Gute US-Daten ziehen DAX aus der Tiefe: Außerdem Allianz, BMW, Commerzbank, Deutsche Telekom, Drillisch, Euromicron, Gigaset, Rheinmetall und Singulus im Fokus
Starke US-Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag vor Schlimmerem bewahrt. So hat sich der vielbeachtete Konsumklimaindex der Universität Michigan im November überraschend deutlich aufgehellt. Das Barometer zog zog von 82,6 auf 84,9 Zähler an. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 82,9 Zähler gerechnet. Daneben sind die Lagerbestände im US-Großhandel im September um 1,1 Prozent überraschend stark angestiegen. Der DAX konnte sich am Nachmittag von seinen Tiefstständen lösen, ging aber dennoch mit Verlusten von rund einem Prozent aus dem Handel. Am Vormittag sorgten schlechte Wirtschaftsdaten aus Frankreich für eine Enttäuschung. Die französische Industrieproduktion ist im September um 2,7 Prozent gefallen. Experten rechneten im Vorfeld nur mit einem Rückgang von 1,0 Prozent. Im Handelsverlauf rücken noch die neuesten Daten zur Verbraucherstimmung der Universität Michigan (USA) in den Fokus der Anleger.
BMW auf Rekordkurs
Der Münchner Autobauer hat im abgelaufenen Monat 157.618 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls Royce verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 13,2 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 8,8 Prozent. Wie geschnitten. Trotz der schwachen Entwicklung im europäischen Markt sieht BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson das Unternehmen auf einem guten Weg, im laufenden Jahr einen neuen Verkaufsrekord zu erzielen.
Allianz: Überzeugende Zahlen
Der Umsatz von Allianz erhöhte sich im dritten Quartal 2012 um 4,7 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 33 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der DAX-Konzern weiterhin einen Gewinn von mehr alsneun Milliarden Euro.
Commerzbank: Keine Besserung erwartet
Schwere Zeiten für die Commerzbank: Die Experten von Equinet rechnen nicht damit, dass es dem DAX-Konzern in den kommenden Monaten gelingen wird, endlich seine Gewinne nachhaltig zu steigern. Dementsprechend skeptisch sind sie daher auch für den Aktienkurs der Großbank.
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Deutsche Telekom: Der Rosa Riese gerät ins Taumeln
Der Bonner Telekomriese hat am Donnerstag seine Zahlen zum dritten Quartal präsentiert und die Erwartungen damit weitestgehend erfüllt.Analysten zeigen sich dennoch uneinheitlich.
Drillisch steigert Gewinn
Der Mobilfunkanbieter Drillisch hat seinen Gewinn im dritten bei rückläufigen Umsätzen weiter gesteigert. Zudem hat die Unternehmensführung die Jahresprognose bestätigt und Anlegern eine stabile Dividende in Aussicht gestellt.
Euromicron: Schlechte Quartalszahlen
Der Spezialist für Netzwerke und Glasfaserkabel Euromicron enttäuscht mit den Zahlen zum dritten Quartal die Anleger. Sowohl Gewinn als auch Umsatz sind stark zurückgegangen. Der Titel gerät daraufhin am Freitag im Handelsverlauf unter die Räder und führt die Verlierliste im TecDAX an.
Gigaset erwartet rote Zahlen
Telefonhersteller Gigaset rechnet für das Gesamtjahr mit einem Verlust. Im dritten Quartal ließ die schlechte Nachfrage den Umsatz bereits von 106 auf 93 Millionen Euro sinken. Außerdem belasteten die Kosten des Restrukturierungsprogramms das Ergebnis. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Verlust von 15 Millionen Euro.
Rheinmetall: Schwache Automobilproduktion belastet
Rheinmetall hat seine Jahresziele nach unten korrigiert. Insbesondere die schwache Automobilproduktion belastet den Konzern. Für das Gesamtjahr geht der Rüstungs- und Automobilzuliefererkonzern nun von einem Umsatz von 4,8 statt 4,9 Milliarden Euro aus. Das operative Ergebnis soll bei rund 300 Millionen Euro liegen. Das Management ging bisher von rund 354 Millionen Euro aus.
Singulus rutscht in die Verlustzone
Der Spezialanlagenbauer Singulus hat im dritten Quartal einen Umsatzeinbruch von über 57 auf knapp 40 Millionen Euro verbucht. Im Vergleich zum dritten Quartal 2011 legte das Auftragsvolumen hingegen von 22,0 auf 23,6 Millionen Euro leicht zu. Um der schlechten Geschäftsentwicklung entgegen zu wirken, tritt Singulus auf die Kostenbremse. Im Geschäftsjahr 2013 erwartet der Konzern dann wieder ein positives Gesamtergebnis.
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