DAX schließt im Minus – Hurrikane legt Wall Street lahm: Außerdem Bayer, Commerzbank, Gea, Linde, Lufthansa, MAN, Praktiker, Sartorius und ThyssenKrupp im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt startet mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche. Zur Schlussglocke gibt der DAX rund 0,4 Prozent auf 7.203 Punkte ab. In den USA muss die Wall Street heute erstmals seit dem 11. September 2001 eine Zwangspause einlegen. Der Grund dafür ist der herannahende Hurrikan Sandy. Hierzulande rüsten sich die Investoren für die bevorstehende Berichtssaison, in deren Verlauf unter anderem die Commerzbank ihr Zahlenwerk präsentiert. Auch das Thema Griechenland steht nach wie vor im Fokus der Anleger. Finanzminister Schäuble sprach sich gegenüber dem Deutschlandfunk gegen einen Schuldenerlass der Euroländer für den hochverschuldeten Staat aus.
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Bevorzugte Prüfung bei Bayer
Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Bayer-Krebsmittels Stivarga den Status einer bevorzugten Prüfung bei speziellen Magen-Darm-Tumoren eingeräumt. Das Mittel basiert auf der Substanz Regorafenib, dem Nachfolger des Wirkstoffs Sorafenib, aus dem das erfolgreiche Krebsmittel Nexavar hergestellt wird. Der Status bei Stivarga gilt für den Einsatz gegen sogenannte Gastrointestinale Stroma-Tumore (GIST).
Linde-Sparkurs trägt Früchte
Der Industriekonzern Linde hat im dritten Quartal dank der Lincare-Übernahme sowie positiver Spareffekte seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf 3,889 Milliarden Euro ausgebaut. Im gleichen Zeitraum zog das operative Konzernergebnis (EBITDA) um 12,9 Prozent auf 908 Millionen Euro an. Unter dem Strich stand ein Plus von 313 Millionen nach 290 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr peilt Linde weiterhin einen Zuwachs bei Umsatz und beim operativen Ergebnis an. Im kommenden Jahr soll das EBITDA auf vier Milliarden Euro steigen.
Lufthansa löst Partnerschaft auf
Die Lufthansa trennt sich mit Ende des Sommerflugplans 2013 von ihrem Regionalpartner Augsburg Airways. Danach übernimmt die Billigtochter Germanwings oder einer der drei verbleibenden Partner die vakanten Strecken. Nach Angaben des Reiseportals tma-online, sind von der Maßnahme etwa 500 Mitarbeiter betroffen. Im Rahmen der Neuausrichtung im Regionalflugverkehr hat die Lufthansa zuvor angekündigt, ihre Strukturen weiter zu vereinfachen. Seit Beginn des aktuellen Winterflugplans bedient Europas größte Airline bereits die Strecken des ehemaligen Regionalpartners ContactAir.
MAN drosselt Produktion
Die Volkswagen-Tochter MAN hat für Mitte Oktober einen einwöchigen Produktionsstopp angekündigt.Darüber hinaus könnte die Produktion in den drei Wochen von 24. Dezember bis 11. Januar ruhen, teilte der Konzern nun mit. "MAN will damit auf die schwache Nachfrage reagieren und nicht auf Halde produzieren. Wir müssen uns der Marktlage anpassen," erklärte MAN-Sprecher Stefan Straub der Süddeutschen Zeitung. Von der Maßnahme wären rund 15.000 Mitarbeiter betroffen.
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Gea bekräftigt Prognosen
Der Maschinenbaukonzern Gea Group hält trotz der Zurückhaltung bei einigen Kunden an der Jahresprognose fest. Demnach soll der Auftragseingang und der Umsatz im laufenden Jahr jeweils um fünf Prozent zulegen. Die EBIT-Marge für das bereinigte operative Ergebnis soll mindestens die 9,7 Prozent aus dem vergangenen Jahr erreichen. "Wir müssen uns aber ranhalten, um unsere Prognose zu schaffen", sagte ein Konzernsprecher.
Praktiker kürzt Gehälter
Die angeschlagene Baumarktkette Praktiker kommt bei der Restrukturierung einen weiteren Schritt voran. Die Beschäftigten haben einer fünfprozentigen Gehaltskürzung zugestimmt. Ein entsprechender Tarifvertrag wurde am Freitag mit Verdi geschlossen. Erzielt werden die Einsparungen demnach in erster Linie durch Reduzierung oder Streichung des Weihnachtsgelds sowie tariflicher und betrieblicher Prämien. Durch den Vertrag sollen die Personalkosten in Deutschland von 2012 bis 2014 jährlich um 17,3 Millionen Euro gesenkt werden.
Sartorius hebt Gewinnziel
Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius konnte in den ersten neun Monaten seinen Umsatz um 18 Prozent auf 639,4 Millionen Euro ausbauen. Gleichzeitig verbesserte sich das EBITA um 22,5 Prozent auf 90,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 46,8 Millionen Euro. Auf Jahressicht erwarten die Göttinger nun einen wechselkursbereinigten Umsatzanstieg um etwa elf Prozent. Das EBITA soll um 18 statt wie bisher um 15 Prozent anziehen.
Umbau bei ThyssenKrupp stockt
Die Neuausrichtung zum Technologiekonzern bei ThyssenKrupp kommt nur schleppend voran. Grund: Für die zum Verkauf stehenden Stahlwerke in den USA und Brasilien sind bislang keine zufriedenstellenden Angebote eingegangen. Der Verkauf ist nötig, da Thyssen den Umsatzanteil der Stahlsparte von derzeit 40 auf etwa 30 Prozent reduzieren möchte.
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