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DAX auch nach Weihnachten in Festtagslaune: Adidas, BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Einzelhandel, Jenoptik, Lanxess und US-Konjunktur im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt setzt seine freundliche Tendenz auch nach den Weihnachtsfeiertagen fort. Nach einem verhaltenen Auftakt konnte der DAX am Donnerstag im Tagesverlauf sukzessive zulegen. Auf Sicht von fünf Wochen verbesserte sich der Leitindex um fast 30 Prozent. Im Blickpunkt des Interesses stand neben der Schuldenkrise in Europa vor allem die drohende Fiskalklippe in den USA. Bei der Suche nach einer Lösung im Haushaltsstreit wird die Zeit immer knapper. US-Präsident Barack Obama hat seinen Weihnachtsurlaub auf Hawaii abgebrochen und kehrt an diesem Donnerstag nach Washington zurück. Gelingt bis zur Silvesternacht im Tauziehen mit den Republikanern um ein Programm zum Defizitabbau kein Kompromiss, müssten die US-Amerikaner ab 1. Januar mit Steuererhöhungen und automatischen Ausgabenkürzungen rechnen.

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Adidas auf Rekordkurs

Der Sportartikelhersteller Adidas setzt seine Rekordjagd fort und erwartet 2012 einen Umsatz über 14,5 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Herbert Hainer der Süddeutschen Zeitung sagte. Damit bestätigte er die im November wegen der Probleme bei der US-Tochter Reebok leicht gesenkte Umsatzprognose und nannte erstmals einen konkreten Wert. Das Umsatzziel von 17 Milliarden Euro für 2015 sei laut Hainer durch die Euro-Krise anspruchsvoller geworden. Vor allem in Südeuropa sei die Lage schwierig. "Auf der anderen Seite wachsen wir in Amerika, Russland, China und auch in Europa insgesamt."

Starke US-Arbeitsmarktdaten

In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken. Sie seien im Vergleich zur Vorwoche um 12.000 auf 350.000 Anträge gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang auf 360.000 gerechnet. In der Vorwoche hatte die Zahl der Erstanträge bei revidiert 362.000 (zunächst 361.000) gelegen.

BMW vor Absatzrekord

BMW wird 2012 erneut Rekorde brechen. Finanzvorstand Friedrich Eichiner erklärte im Gespräch mit der Zeitung Die Welt: „Eines unserer Ziele lautete, den Absatz zu steigern und damit eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen zu erzielen. Mit rund 1,8 Millionen Fahrzeugen haben wir das geschafft." Auch bei den weiteren Jahreszielen ist der DAX-Konzern auf einem guten Weg: „Die EBIT-Marge im Segment Automobil soll bekanntlich am oberen Ende des Korridors von acht bis zehn Prozent liegen. Und auch beim Konzernergebnis sind wir zuversichtlich, den Gewinn von 2011 zu übertreffen", ergänzte Eichiner.

Daimler baut LKW-Geschäft aus

Daimler rechnet im Lastwagen-Geschäft trotz der Krise in Europa und neuer staatlicher Vorgaben mit weiterem Wachstum. Die Chancen stehen gut, dass Daimler 2013 an die Absatzerfolge des laufenden Jahres anknüpft, sagte Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Renschler. Größte Risikofaktoren seien die europäische Schuldenkrise oder staatliche Regulierungsmaßnahmen.

Deutsche Telekom intensiviert Cloud-Geschäft

Die Telekom-Tochter T-Systems gibt sich für die Geschäfte mit der Datenwolke ein konkretes Ziel. Bis 2015 wollen die Bonner rund eine Milliarde Euro mit Cloud-Geschäften erlösen,wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das entspräche einem Siebtel des Gesamtumsatzes der Sparte. Zum Vergleich: In diesem Jahr brachten die Cloud-Umsätze 400 Millionen Euro ein. In diesem Jahr summierten sich die Auftragseingänge, also die Umsätze über die mehrjährigen Laufzeiten gerechnet, auf rund zwei Milliarden Euro.

Gebremster Einzelhandel

Der deutsche Einzelhandel hofft zwar auf gute Geschäfte nach Weihnachten, allerdings wird 2013 für die Branche nicht einfach. Das größte Risiko ist die Eurokrise. Anzeige Laut Kai Falk, Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), hat das Weihnachtsgeschäft erst in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen. Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent und damit etwas weniger als die Inflationsrate.

Jenoptik bekräftigt Jahresziele

Der Optikhersteller Jenoptik will im kommenden Jahr mindestens einen "stabilen Umsatz" erzielen. Wie Vorstandsvorsitzender Michael Mertin der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erläuterte, läuft das vierte Quartal 2012 wie erwartet: "Ich bin jetzt noch sicherer, dass wir die Jahresprognose erreichen. Beim Umsatz werden wir die zehn Prozent Zuwachs nicht ganz schaffen, aber gut in der Range von fünf bis zehn Prozent liegen." Zudem soll die Internationalisierung in der Sparte Verteidigung & Zivile Systeme vorangetrieben werden. Der operative Gewinn (EBIT) soll im Bereich von 50 bis 55 Millionen Euro ausfallen. Für 2012 plane das Unternehmen abermals eine Dividende.

Lanxess: Keine Verschmelzung mit Evonik

Der neue Chef der RAG-Stiftung, Werner Müller, hat sich gegen eine Verbindung der beiden Chemiekonzerne Evonik und Lanxess ausgesprochen. "Das ist definitiv kein Thema", sagte Müller den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Ein Zusammengehen würde "weder Evonik noch Lanxess gerecht". Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung avisierte Lanxess-Chef Axel Heitmann zudem für das Geschäftsjahr 2012 ein Gewinnwachstum am unteren Ende der eigenen Zielspanne.

(Mit Unterstützung von dpa-AFX)

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