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DAX am Mittag im Plus – RWE verkündet Atomausstieg: Außerdem BASF, Commerzbank, Daimler, Gildemeister, Kontron und Praktiker im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Donnerstag ohne große Veränderungen in den Handel starten. Gegen Mittag notiert der DAX rund 0,7 Prozent fester bei 7.240 Zählern. Gute Vorgaben kommen aus China. Dort sind die Frühindikatoren im September um 0,3 Prozent angestiegen. Im Blickpunkt stehen abermals die Hilfszahlung an Griechenland. Medienberichten zufolge will die Europäische Währungsunion dem defizitären Land einen neuen Kredit zwischen 16 und 20 Milliarden Euro gewähren. Wie es heißt, sei das zweite Hilfspaket vom Februar in Höhe von 130 Milliarden Euro nicht ausreichend gewesen.

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BASF bekräftigt Jahresprognose

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im dritten Quartal seinen Umsatz um acht Prozent auf 19 Milliarden Euro gesteigert. Im Berichtszeitraum zog das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen um 5,4 Prozent auf etwa zwei Milliarden Euro an. Beim Nettogewinn mussten BASF hingegen einen Rückgang um 21 Prozent auf 946 Millionen Euro verkraften. Auf Jahressicht peilt der Konzern dank einer guten Auslastung der Öl- und Gassparte sowie im Pflanzenschutzgeschäft eine Steigerung bei Umsatz und Gewinn an. Vorstandsvorsitzender Kurt Bock erläuterte: "Wir sehen eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau, aber noch keine Belebung." Wichtig sei aus diesem Grund die konsequente Fortführung des Sparprogramms Step.

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Spekulationen um Commerzbank

Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass die Commerzbank beim Abbau ihrer Altlasten die Zügel anzieht. Wie es heißt, sei die interne "Bad Bank" mit 160 Milliarden Euro auf fast ein Drittel der gesamten Bilanzsumme des DAX-Konzerns angestiegen. Daher soll dieser Bestand an aussortierten Wertpapieren und Krediten möglichst schnell - aber auch wertschonend - reduziert werden. Hintergrund: Die Altlasten binden Eigenkapital und sind abschreibungsgefährdet. Durch einen gezielten Abbau könnten die Kapitalquoten des zweitgrößten deutschen Kreditinstituts verbessert werden.

Daimler kappt Jahresziel

Der Autobauer Daimler kann den ursprünglich anvisierten operativen Jahresgewinn in Höhe von 8,75 Milliarden Euro nicht mehr erreichen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Stuttgarter lediglich mit acht Milliarden Euro. Im dritten Quartal lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern bei 1,9 Milliarden Euro, unter dem Strich standen 1,2 Milliarden Euro (minus elf  Prozent). Der Konzern will im kommenden Jahr seine Kosten "signifikant" reduzieren. Für das Jahr 2014 peilt Daimler eine Kostensenkung in Höhe von mindestens drei Milliarden Euro an.

Gildemeister schraubt Gewinnziel nach oben

Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister hat die Gewinnziele für das Gesamtjahr nach oben angehoben. Demnach soll sich der Gewinn vor Steuern (EBT) rund zehn Millionen höher bei mehr als 110 Millionen Euro einpendeln. Die Zielgröße für den Überschuss wird um fünf Millionen auf mehr als 70 Millionen Euro angehoben. In den ersten neun Monaten verbesserte sich der Auftragseingang der Bielefelder um 13 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro. Der Umsatz zog um ein Fünftel auf 1,43 Milliarden Euro an, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern um ein Viertel auf 83,3 Millionen Euro anwuchs.

Kontron liefert enttäuschende Zahlen

Kontron hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 148 auf 131 Millionen Euro ausgewiesen. Das Ergebnis sackte aufgrund von Einmaleffekten in Höhe von 12,3 Millionen Euro auf minus 13,3 Millionen ab. Der Technologiekonzern will mit einem Restrukturierungsprogramm auf die rückläufige Entwicklung reagieren. Auf Jahressicht rechnet Kontron mit einem Umsatz von 540 bis 555 Millionen Euro. Der Margendruck dürfte dem Unternehmen nach weiter anhalten.

Böse Überraschung bei Praktiker

Im dritten Quartal 2012 hat der Praktiker Konzern einen Umsatz von 758,2 Millionen Euro erzielt, 10,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs (844,4 Millionen Euro). Infolgedessen verschlechterte sich auch das betriebliche Ergebnis (EBITA), das mit minus 17,3 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Besser entwickelt hat sich hingegen die Rohertragsmarge, die gegenüber dem Vorjahresquartal von 32,3 auf 33,5 Prozent anstieg. Das Bittere an dem Zahlenwerk: Die profitable Tochter Max Bahr muss ebenfalls einen Umsatzrückgang verbuchen. Die Vertriebslinie Max Bahr erlöste im dritten Quartal 171,9 Millionen Euro und damit 4,8 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum.

RWE verabschiedet sich von Atomkraft

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung steht RWE kurz vor dem Verkauf der britischen Atomtochter Horizon, die man zusammen mit E.on betreibt.  Als Favorit für den Horizon-Verkauf gelte ein Konsortium um den japanischen Hitachi-Konzern. Der Kaufpreis soll bei mehreren hundert Millionen Euro liegen. Damit steigt RWE nach dem beschleunigten deutschen Atomausstieg endgültig auch international aus dem Neubau von Atomkraftwerken aus. "RWE steigt aus dem Neubau von Kernkraftwerken komplett aus", so Terium zur Süddeutschen Zeitung.

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