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  • Bärenstarker Nebenwert: Erfolgreiche Neuausrichtung eröffnet der Aktie deutliches Kurspotenzial
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DAX knickt am Nachmittag ein: BASF, Bauer, Bilfinger Berger, Celesio, Commerzbank, Daimler, Deutsche Euroshop, Infineon, Koenig & Bauer, Postbank, RWE und Solarworld im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt rutschte am Mittwochnachmittag tiefer in die Verlustzone. Auslöser war vor allem der schwache Trend an den US-Börsen. In den USA sind die Einzelhandelsumsätze im Oktober erstmals seit Juni gesunken. Die Auftaktverluste an der Wall Street färbten auch auf den deutschen Markt ab, der daraufhin im späten Handel in Richtung 7.100 Punkte abrutschte. Am Vormittag hat eine Auktion italienischer dreijähriger Staatsanleihen 3,5 Milliarden Euro in die klammen Staatskasse gespült. Die Zinsen gingen gegenüber der letzten Versteigerung am 11. Oktober von 2,86 auf 2,64 Prozent zurück.

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Bauer nach neun Monaten auf Kurs

Dank eines nach wie vor starken Baugeschäfts kann der Tiefbauspezialist Bauer AG nach neun Monaten die Gesamtleistung um 5,4 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro steigern. Der Auftragsbestand konnte um 4,7 Prozent auf 775,1 Millionen Euro gesteigert werden. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich im Betrachtungszeitraum von 51,5 Millionen auf 45,2 Millionen Euro. Als Nachsteuerergebnis weist der Konzern Ende September einen Gewinn von 6,2 Millionen Euro aus. „Die Weltmärkte am Bau befinden sich grundsätzlich auf einem leichten Wachstumskurs und wir gehen mit guten Perspektiven ins kommende Jahr", sagt Vorstandsvorsitzender Prof. Thomas Bauer.

Bilfinger Berger bekräftigt Prognosen

Der Bau-Dienstleister Bilfinger hat der Euro-Schuldenkrise in den ersten neun Monaten des Jahres getrotzt und seine Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Von Januar bis September legte die Leistung trotz der plangemäßen Verringerung der Bauaktivität leicht um ein Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) im fortgeführten Geschäft erhöhte sich auch wegen Verkaufserlösen um mehr als ein Viertel auf 350 Millionen Euro. Unter dem Strich erwirtschaftete Bilfinger einen Gewinn von 218 Millionen Euro, nach 324 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Konzernchef Roland Koch behielt seinen positiven Ausblick für das Gesamtjahr 2012 bei.

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BASF kooperiert mit Gazprom

Der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock und Gazprom-Chef Alexey Miller haben heute eine Vereinbarung zum Tausch von Assets von Gazprom und der BASF-Tochter Wintershall unterzeichnet. Demnach erhält Wintershall 25 Prozent plus einen Anteil an den Blöcken IV und V der Achimov-Formation des Urengoi-Feldes in Westsibirien. Im Gegenzug erhält Gazprom den 50-prozentigen Anteil der Deutschen am bislang gemeinsam betriebenen Erdgashandel- und Speichergeschäft. Sollten die zuständigen Behörden zustimmen, soll die Transaktion bis spätestens Ende des Jahres 2013 abgeschlossen werden

Celesio weiter in den Miesen

Der Pharmahändler Celesio schrieb auch im dritten Quartal rote Zahlen, was die Aktie vorbörslich etwas unter Druck setzte. Ohne Einmalaufwendungen hätte das Unternehmen allerdings einen Gewinn erwirtschaftet, da es im verbleibenden Geschäft wieder besser lief. Zudem verkaufte Celesio seine irische Pharmagroßhandelstochter Cahill May Roberts an den irischen Konkurrenten Uniphar. Börsianer

Commerzbank: Analysten senken den Daumen

Nach den schwachen Zahlen und dem enttäuschenden Ausblick mehren sich nun auch die negativen Analystenkommentare zur Commerzbank. Mittlerweile raten von 37 Analysten gerade einmal vier zum Kauf der DAX-Titel – 15 hingegen zum Verkauf.

