DAX im Plus erwartet - Großer Andrang bei O2-IPO: Außerdem Autobauer, Deutsche Telekom und Krones im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel starten. Experten taxieren den DAX nach guten US-Vorgaben rund 0,6 Prozent fester auf 7.306 Zähler. Indes denkt das defizitäre Spanien über Hilfen aus dem neuen Rettungsfonds ESM nach. Einem Mitglied des iberischen Finanzministeriums zufolge, sei man sich aber unsicher, ob ein Antrag nicht das Investorenvertrauen für Italien und die Stabilität des Euro insgesamt untergraben würde.
Im Blickpunkt des Interesses dürften am Vormittag die Daten zum Wirtschaftswachstum in Deutschland für das dritte Quartal rücken. Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobenen Konjunkturerwartungen für Deutschland sollten erneut zulegen. Am Nachmittag könnten die Zahlen zur US-Industrieproduktion für frischen Wind sorgen.
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Milliardeneinnahmen durch O2-Börsengang
O2 geht an die Börse und soll seiner spanischen Mutter Telefonica bis zu 1,52 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Wie das Telekomunternehmen mitteilte, soll die Aktie zwischen 5,25 und 6,50 Euro kosten. Im Zeitraum vom 17. bis zum 29. Oktober sollen 23,17 Prozent der Anteile an die Börse gebracht werden. Am 30. Oktober erfolgt das Erstlisting an der Frankfurter Börse.
Die großen Autobauer müssen Einbußen im Europageschäft verkraften. Nach Angaben des Branchenverbands Acea sind die KFZ-Neuzulassungen in der Europäischen Union im September zum zwölften Mal in Folge zurückgegangen. Insgesamt sanken die Verkäufe um 10,8 Prozent auf rund 1,1 Millionen Fahrzeuge. Den heftigsten Einbruch verzeichnete Spanien mit einem Minus von 36,8 Prozent. Auch in Deutschland gingen die Zahlen um 10,9 Prozent nach unten.
Telekom dämpft Erwartungen für Europa
Die Deutsche Telekom erwartet für Europa erst im Jahr 2014 eine Erholung. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte die Europachefin des Bonner Konzerns, Claudia Nemat, dass die europäischen Konzerntöchter und Beteiligungen ab diesem Zeitpunkt mit einer leichten Verbesserung der Geschäftssituation rechnen dürfen. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres konnten in diesem Segment der Umsatzrückgang deutlich verlangsamt werden, so Nemat weiter.
Krones erwartet Ende des Rechtsstreits
Der Spezialmaschinenhersteller Krones rechnet mit einem Ende des Rechtsstreits in den USA in den nächsten Wochen. Allerdings haben die Neutraublinger ihre Rückstellungen um 53 Millionen Dollar erhöht, nachdem bislang nur eine Reserve in über einen "unteren bis mittleren zweistelligen Millionen-Betrag" vorhanden war. Wie Dow Jones Newswires berichtet, gründen die Klagen auf den Konkurs von Le-Nature's in Arizona. Krones hat hier Abfüllanlagen in Höhe von rund 100 Millionen Dollar errichtet.
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