DAX am Mittag freundlich – E.on schraubt Gewinn kräftig nach oben: Außerdem Deutsche Wohnen, Praktiker, Porsche, Singulus und Solarworld im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt startet mit leichten Gewinnen in die neue Handelswoche. Gegen Montagmittag notiert der DAX rund 0,4 Prozent fester bei 6.970 Punkten. Am heimischen Markt rücken erneut die Quartalsbilanzen zahlreicher Unternehmen in den Mittelpunkt. Ein weiteres zentrales Thema bleibt die EU-Schuldenkrise. Immerhin ist die griechische Wirtschaft im zweiten Quartal nicht so stark geschrumpft, wie befürchtet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 6,2 Prozent zurück, während Volkswirte ein Minus von 7,0 Prozent erwartet hatten. Indes sprach sich EZB-Ratsmitglied Luc Coene gegen weitere Stützungsmaßnahmen der EZB aus. Diese nähmen den Druck von den betroffenen Ländern, notwendige Reformen einzuleiten.

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Deutsche Wohnen hebt Prognose an
Die Deutsche Wohnen hat in den ersten sechs Monaten vor allem dank eines Zukaufs aus dem Portfolio der BauBeCon kräftig zugelegt. Demnach zog der Konzerngewinn um 20 Millionen auf 36,9 Millionen Euro an. Die Funds from Operations (FFO) verbesserte sich um 15 Prozent auf 32,8 Millionen Euro. Das Unternehmen hat aufgrund der guten Geschäftsentwicklung seine Jahresprognose für den FFO auf nun 60 bis 65 Millionen Euro nach oben geschraubt. Zuvor ging das Management von einem Wert von 55 Millionen Euro aus.
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E.on verdient deutlich mehr
Der Energiekonzern E.on hat im ersten Halbjahr sein operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von 4,3 auf 6,7 Milliarden Euro ausgebaut. Beim bereinigten Konzernüberschuss konnte E.on einen Sprung von 2,4 auf 3,3 Milliarden Euro verzeichnen. Unter dem Strich standen im Berichtszeitraum 2,9 Milliarden Euro und somit rund drei Mal so viel in den Büchern wie im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT konnte E.ON auf 4,87 Milliarden Euro verdoppeln, während der Umsatz um knapp ein Viertel auf 65,4 Milliarden Euro angestiegen ist.
Porsche vor massiven Investitionen
Die Euro-Schuldenkrise macht der europäischen Automobilindustrie schwer zu schaffen. Porsche-Chef Matthias Müller sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass der Sportwagenbauer dennoch an den Jahreszielen festhalten wird. "Wir wollen mindestens 15 Prozent Umsatzrendite und 21 Prozent Kapitalrendite erwirtschaften und ein jährliches moderates Wachstum des operativen Ergebnisses schaffen." Müller kündigte zudem "erhebliche Investitionen" an. Bis 2018 wollen die Zuffenhausener mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau der Standorte stecken.
Streit bei Praktiker hält an
Der Streit um die angeschlagene Baumarktkette Praktiker spitzt sich zu. Isabella de Krassny, die rund 15 Prozent der Anteile an Praktiker kontrolliert, ist nach wie vor mit dem Kurs der Sanierung nicht einverstanden. Vor allem das Hochzinsdarlehen von US-Investor Anchroage stößt de Krassny sauer auf. „Dieser Kredit wird unter Knebelbedingungen gewährt", sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Bei geringsten Vertragsverstößen könnten die Geldgeber die gesamte Kreditsumme fällig stellen und Praktiker ruinieren. Zudem endet heute der Vertrag von Interimsvorstand Kay Hafner. Bislang konnte kein Nachfolger gefunden werden.
Nächster Auftrag für Singulus
Singulus hat im Geschäftsbereich Halbleiter einen weiteren Auftrag erhalten, wodurch sich der Bestand auf sieben Systeme erhöht. Ein Unternehmen aus dem Bereich Sensortechnik hat eine Timaris Vakuum-Beschichtungsanlage bestellt. "Damit wurden im ersten Halbjahr 2012 bereits mehr Anlagen verkauft als kumuliert in den letzten drei Geschäftsjahren", so der TecDAX-Konzern. Durch den neuen Auftrag erhöht sich der Auftragseingang auf über 20 Millionen Euro. Das Management rechnet mit weiteren Abschlüssen in den kommenden Monaten.
Solarworld bricht ein
Die Aktie von Solarworld gerät vorbörslich massiv unter Druck. Der Konzern kann das ursprünglich prognostizierte Ziel eines positiven operativen Ergebnis nicht mehr erreichen. Im ersten Halbjahr sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf minus 143,8 Millionen Euro (Vorjahr: plus von 70,5 Millionen Euro). Unter dem Strich bleibt ein Verlust von rund 160 Millionen Euro, nach plus 22,2 Millionen Euro im Vorjahr, in den Büchern hängen. Im gleichen Zeitraum ging der Umsatz um 36,6 Prozent auf 340 Millionen Euro zur
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