Daimler will Absatz verdoppeln

Der Autobauer Daimler will bis 2020 den Absatz seiner Pkw-Marken Mercedes-Benz und Smart auf rund 2,6 Millionen Fahrzeuge verdoppeln. "Die ungefähre Größenordnung stimmt", sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Mittwoch in einem Interview mit der Wochzeitung "Die Zeit". Bis Ende des Jahrzehnts will Daimler die Konkurrenten BMW und Audi überholt haben, derzeit fahren die Stuttgarter aber vor allem bei der Profitabilität hinterher. Deswegen sollen in den nächsten beiden Jahren die Kosten deutlich sinken. Zetsche hatte bereits Ende Oktober in einem konzerninternen Brief

Mehr Dividende bei der Deutschen Euroshop

Die Aktien von Deutsche Euroshop gaben um mehr als zwei Prozent nach. Der Shoppingcenter-Investor bestätigte bei Vorlage der Zwischenbilanz für die ersten neun Monate die Prognose für das Gesamtjahr und erwägt eine leichte Dividendenerhöhung. Für Händler enthielten die Zahlen keine Kurstreiber. Wichtiger seien die Platzierung einer rund 100 Millionen Euro schweren Wandelanleihe und eine zusätzliche kleine Kapitalerhöhung, was den Kurs der Aktie belasten dürfte.

Infineon besser als erwartet

Der Halbleiterkonzern Infineon kündigt nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 auf 427 Millionen Euro Kurzarbeit an. In der Zeit zwischen Juli und September sank der Umsatz um ein Prozent im Vergleich zum Vorquartal auf 982 Millionen Euro. Das wichtige Segmentergebnis, das die betriebliche Entwicklung widerspiegeln soll, schrumpfte um acht Prozent auf 116 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 138 Millionen Euro und damit wesentlich mehr als Analysten gedacht hatten. Auch beim Umsatz konnte Infineon die Schätzungen übertreffen. Seinen Aktionären will das Unternehmen eine unveränderte Dividende von 0,12 Euro zahlen.

Turnaround bei Koenig & Bauer

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer verbuchte im dritten Quartal 2012 einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war es noch ein Verlust von 17,8 Millionen Euro. Unterm Strich stand in den ersten neun Monaten ein Plus von 5,9 Millionen Euro. Bis Ende September konnte KBA den Umsatz um fast 17 Prozent auf 916,2 Millionen Euro steigern. Beim Auftragseingang musste die Gruppe jedoch zurückstecken, es stand mit 826 Millionen Euro ein um fast 30 Prozent geringeres Auftragsvolumen in den Büchern. 2011 hatte das Unternehmen mehrere Großaufträge für Spezialmaschinen an Land gezogen.

Postbank steigert Gewinn kräftig

Die Postbank hat in den ersten neun Monaten den Konzerngewinn von 6 auf 329 Millionen Euro ausgebaut. Bei sinkenden Kosten sei das Kundengeschäft in wichtigen Bereichen ausgebaut worden, sagte Vorstandschef Frank Strauß am Mittwoch in Bonn. Dazu zählten das Neugeschäft bei Ratenkrediten (plus 15 Prozent) und in der privaten Baufinanzierung (plus 10 Prozent). Die Kapitalmarktrisiken wurden nach Angaben der Deutschen Postbank AG weiter verringert. Das Engagement in griechischen Staatsanleihen sei im dritten Quartal vollständig aufgelöst worden.

RWE hebt Gewinnziel an

Der Energieversorger RWE blickt nach Gewinnsteigerungen in den ersten neun Monaten etwas optimistischer auf das Jahresende. Er will den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie das Betriebsergebnis nun leicht steigern. Vor drei Monaten hatte RWE lediglich Gewinne "in etwa" auf Vorjahresniveau angekündigt.

Solarworld weitet Verlust aus

Solarworld ist im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 68,7 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte Solarworld 11 Millionen Euro Verlust ausgewiesen. Der Umsatz sackte um gut 41 Prozent auf 128,8 Millionen Euro ab. Operativ (EBIT) stand ein Verlust von knapp 46 Millionen Euro zu Buche, nach einem Gewinn von 19,2 Millionen vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen deutlich sinkenden Umsatz sowie einen hohen operative Verlust.

(Mit Unterstützung von dpa-AFX)

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