DAX lässt die Woche ruhig ausklingen: Außerdem BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Google, Sky Deutschland, ThyssenKrupp, US-Konjunktur und VW im Fokus
Der DAX beendet den Freitagshandel nahezu unverändert auf dem Vortagesniveau bei 7.740 Punkten. Nach einem richtungslosen Handel konnten die US-Konjunkturdaten am Nachmittag keine richtungsweisenden Impulse liefern. Auch von Unternehmensseite waren die Nachrichten sehr dünn gesät.
Gegenwind für ThyssenKrupp
Der schwer angeschlagene Stahlkonzern ThyssenKrupp steht vor einer turbulenten Hauptversammlung. Am Freitag kündigte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW an, auf dem Aktionärstreffen am 18. Januar drei entlassenen Vorständen und dem Aufsichtsrat unter Vorsitz von Gerhard Cromme die Entlastung zu versagen. In beiden Fällen fordern die Anlegerschützer eine Vertagung, weil mit den aktuellen Informationen keine Entscheidung über eine Entlastung möglich sei. Anfang Dezember hatte der Stahlriese mitgeteilt, sich von den drei Vorständen Edwin Eichler, Olaf Berlien und Jürgen Claassen zu trennen. Damit verlor der Industriekonzern gleich die Hälfte des obersten Firmengremiums.
Gemischte US-Konjunkturdaten
Die Auftragseingänge der US-Industrie haben im November stagniert. Im Monatsvergleich blieben die Aufträge unverändert auf dem Vormonatsniveau hängen. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Aufträge noch um 0,8 Prozent gestiegen. Indes hat sich die Stimmung der US-Dienstleister spürbar verbessert. Der Einkaufsmanagerindex stieg von November auf Dezember um 1,4 Punkte auf 56,1 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Freitag in Washington mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Februar. Bankvolkswirte hatten hingegen eine leichte Eintrübung erwartet. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.
BMW, Daimler und VW: Auf dem US-Markt einsame Spitze
Die deutschen Autobauer glänzen in Übersee. Auf dem wichtigen Automarkt USA konnten Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW so viele Autos wie noch nie absetzen. VW hat im vergangen Jahr fast 440.000 Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten verkauft, ein Zuwachs von gut 35 Prozent. BMW lieferte knapp 347.600 Autos aus, was ein Zuwachs von 14 Prozent war. Daimler verkaufte gut 305.000 Fahrzeuge aus, was ein Plus von 15 Prozent bedeutete.
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Deutsche Telekom und Sky Deutschland: Zusammenarbeit
Die Deutsche Telekom hat sich nach dem Verlust der Bundesligarechte mit dem Bezahlsender Sky Deutschland auf eine umfassende Zusammenarbeit geeinigt. Unter anderem können damit Kunden des bisherigen Telekom-Angebots Liga Total auch in der kommenden Saison Fußball schauen, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten.
Google: Verfahren eingestellt
Die US-Kartellbehörde FTC hat ihr Verfahren gegen den Internetkonzern Google wegen manipulierter Suchergebnisse eingestellt. Google willigte im Gegenzug in einer Übereinkunft ein, dass Werbetreibende mehr Freiheiten bei ihren Onlinekampagnen erhalten. Zudem sollen Konkurrenten Zugang zu Technologien haben, deren Patente Google gehören.
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