DAX schreibt rot: Anleihen, Aurelius, Commerzbank, Fraport, ProSiebenSat.1, Südzucker, TAG, ThyssenKrupp und Volkswagen im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt startet mit Verlusten in die Handelswoche. Gegen Mittag notierte der DAX rund 0,6 Prozent tiefer bei 7.475 Punkten. In der vergangenen Woche war bei den wichtigen Konjunkturindikatoren kein klarer Trend zu erkennen. Während unter anderem die US-Arbeitsmarktdaten und auch die Einzelhandelsumsätze in China überraschend freundlich ausgefallen sind, fielen die Zahlen des chinesischen Außenhandels hinter die Erwartungen zurück.
Anleihemärkte im Visier
Mit Spannung verfolgen die Investoren nun die Entwicklung an den Anleihemärkten. Diesbezüglich zeigte sich der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras optimistisch: "Ich kann mit großer Sicherheit sagen, dass es gut gelaufen ist." In Italien herrscht hingegen eine Regierungskrise: Nachdem die Partei des Ex-Premiers Silvio Berlusconi dem aktuellen Regierungschef Mario Monti am vergangenen Donnerstag die Rückendeckung entzogen hatte, kündigte dieser am Wochenende seinen Rücktritt an. Zudem will Berlusconi selbst ein Comeback versuchen, was zu weiterer Verunsicherung an den Finanzmärkten führte. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen zogen am Montag weiter deutlich an.
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Aurelius setzt auf Bildung
Der Münchner Aurelius-Konzern wird die Studienkreis-Gruppe von der Franz Cornelsen Bildungsholding aus Berlin erwerben. Nach Unternehmensangaben beinhalten die Transaktion die drei Gesellschaften Studienkreis GmbH, Studienkreis Partnersysteme GmbH und people online. Die Studienkreis-Gruppe erbringt Nachhilfeleistungen für Schüler der Grund- und weiterführenden Schulen im Alter zwischen sechs und achtzehn Jahren. Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2012 einen Umsatz von 53 Millionen Euro mit einem deutlich positiven Jahresergebnis.
Commerzbank: Kursziel 1,90 Euro
Nach einer ganzen Reihe negativer Analystenkommentare erhält die Commerzbank allmählich auch wieder Rückenwind. So halten nach Fairesearch auch die Experten von HSBC an ihrer positiven Einschätzung für die DAX-Titel fest.
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Warnstreiks in Frankfurt
Auch am Frankfurter Flughafen haben Sicherheitsleute am Montagmorgen vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik sorgte am größten deutschen Airport aber zunächst nicht für Behinderungen. "Wir haben definitiv keine Streikauswirkungen", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Morgen. Die Gewerkschaft Verdi hatte etwa 80 Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma von 6.00 Uhr bis 10.00 Uhr zum Warnstreik aufgerufen.
ProSieben will Großaktionäre loswerden
Der Mediensender ProSiebenSat.1 will laut Spiegel den anstehenden Verkauf seiner Sender in Skandinavien nutzen, um seine Haupteigentümer KKR und Permira zum Ausstieg zu bewegen. ProSiebenSat.1 würden durch das Geschäft etwa 1,3 Milliarden Euro zufließen. Allerdings erhöben KKR und Permira Anspruch auf eine mehrheitliche Ausschüttung des Verkaufserlöses, um Schulden ihrer gemeinsamen Lavena-Holding zurückzuzahlen.
Höhere Ausschüttung bei Südzucker
Europas größter Zuckerproduzent Südzucker peilt für das laufende Geschäftsjahr eine weitere Dividendenanhebung an. "Da wir von einem nochmals steigenden operativen Ergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 ausgehen, würde ich anstatt von Dividendenkürzungen eher mit einer weiteren Anhebung rechnen", sagte Vorstandssprecher Wolfgang Heer der Welt am Sonntag. Für das Geschäftsjahr 2011/12 hatte das Unternehmen eine um 15 Cent auf 70 Cent angehobene Ausschüttung vorgenommen.
TAG schließt Kapitalerhöhung ab
Die Immobiliengesellschaft TAG Immobilien hat mit ihrer Kapitalerhöhung rund 270 Millionen Euro eingenommen. Insgesamt seien 30 Millionen neue Aktien ausgegeben worden. 64 Prozent der neuen Papiere gingen an Altaktionäre, die ihre Bezugsrechte ausübten. Von Mittwoch an werden die neuen Aktien an der Frankfurter Börse gehandelt. Der Erlös aus der Kapitalerhöhung soll für Zukäufe verwendet werden. TAG Immobilien hatte erst im November von der Bundesregierung den Zuschlag für den Kauf von 11.350 Wohnungen der TLG in Ostdeutschland für rund 471 Millionen Euro bekommen.
Aufsichtsratssitzung bei ThyssenKrupp
Der Stahlkonzern ThyssenKrupp denkt nach Informationen des Magazins Spiegel über Schadensersatzforderungen an den früheren Vorstandschef und andere Führungsmitglieder für kostspielige Investitionen in Stahlwerke in den USA und Brasilien nach. Zudem berichtet die Wirtschaftswoche, das Unternehmen wolle alle Optionen für seine deutschen Stahlwerke prüfen. Am heutigen Montag beschäftigt sich eine Aufsichtsratssitzung mit den Stahlwerken in Amerika sowie dem Umbau des Vorstands.
Volkswagen übertrifft eigene Erwartungen
Der Autobauer Volkswagen blickt auf einen erfolgreichen Monat zurück: "Im November lagen die Konzern-Auslieferungen etwa zehn Prozent über dem Vorjahr", sagte Finanzvorstand Dieter Pötsch der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FASZ). Ein Grund sei der erfolgreiche neue Golf. "Wir haben mittlerweile mehr als 60.000 Bestellungen, das ist deutlich mehr, als wir erwartet hatten", sagte der Manager. Er betonte, dass dazu keine große Rabattaktion nötig gewesen sei.
(Mit Unterstützung von dpa-AFX)
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