DAX verbessert sich im späten Handel: Außerdem Bechtle, Drillisch, Euromicron, Hannover Rück, Rheinmetall und ThyssenKrupp im Fokus
Der DAX verabschiedet sich mit Verlusten in das Wochenende. Immerhin konnte der deutsche Leitindex die Defizite im späten Handel eindämmen. Zur Schlussglocke stand ein Minus von 0,3 Prozent auf 6.945 Punkten zu Buche. Zunächst drückten schlechte Wirtschaftsdaten aus China die Stimmung. Die Exporte sind im Juli lediglich um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Vorfeld rechneten Experten mit einem Anstieg von acht Prozent. In den USA sind die Einfuhrpreise im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise für Importgüter um 0,6 Prozent.
Bechtle-Aktie: Umsatz hui, Gewinn pfui
Bechtle präsentierte Zahlen für das zweite Quartal 2012. Der Umsatz stieg überraschend an, während der Gewinn hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Analysten bleiben für den TecDAX-Titel weiterhin optimistisch. Auch die charttechnische Situation ist weiterhin positiv.
Drillisch: Gewinnanstieg im ersten Halbjahr
Wie Drillisch am Freitag mitteilte, kletterte nach vorläufigen Berechnungen der Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2012 um 4,5 Prozent auf 168 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielte das Unternehmen mit 33 Millionen Euro (+29 Prozent) einen Rekordwert. Für das Gesamtjahr rechnet Drillisch mit einem Anstieg des EBITDA auf 60 bis 61 Millionen Euro (Vj. 53 Mio.).
Euromicrion bleibt auf Wachstumskurs
Der Spezialist für Netzwerke und Glasfaserkabel Euromicron kann auf ein starkes erstes Halbjahr blicken. Dank Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen und Synergieeffekten konnte das TecDAX-Unternehmen den Umsatz und das operative Ergebnis deutlich steigern.
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Hannover Rück: Negative Auswirkungen von Finanzgeschäften
Im Zeitraum zwischen April und Juni erzielte Hannover Rück einen Gewinn von 144 Millionen Euro und somit 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Vorfeld rechneten Analysten mit einem deutlich besseren Ergebnis. Insbesondere Finanzgeschäfte machen dem MDAX-Konzern zu schaffen.
Mehr Gewinn bei Rheinmetall
Der Rüstungskonzern Rheinmetall verdiente im ersten Halbjahr unter dem Strich 84 Millionen Euro und somit 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um rund neun Prozent auf 2,25 Milliarden Euro. „Unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungenim zweiten Halbjahr nicht weiter verschlechtern, halten wir an unseren Konzernzielen für 2012 fest“, stellte Konzernchef Klaus Eberhardt mit Blick auf das Gesamtjahr fest. Rheinmetall rechnet mit einem Konzernumsatz von 4,9 Milliarden Euro. Das EBIT soll das Niveau des Vorjahres erreichen.
Massenentlassungen bei RWE
Der Energieriese RWE muss im Zuge des Atomausstiegs an der Kostenschraube drehen und das Unternehmen umbauen. Der Essener Versorger plant laut WAZ offenbar den Aufbau einer neue Konzernsparte, die für sämtliche Kohle- und Gaskraftwerke von RWE in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zuständig sein soll. Die neue Sparte soll laut WAZ zum Jahreswechsel an den Start gehen und Einsparpotenzial von jährlich 100 Millionen Euro mit sich bringen. Darüber hinaus steht der Abbau von 2.400 Arbeitsplätzen zur Disposition.
ThyssenKrupp: Besser als befürchtet
Die Zahlen des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp lesen sich auf den ersten Blick alles andere als gut: Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn brach um fast 80 Prozent auf 122 Millionen Euro ein. Doch Analysten hatten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet.
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