DAX am Mittag etwas schwächer: BASF, Commerzbank, Deutsche Börse, E.on, Evotec, Grenke, Moody’s und US-Haushalt im Fokus
Nach dem starken Jahresauftakt tendiert der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag schwächer. Der deutsche Leitindex sank bis Mittag um 0,3 Prozent auf 7.754 Punkte. Die Erleichterung über die Kompromisslösung im US-Haushaltsstreit hatte den DAX am Mittwoch noch um mehr als zwei Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2008 getrieben. Neue Impulse dürfte heute vor allem der ADP-Arbeitsmarktbericht am frühen Nachmittag geben.
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Rückschlag für BASF
Polen hat dem Anbau von Gengemüse einen Riegel vorgeschoben. Unter das Verbot fällt auch die Genkartoffel Amflora aus dem Hause BASF. Der Aufwärtstrend der DAX-Aktie sollte sich dennoch weiter fortsetzen. Anzeige Polen hat am Mittwoch ein Verbot für den Anbau verschiedener genmanipulierter Gemüsesorten beschlossen. Betroffen ist hiervon unter anderem auch die Genkartoffelsorte Amflora des Chemieriesen BASF. Dem intakten Aufwärtstrend des DAX-Titels sollte das Verbot aber nichts anhaben können.
Commerzbank nimmt Anlauf
Wieder einmal steht die Commerzbank-Aktie kurz vor dem Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend. Glückt der Ausbruch, wäre der Weg nach oben zunächst frei, gelingt er nicht, dürfte es zunächst wieder abwärts gehen.
Deutsche Börse gefragt
Die Aktie der Deutschen Börse konnte sich im vorbörslichen Handel gegen den Trend leicht verbessern. Die Papiere des Börsenbetreibers haben sich seit dem Zwischentief Mitte November besser als der DAX entwickelt. Indes war das Handelsvolumen an den internationalen Terminmärkten der Eurex Group auch im Dezember im Jahresvergleich gesunken.
Übernahme bei Evotec
Das Biotechunternehmen Evotec übernimmt den Zellkultur-Spezialisten Cell Culture Service GmbH (CCS). Evotec verspricht sich von dem Zukauf einen zusätzlichen Umsatz von mehr als einer Million Euro im laufenden Jahr. Der Kaufpreis liegt bei 1,2 Millionen Euro in bar. Abhängig vom Erreichen bestimmter Umsatzziele werden ein Jahr nach der Übernahme Zahlungen in Höhe von einer weiteren Million Euro fällig. "Die Übernahme von CCS stärkt Evotecs Kapazitäten im Bereich Zellkultur und ermöglicht den Zugang zu einer wachsenden Kundenbasis", sagte der für das operative Geschäft zuständige Evotec-Vorstand Mario Polywka. CCS stellt Zelllinien her und entwickelt zellbasierte Testsysteme für verschiedene Anwendungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich von Pharma- und Biotechnologieunternehmen. Das Hamburger Unternehmen ist unter anderem auf das Einfrieren, Lagern und Wiederaufbereiten von Zellen spezialisiert
Verschlankungskur bei E.on
Der Energieriese E.on verkauft wie geplant seinen Anteil am ostdeutschen Gas- und Stromversorger E.on Thüringer Energie an die kommunalen Partner. Ein Vertrag über den Verkauf von 43 Prozent des Unternehmens an den Kommunalen Energiezweckverband Thüringen (KET) für rund 900 Millionen Euro sei unterzeichnet worden. Die noch gehaltenen zehn Prozent würden ebenfalls kurzfristig veräußert. E.on will sich im Regionalgeschäft neu aufstellen und sich bundesweit auf vier statt bisher sieben Regionalgesellschaften konzentrieren. Für die drei Regionalversorger E.on Mitte in Kassel, E.on Thüringen in Erfurt und E.on Westfalen Weser in Paderborn strebe man eine Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse an.
Grenke knackt die Milliarde
Das Neugeschäftsvolumen der Grenke Gruppe (inklusive Franchisepartner) kletterte im Geschäftsjahr 2012 um knapp 20 Prozent auf 1,027 Milliarden Euro. Damit wurde das avisierte Neugeschäftswachstum von rund 15 Prozent deutlich übertroffen. Nach Angaben des Unternehmens erreichte der Deckungsbeitrag 2 des Neugeschäfts 159,0 Millionen Euro nach 124,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die entsprechende Marge des Leasinggeschäfts zog von 16,0 auf 17,4 Prozent an. Diese attraktive Deckungsbeitragsmarge sei auf eine konsequente Markterschließung und ein günstiges Zinsumfeld zurückzuführen.
Moody's nimmt USA in die Pflicht
Die US-Ratingagentur Moody's hat in der aktuellen Mitteilung den USA gedroht: Sollte es keine weiteren Anstrengungen zur Reduzierung des Haushaltsdefizits geben, "könnte dies die Kreditbewertung negativ beeinflussen". Wenn die USA ihre Topnote bei Moody's weiter halten wollen, müsse "mittelfristig ein Abwärtstrend" bei der Staatsverschuldung erkennbar sein. Die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern auf vergleichsweise moderate Steuererhöhungen sei zwar ein weiterer Schritt der Regierung zur Eindämmung des Haushaltsdefizits. Nur wenn neue Schritte erfolgen, könne der derzeit negative Ausblick der Kreditbewertung wieder auf "stabil" angehoben werden, hieß es.
(Mit Material von dpa-AFX)
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