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DAX steigt vor US-Wahl: BASF, BMW, Commerzbank, Deutsche Bank, Dürr, Fraport, Hawesko, Hannover Rück und Lanxess im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt wartet gespannt auf die Wahl des neuen US-Präsidenten. Umfragen zufolge zeichnet sich ein enges Duell zwischen Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney ab. Dem Amtsinhaber Obama werden nach Auswertungen zahlreicher Befragungen insgesamt die besseren Siegchancen eingeräumt. In Griechenland stockt indes das öffentlich Leben. Der Grund sind Streiks auf allen Ebenen gegen den geplanten harten Sparkurs der Regierung. Der DAX tendierte im Tagesverlauf freundlich. Zur Schlussglocke notierte das Börsenbarometer 0,7 Prozent fester bei 7.378 Punkten.

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BASF will Tochter verkaufen

Der Chemiekonzern BASF will seine Tochtergesellschaft BASF Wall Systems in Marktredwitz verkaufen. Der Dämmstoffspezialist beschäftigt derzeit rund 190 Mitarbeiter, die vom neuen Eigentümer übernommen werden sollen. "Unser Wall-Systems-Geschäft in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Dennoch können wir nur geringe Synergien mit anderen BASF-Arbeitsgebieten nutzen. Ein neuer Eigentümer kann die positive Entwicklung des Geschäfts noch besser voranbringen", sagte BASF-Spartenleiter Dr. Tilman Krauch.

BMW übertrifft Erwartungen

Trotz Absatzkrise in Europa konnte BMW die Erwartungen im dritten Quartal übertreffen. Die Münchner verbesserten ihren Umsatz um fast 14 Prozent auf 18,8 Milliarden Euro, gleichzeitig zog der Vorsteuergewinn um mehr als 17 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro an (Prognose: 1,7 Milliarden Euro). "Wir rechnen auch im vierten Quartal mit einer positiven Absatzentwicklung, wobei wir uns wie die gesamte Branche weiterhin mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert sehen", blickte Konzernchef Norbert Reithofer auf das Gesamtjahr voraus.

Commerzbank: Die Erwartungen der Experten

Die Commerzbank wird am Donnerstag ihre Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. DER AKTIONÄR wagt einen Ausblick und zeigt, was Analysten von Deutschlands Nummer 2 im Bankenmarkt erwarten.

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BaFin stellt sich hinter Deutsche Bank

Rückendeckung für die Deutsche Bank. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin springt der Deutschen Bank zur Seite. "Die Deutsche Bank als gefährlich einzustufen, halte ich für Unsinn", erklärte die Chefin der Finanzaufsicht BaFin bei einer Veranstaltung. Das Institut war in der vergangenen Woche vom Finanzstabilitätsrat (FSB) als global systemrelevante Bank identifiziert worden.

Dürr wächst vor allem in China

Dank guter Geschäfte in Asien konnte der Lackieranlagenspezialist Dürr im dritten Quartal sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern. Nach Angaben des Konzerns stiegen die Erlöse um 70 Millionen auf 594 Millionen Euro, während der operative Gewinn von knapp 30 auf 46,5 Millionen Euro anzog. Das Konzernergebnis kletterte von 18 auf 26,4 Millionen Euro. Im laufenden Jahr rechnet Dürr weiterhin mit einem Auftragseingang von 2,5 Milliarden Euro. Der Umsatz dürfte sich bei 2,3 Milliarden Euro bei einer EBIT-Marge am oberen Rand der angepeilten Spanne von 6,5 bis 7 Prozent einpendeln.

Reiselust beflügelt Fraport

Der Flughafenbetreiber Fraport hat von Juli bis September die Einnahmen wie am Markt erwartet um mehr als fünf Prozent auf gut 700 Millionen Euro gesteigert. Nach Abzug aller Ausgaben blieben knapp 152 Millionen Euro als Nettoergebnis stehen, 40 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor und deutlich mehr als von Analysten erwartet. In diesem Jahr lief es besser als im Vorjahr. Das liegt auch an der neuen Landebahn des Heimatflughafens Frankfurt. Fraport hatte die neue Bahn Ende Oktober 2011 in Betrieb genommen, um die Nachfrage der Airlines erfüllen zu können.

Starker Ausblick von Hannover Rück

Hannover Rück peilt im laufenden Jahr einen Gewinnsprung von gut 30 Prozent an. Im dritten Quartal konnte Deutschlands zweitgrößter Rückversicherer sein Nettoergebnis um mehr als die Hälfte verbessern. Insgesamt sieht sich Vorstandschef Ulrich Wallin gut aufgestellt in einem freundlichen Branchenumfeld. Der Wirbelsturm Sandy dürfte die Geschäfte kaum beeinflussen. Der Firmenlenker kündigte eine Ausschüttung von 35 Prozent bis 40 Prozent des Netttogewinns an.

Gewinneinbruch bei Hawesko

Der Weinhandelskonzern Hawesko hat im dritten Quartal einen Gewinneinbruch beim operativen Ergebnis (EBIT) um fast die Hälfte auf 1,9 Millionen Euro hinnehmen müssen. Sorgen bereitet vor allem die  Tochter Château Classic, die unter Absatzproblemen bei hochwertigen Bordeaux-Weinen leidet. Für 2012 rechnet Hawesko insgesamt mit Umsatz- und Gewinnzuwächsen. 

Lanxess leitet unter Schuldenkrise

Der Spezialchemiekonzern Lanxess musste im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 7,6 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro ausweisen. Vor allem die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie sorgte dafür, dass das operative Ergebnis (EBITDA pre Ex) um 18 Prozent auf 255 Millionen Euro eingebrochen ist. Unter dem Strich betrug der Rückgang sogar 39 Prozent auf 94 Millionen Euro. Das operative Jahresergebnis dürfte sich am unteren Ende der Zielspanne von fünf bis zehn 10 Prozent bewegen.

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