DAX am Mittag im Plus – Nordex weiter mit Verlusten: Außerdem Bertrandt, Hamburger Hafen, Nordex, TUI und United Internet im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Dienstag freundlich. Gegen Mittag notiert der DAX rund 0,8 Prozent höher auf 6.979 Punkten. In Deutschland geht die Berichtssaison in die nächste Runde. Darüber hinaus dürften die ZEW-Konjunkturerwartungen sowie die Daten zur EU-Industrieproduktion für Belebung sorgen. Am Nachmittag rücken insbesondere die US-Einzelhandelsumsätze für den Monat Juli in den Blickpunkt. Bereits verkündet wurden vom Statistischen Bundesamt die Zahlen zum heimischen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die deutsche Wirtschaft ist von April bis Ende Juni mit einem Plus von 0,3 Prozent zum Vorquartal etwas stärker gewachsen als angenommen.
Bertrandt legt kräftig zu
Der Ingenieursdienstleister Bertrandt profitierte im ersten Halbjahr von der steigenden Nachfrage nach Innovationen. So kletterten Umsatz und Nachsteuerergebnis um etwa ein Viertel auf 518 Millionen Euro beziehungsweise 37 Millionen Euro. Firmenlenker Dieter Bichler zeigte sich angesichts der Ergebnisse erfreut: "Trends zu umweltfreundlicher Mobilität, Komfort, Sicherheit und IT im Fahrzeug prägen die Branche." Durch die Erweiterung der Modellpaletten der KFZ-Hersteller entstünde bei Bertrandt ein hohes Potenzial.
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Nordex schreibt weiter Verluste
Der Windkraftturbinen-Hersteller Nordex konnte im ersten Halbjahr seinen Umsatz von 403,3 auf 421,1 Millionen Euro ausbauen. Gleichzeitig sackte das operative Ergebnis (EBIT) von plus 1,6 auf minus 13,1 Millionen Euro ab. Unter dem Strich muss Nordex einen Verlust von 23,3 Millionen Euro ausweisen (Vorjahr: minus 4,1 Millionen Euro). Auf Jahressicht bekräftigte das Unternehmen die Prognosen. Demnach sollen operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Der Umsatz soll bei 1 bis 1,1 Milliarden Euro liegen.
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Hamburger Hafen schwächelt
Im zweiten Quartal hat die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) die schwache Konjunktur sowie die Modernisierung eines Terminals zu spüren bekommen. Der Umsatz in der börsennotierten Sparte Hafenlogistik sank deshalb um 27 Millionen auf 273 Millionen Euro. Der Tausch von Unternehmensbeteiligungen mit der Deutschen Bahn sorgte jedoch unter dem Strich für ein besseres Ergebnis je Aktie. HHLA weist einen Gewinn von 0,44 Euro je Aktie aus. Der Vorstand bekräftigte seinen bereits Ende Juli reduzierten Ausblick für das Gesamtjahr.
Sky auf Wachstumskurs
Sky Deutschland konnte mit einem EBITDA von 23 Millionen Euro im zurückliegenden Quartal die Analystenerwartungen übertreffen. Daneben zog der Umsatz um 18 Prozent auf 326,7 Millionen Euro an. "Dies war ein wichtiges Quartal für Sky", erklärt Brian Sullivan, Vorsitzender des Vorstands der Sky Deutschland AG. "Wir haben eine Reihe von Meilensteinen erreicht, darunter langfristige Vereinbarungen mit den größten Film- und Serienproduzenten sowie Sportrechteinhabern, sowie das erste positive EBITDA-Ergebnis seit der Einführung der Marke Sky."
TUI verringert Verlust
Europas größter Reisekonzern TUI hat den Verlust im dritten Quartal von 41 Millionen auf drei Millionen Euro eingedämmt. Der Konzernumsatz kletterte um acht Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem moderaten Umsatzplus, während das Konzernergebnis in den positiven Bereich drehen soll.
Gewinnwarnung bei United Internet
Der Internetdienstleister United Internet kann die angepeilten Jahresgewinne nicht erreichen. Aufgrund hoher Abschreibungen auf die Tochter Sedo soll der Gewinn vor Zinsen und Steuern in diesem Jahr 200 Millionen Euro betragen. Ursprünglich ging das Management von 243 bis 281 Millionen Euro aus. Das Umsatzziel von 2,4 Milliarden Euro bleibt hingegen unangetastet. Im zweiten Quartal konnte United Internet seinen Umsatz von 511 auf 586,6 Millionen Euro ausbauen, während der Vorsteuergewinn von 110 auf 78,1 Millionen Euro gesunken
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