DAX startet im neuen Jahr durch: Bayer, Commerzbank, Daimler, Douglas, Evotec, Metro, Salzgitter, Siemens und Sky Deutschland im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt steigt am ersten Handelstag des Jahres auf den höchsten Stand seit Januar 2008. Zur Schlussglocke notiert der DAX rund 2,2 Prozent fester bei 7.779 Punkten. Am Dienstagabend hat das US-Repräsentantenhaus einer Kompromissvorlage des Senats zugestimmt. Damit werden massive Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang in letzter Minute abgewendet. Experten hatten einen Rückfall der USA in eine Rezession befürchtet.
Neue Konkurrenz für Bayer
Dem Bayer-Hoffnungsträger Xarelto erwächst in den Vereinigten Staaten neue Konkurrenz: Das Produkt Eliquis der Pharmakonzerne Pfizer und Bristol-Myers Squibb bekam die Zulassung. In Europa sei Eliquis bereits zu einem früheren Zeitpunkt zugelassen worden.
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Commerzbank vorbörslich gefragt
Von der Einigung in den USA dürften Händlern zufolge neben Bankentitel vor allem risikoträchtige Titel profitieren. Die Experten der National-Bank AG gehen nun davon aus, dass auch das neue Jahr im "risk-on-Modus" begonnen wird. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz zogen die konjunktursensiblen Finanzwerte merklich an. Auch die Papiere der Commerzbank legen am Montag kräftig zu.
Daimler will Boden gutmachen
Daimler-Chef Dieter Zetsche bläst zur Aufholjagd. Im Kampf gegen die Konkurrenten BMW und Audi will Zetsche in den nächsten Monaten möglichst viel Boden gut machen. Mercedes wolle bei Absatz und Profitabilität in den nächsten Jahren deutlich aufholen, sagte Zetsche gegenüber der Börsen-Zeitung. Zetsches derzeitiger Vertrag läuft noch bis Ende 2013. Medienberichten zufolge soll das Engagement bereits im Frühjahr um drei weitere Jahre bis Ende 2016 verlängert werden.
Advent bei Douglas fast am Ziel
Der US-Investor Advent kann sich den Handelskonzern Douglas nun einverleiben. Nach Ablauf einer weiteren Annahmefrist am 21. Dezember hat Advent Zugriff auf 96,11 Prozent der Douglas-Anteile. Die für einen so genannten Squeeze-Out maßgebliche Schwelle von 95 Prozent hatte Advent bereits kurz vor Ablauf der Frist überschritten. Ob Advent von der Möglichkeit Gebrauch macht, die verbliebenen Aktionäre zwangsabzufinden und herauszudrängen, ist weiterhin offen.
Evotec kooperiert mit Apeiron
Die Biotech-Firma Evotec arbeitet bei der Erforschung von Krebstherapien mit dem österreichischen Unternehmen Apeiron Biologics zusammen. Konkret geht es hierbei um die Entwicklung immunmodulatorischer Leitsubstanzen für die Krebsbehandlung. Zuvor hatte Evotec bereits einen Screening-Auftrag für Apeiron Biologics durchgeführt.
Gutes Weihnachtsgeschäft bei Metro-Tochter
Die Aktien von Metro rücjeb am Mittwoch in den Blickpunkt der Anleger. Der Chef der Metro-Tochter Kaufhof, Lovro Mandac, zeigte sich in der Welt am Sonntag zuversichtlich für 2013. Ferner sagte er zum Weihnachtsgeschäft: "Wir sind zufrieden."
Salzgitter sieht schwieriges Umfeld
Die hohen Rohstoffpreise dürften Deutschlands Stahlbranche auch 2013 vor enorme Risiken stellen. "Die sich ständig ändernden Bedingungen machen ein völlig anderes Management nötig", sagte der Salzgitter-AG-Sprecher Bernhard Kleinermann. Es werde immer schwieriger, die Balance zwischen einer möglichst schlanken Lagerhaltung und plötzlichen Nachfrageschüben zu halten. "Bei diesen Schwankungen der Preise auf dem Rohstoff-Weltmarkt kommt man mit der Gestaltung der eigenen Absatzpreise manchmal kaum noch hinterher."
Siemens weist Schuld zurück
Siemens -Chef Peter Löscher sieht sich nach dem geplatzten Liefertermin für acht neue ICE-Züge nicht als Sündenbock für mögliche Probleme im Winterfahrplan der Bahn. "Wir lassen niemanden im Stich. Unseren Kunden Deutsche Bahn nicht und nicht deren Fahrgäste", sagte Löscher der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Siemens habe der Bahn ein umfangreiches Winterpaket angeboten. "100-Service-Techniker stehen jederzeit bereit, um Probleme der ICE-Flotte jederzeit beheben zu können." Zuvor erntete der Konzern scharfe Kritik seitens der Bahn, weil ursprünglich acht neue ICE 3 des Typs Velaro wegen Software-Problemen nicht wie geplant eingesetzt werden konnten.
Noch keine eigene Sky-Produktion
Der Bezahlsender Sky Deutschland will sich frühestens in zwei Jahren an einer selbst finanzierten Serie versuchen. "Wir brauchen noch etwas Zeit, bis wir uns an eine eigene Produktion wagen", sagte Programmchef Gary Davey dem Handelsblatt. Zwei, eher drei Jahre würden vergehen, ehe Deutschlands größter Pay-TV-Sender selbst aktiv werde. "Langfristig müssen wir da hin." Sky möchte 2013 nach verlustreichen Jahren einen Gewinn einfahren.
(Mit Material von dpa-AFX)
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