DAX kämpft um die 7.000: Außerdem Bayer, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Lufthansa, Deutsche Telekom, Henkel, Volkswagen und Vossloh im Fokus
Der DAX ist am Freitag unter die Marke von 7.000 Punkten gerutscht. Grund waren erneut die anhaltenden Konjunktur- und Schuldensorgen. Vor US-Daten dämmte er seine Verluste allerdings deutlich ein. Für Verkaufsdruck sorgte zudem die schwache Leistungsbilanz der Eurozone. Nach einem Plus von fast 11 Milliarden Euro im August lag der Saldo im September nur noch bei 0,8 Milliarden Euro. Am Nachmittag konnte sich der deutsche Leitindex leicht erholen, obwohl die US-Industrieproduktion im September überraschend um 0,4 Prozent zurückgegangen ist.
Bayer: Übernahme gescheitert?
Der britische Konzern Reckitt Benckiser hat für Schiff Nutrition International (Vitamin und Nahrungsmittelergänzungshersteller) 1,4 Milliarden Dollar geboten. Damit überbieten die Briten das Angebot von Bayer. Der DAX-Konzern hatte Anfang Oktober nur 1,2 Milliarden Euro für Schiff Nutrition International geboten.
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Commerzbank: Noch mehr faule Kredite
Die Aktie der Commerzbank wurde nun auch von den Experten von Nomura näher unter die Lupe genommen. Während sich viele Analysten vor allem auf das Kerngeschäft des Bankenriesen konzentrieren, legt das japanische Analysehaus den Fokus auf einen Randbereich, der die Commerzbank noch stark belasten könnte.
Deutsche Bank: Prozessabschluss erwartet
Im Kirch-Prozess will das Oberlandesgericht in München heute zum Abschluss kommen. Insolvenzverwalter und Erben des Unternehmers Leo Kirch machen die Deutsche Bank für die Insolvenz des Medienkonzerns verantwortlich. Die Schadensersatzforderung beträgt über zwei Milliarden Euro.
Deutsche Lufthansa: Verkauf einer Firmentochter steht ins Haus
Laut Presseinformation will die Deutsche Lufthansa ihre Catering-Tochter LSG Sky Chefs verkaufen. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, wurde die Investmentbank JP Morgan Chase mit dem Verkauf beauftragt.
Deutsche Telekom: Britisches Joint Venture vor Börsengang?
Laut einem Medienbericht steht die Deutsche Telekom davor, mit dem Börsengang einer ausländischen Tochter Geld in die klammen Kassen zu spülen. Everything Everywhere ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und der France Telecom, das 2010 aus dem Zusammenschluss von Orange und T-Mobile UK hervorgegangen ist. In einem Interview hat sich nun France Telekom-Finanzvorstand Gervais Pellissier zu einem möglichen Börsengang des britischen Joint Ventures geäußert. Der Manager sagte, dass ein solcher Schritt gerade geprüft werde und Ende kommenden Jahres erfolgen könne.
Henkel: Solide Zahlen
Der Konsumgüterhersteller Henkel hat solide Quartalszahlen vorgelegt. Im dritten Quartal legte der Umsatz zum Vorjahresquartal von 4,03 auf 4,3 Milliarden Euro zu und erfüllte damit die Erwartungen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb mit einem Anstieg von 451 auf 586 Millionen Euro aber leicht unter den Schätzungen einiger Analysten. Das Management ist dennoch überzeugt die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.
Volkswagen steigert Absatz
Volkswagen kann den Absatz in den USA und China steigern. In Europa stagniert das Geschäft hingegen. Seit Beginn des Jahres lieferte Volkswagen in den USA mit über 480.000 Autos etwa ein Drittel mehr aus als vor einem Jahr, in China war es mit 2,26 Millionen Stück ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum. In Europa lieferte der DAX-Konzern bisher 3,1 Millionen Fahrzeuge aus und somit nur rund ein Prozent mehr als im Vorjahr.
Wieder Gerüchte um Vossloh
Im MDax konnte sich Vossloh dem negativen Trend aufgrund von Marktgerüchten über Großaktionär Heinz Hermann Thiele entziehen. Laut Händlern wurde am Markt erneut das Gerücht über ein mögliches Gebot des Milliardärs gespielt. Demnach könnte Thiele bis zu 87,50 Euro je Vossloh-Aktie bieten. Thiele hatte Ende Oktober seinen Anteil an dem Verkehrstechnikkonzern auf über 25 Prozent aufgestockt. Nach Ansicht eines Börsianers ist ein Gebot für die restlichen Anteile aber eher unwahrscheinlich, da sich die Eigentümerfamilie von Vossloh nach wie vor gegen eine Übernahme sträubt
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