Blutgerinnsel in Venen oder Arterien registriert.

Airline streicht Dreamliner-Flüge

Wegen anhaltender Probleme mit Boeings neuem Langstreckenjet 787 Dreamliner streicht die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) weitere 379 Flüge. Im Detail handelt es sich vom 1. bis 18. Februar um 245 nationale Verbindungen und 134 internationale Flüge mit insgesamt rund 24.300 Fluggästen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Streichungen seit Mitte Januar auf 838 mit potenziell 82.000 Fluggästen.

Bafin erhöht Druck auf Banken

Die Finanzaufsicht Bafin macht in der Affäre um manipulierte Zinssätze Druck. Die Behörde vermute auch Unregelmäßigkeiten beim Euribor, schreibt die Süddeutschen Zeitung. Gegen vier Institute seien daher Sonderprüfungen eingeleitet worden, darunter die Deutsche Bank und die WestLB-Nachfolgerin Portigon. Zu den Banken, die die Bafin in Sachen Euribor in Augenschein genommen hat, gehören demnach auch die Landesbank Berlin, die BayernLB, die Commerzbank , die DZ Bank, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und die NordLB.

Selbstvertrauen bei Daimler

Der Autobauer Daimler gibt sich nach der Kampfansage des schwedischen Lastwagenbauers Volvo gelassen. "Dass wir die Nummer 1 sind und damit gejagt werden, dass ist eine Situation, in der wir uns immer befinden", sagte ein Daimler-Sprecher. Volvo hatte am Vortag angekündigt, durch eine Beteiligung in China an Daimler vorbeiziehen und zur Nummer eins der Branche bei schweren Lkw aufsteigen zu wollen. Die Schweden wollen dazu 45 Prozent der Anteile an einer neuen Tochter des chinesischen Fahrzeugbauers Dongfeng Motor Group kaufen.

Bei E.on drohen Streiks

Im Tarifkonflikt beim Energiekonzern Eon hat am Montag die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik begonnen. Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE fordern rund 6,5 Prozent mehr Geld für die rund 30 000 Beschäftigten und haben die Verhandlungen nach drei ergebnislosen Runden für gescheitert erklärt. Das Unternehmen hatte bisher 1,7 Prozent geboten. Die Urabstimmung läuft bis Freitag früh. Für einen Streik ist eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent der Mitglieder nötig.

EADS-Raumfahrtsparte erlöst deutlich mehr

Die Raumfahrtsparte Astrium von EADS hat 2012 vor allem dank der Übernahme des US-Satellitendienstleisters Vizada einen deutlich höheren Umsatz eingefahren. Insgesamt erlöste Astrium mit 5,8 Milliarden Euro 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne die Ende 2011 akquirierte Vizada hätte das Umsatzplus 7 Prozent betragen, sagte Astrium-Chef Francois Auque. Das Auftragspolster erhöhte sich um 300 Millionen auf 3,8 Milliarden Euro. Das Jahr 2012 sei für Astrium "sehr befriedigend" gewesen, fügte Auque an. Neue Personalie: Die frühere Chefin des französischen Atomkonzerns Areva , Anne Lauvergeon, soll laut französischen Medien den Vorsitz im Verwaltungsrat bei EADS übernehmen. Die 53 Jahre alte Industriemanagerin sei die Lieblingskandidatin von Frankreichs Präsident François Hollande. Eine endgültige Entscheidung soll innerhalb von 14 Tagen fallen, hieß es weiter. Allerdings bezeichnete ein EADS-Sprecher den Bericht als "Blödsinn" und verwies darauf, dass die Rechte der Regierungen durch die im Dezember getroffene Einigung zur neuen Führungs- und Aktionärsstruktur stark begrenzt worden seien. Deswegen könne es gar keine Regierungsfestlegungen zum neuen Verwaltungsratschef geben. Anders als ein deutscher Aufsichtsrat bestimmt das EADS-Kontrollgremium in Standort- und Produktionsfragen mit und entscheidet über Rüstungsgeschäfte.


Metro übernimmt Anteile

Media-Saturn-Mitgründer Leopold Stiefel verkauft seinen 3-Prozent-Anteil an den Mehrheitsgesellschafter Metro. Damit erhöht die Metro ihren Anteil auf 78 Prozent. Zweitgrößter Aktionär bleibt mit einem Paket in Höhe von 21,6 Prozent Erich Kellerhals. Der streitbare Mitgründer hat in der Gesellschafterversammlung nach wie vor eine Sperrminorität. Stiefel will nach eigenen Angaben der Media-Saturn-Geschäftsführung als Berater in strategischen Fragen zur Verfügung stehen.

Lufthansa streicht Stellen

Die Lufthansa will in ihrer Unternehmenssparte Lufthansa Technik nach eigenen Angaben bis 2015 voraussichtlich 650 Stellen abbauen. Bei der Lufthansa-Technik in Hamburg arbeiten nach Angaben eines Unternehmenssprechers rund 8.000 Beschäftigte, bundesweit hat die Lufthansa-Tochter 13.070 Mitarbeiter. Allein in der Hansestadt sollen 400 Stellen wegfallen. Die Kranich-Airline bietet demnach den Betroffenen die Möglichkeit zur Altersteilzeit, einen früheren Renteneintritt und Aufhebungsverträge an. Freiwerdende Stellen sollen außerdem nicht wieder besetzt werden.

Hohes Minus bei Loewe

Der Fernsehgerätehersteller Loewe hat im vergangenen Jahr einen noch höheren Verlust eingefahren als erwartet. Demnach lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei rund minus 29 Millionen Euro (Vorjahr: -10,5 Millionen Euro). Doch schon im laufenden Geschäftsjahr will der Vorstand "bei einem leichten Umsatzwachstum wieder ein ausgeglichenes operatives Ergebnis" erwirtschaften. Als Grund für das zum Jahresende deutlich gestiegene EBIT-Minus nannte Loewe Rückstellungen für den Personalabbau in Kronach. "Loewe hat entsprechend den Bilanzierungsvorschriften damit Ausgaben, die erst 2013 getätigt werden, noch im Jahresabschluss 2012 berücksichtigt."

(Mit Material von dpa-AFX)

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