DAX fällt nach EZB-Entscheid ins Minus: BMW, Commerzbank, Deutsche Telekom, Dialog Semiconductor, EZB, FMC, Gagfah, Koenig & Bauer, Lufthansa, MAN, Südzucker und Volkswagen im Fokus
Eine gut verlaufene Anleiheauktion in Spanien hat dem DAX am Donnerstag Aufwärtsimpulse verliehen. Auch die Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi zur Zinsentscheidung konnten die Märkte zunächst beflügeln. Im späten Handel fiel der DAX jedoch in die Verlustzone und notierte nur noch knapp über der Marke von 7.700 Punkten. "Die EZB betreibt eine Politik der ruhigen Hand", lobte Analyst Ralf Umlauf von der Helaba und hob die Aussage Draghis positiv hervor, wonach die Entscheidung für unveränderte Leitzinsen einstimmig gefallen sei. Am Morgen sorgten gute Daten aus China für eine freundliche Eröffnung. Dort gewann der Außenhandel im Dezember spürbar an Schwung. Nach Regierungszahlen legten die für das Wachstum wichtigen Ausfuhren um 14,1 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Das ist der stärkste Anstieg seit über einem halben Jahr. Auch die Importe, die sich in den vergangen Monaten wie die Exporte schwach entwickelt hatten, erholten sich und stiegen im Jahresvergleich um 6,0 Prozent.
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BMW mit Rekordwert
BMW hat im vergangenen Jahr einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt. 1,845 Millionen Fahrzeuge hat der Münchner Autohersteller im vergangenen Jahr verkauft- ein Absatzplus von über zehn Prozent im Vergleich zu 2011 und somit ein neuer Rekord. Während die Verkaufszahlen in Europa stagnierten, ist die Beliebtheit der deutschen Premium-Automarke in Asien und den Vereinigten Staaten weiter gestiegen. In Asien legte der Umsatz um über 30 Prozent zu.
Commerzbank: Hierauf kommt es an
Die Commerzbank-Aktie hat einen hervorragenden Start in das neue Börsenjahr hingelegt. Mit Schwung ist die Aktie über einen wichtigen Widerstand gestiegen und hat mit 1,69 Euro das höchste Niveau seit April 2012 erreicht. Jetzt sind weitere Kurssteigerungen zu erwarten.
Zweifel bei der Deutschen Telekom
Aus Branchenkreisen wird berichtet, dass die europäischen Telekomkonzerne keine Gespräche mit der Wettbewerbsbehörde in Brüssel über einen Zusammenschluss ihrer Netze über nationale Grenzen hinweg geführt hätten. Tags zuvor waren europaweit die Aktien von Telekomunternehmen kräftig gestiegen, nachdem die Financial Times ohne Quellenangabe über Pläne für ein gemeinsames Netzwerk berichtet hatte.
Dialog erhöht Umsatzprognose
Dialog Semiconductor schraubte wegen einer unerwartet starken Nachfrage nach Smartphones und Tabletcomputern am Jahresende seine Umsatzprognose nach oben. Der Halbleiterhersteller stellt statt ursprünglich bis zu 235 Millionen Dollar Umsatz im Schlußquartal nun 268 Millionen Dollar in Aussicht. Auf das Gesamtjahr gerechnet bedeute das nun ein Umsatzplus von 47 Prozent auf rund 774 Millionen Dollar. Zuvor lag die Zielmarke hier bei bis zu 741 Millionen Dollar.
Negativer Analystenkommentar belastet FMC
Ein negativer Analystenkommentar vom Donnerstag belastet den Kurs von FMC. Die Experten der Credit Suisse stuften Fresesnius Medical Care von „Outperform“ auf „Neutral“ herab. Das Kursziel senkten sie von 65,00 auf 54,00 Euro. Analyst Christoph Gretler sieht aufgrund einer Steuergesetzänderung in USA mittelfristig Belastungen auf den DAX-Konzern zukommen.
Daumen hoch für Gagfah
Gagfah-Aktien profitieren heute von einem positiven Analystenkommentar. Die HSBC hat in einer Studie mit den wichtigsten Anlageideen der Analysten für das erste Halbjahr 2013 die Aktien als einen von vier womöglich besten Werten - als einen "Top Long" - bezeichnet und die Kaufempfehlung bekräftigt. Die fundamentals Einschätzung bleibt "Overweight". Die Aktien erschienen den Experten mit einem Abschlag von 35 Prozent auf den Nettoinventarwert (NAV) sehr günstig bewertet. In den kommenden Jahren könnten positive Impulse von der Refinanzierung kommen.
Mehr Passagiere bei der Lufthansa
Ein gebremster Expansionskurs hat der Lufthansa im abgelaufenen Jahr vollere Maschinen beschert. Gemeinsam mit ihren Töchtern Germanwings, Swiss und Austrian Airlines beförderte Europas größte Fluggesellschaft gut 103 Millionen Fluggäste und damit 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Weil die Gesellschaft ihr Flugangebot nur um gut ein halbes Prozent ausgeweitet hatte, verbesserte sich die Auslastung der Maschinen um 1,2 Prozentpunkte auf 78,8 Prozent. Bei der Fracht zeigte die Entwicklung deutlich nach unten: Lufthansa Cargo kam auf 1,7 Millionen Tonnen Fracht und Post, ein Rückgang um 8,5 Prozent. Die Auslastung der Frachträume war mit 69,6 Prozent jedoch um 0,1 Prozentpunkte besser als ein Jahr zuvor.
Koenig & Bauer passt Verträge an
Die Beschäftigten des Druckmaschinen-Herstellers Koenig & Bauer (KBA) an den beiden Hauptstandorten Würzburg und Radebeul bei Dresden stimmten einem Sondertarifvertrag zu. Demnach können Stunden aus Gleitzeitkonten ohne Entgeltausgleich entnommen und die wöchentlichen Arbeitszeiten mit Lohnausgleich verkürzt oder verlängert werden, je nach Auftragslage. Im Gegenzug schließt KBA betriebsbedingte Kündigungen bis Juni 2015 aus.
Südzucker legt Zahlen vor
Europas größter Zuckerproduzent Südzucker konnte erwartungsgemäß sein rasantes Wachstum der ersten sechs Monate im dritten Geschäftsquartal nicht halten. Steigende Zuckererlöse und eine starke Nachfrage nach Bioethanol verhalfen dem Konzern in den drei Monaten bis Ende November zu einem um 6,5 Prozent höheren operativen Ergebnis von 254 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr hatte der Konzern hingegen sein Ergebnis noch um über 60 Prozent steigern können. Als Grund für die Verlangsamung nannte Südzucker am Donnerstag eine hohe Vergleichsbasis im Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich im Quartal um knapp zwölf Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Für das Ende Februar auslaufende Geschäftsjahr 2012/13 bestätigte der Konzern seine Prognosen.
Volkswagen bindet MAN
Großaktionär Volkswagen (VW) strebt einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem Lkw- und Maschinenbauer MAN an. Dazu würden Gespräche mit dem Vorstand aufgenommen, teilte VW mit. Zugleich gab es am Mittwoch Berichte, dass die Zusammenarbeit zwischen VW und Daimler bei großen Transportern vor dem Aus steht. Laut Hannoversche Allgemeine Zeitung will VW sein Modell VW-Crafter künftig nicht mehr mit dem Stuttgarter Daimler-Konzern sondern alleine planen und bauen.
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