DAX nach ifo-Daten schwächer – Bilfinger Berger überzeugt: Außerdem Commerzbank, Deutsche Telekom, Jenoptik, SGL Group und Symrise im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Donnerstag schwächer. Gegen Mittag notiert der DAX rund 0,7 Prozent tiefer bei 6.918 Punkten. Neben einer wahren Flut an Unternehmenszahlen ist heute auch von Konjunkturseite mit Impulsen zu rechnen. So ist der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum nach zwei Anstiegen in Folge im dritten Quartal 2012 von 100,3 auf 88,9 Stellen gesunken. Am Nachmittag werden dann Neuigkeiten zum US-Arbeitsmarkt sowie Informationen zur US-Handelsbilanz verkündet.
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Bilfinger Berger überzeugt
Der Bau-Dienstleister Bilfinger Berger konkretisiert die Prognosen für das Gesamtjahr. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einer Leistung von mindestens 8,4 (Vorjahr 8,5) Milliarden Euro. Und Bilfinger Berger ist auf einem guten Weg, das zu erreichen. Im ersten Halbjahr kletterte die Leistung auf 4,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig zog der Auftragseingang um neun Prozent an. Beim Gewinn ergab sich wegen hoher Veräußerungserlöse ein Jahr zuvor allerdings ein Rückgang um 39 Prozent auf 161 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das im MDAX notierte Unternehmen mit einem EBITA von 450 bis 470 (Vorjahr: 397) Millionen Euro. Der Gewinn werde mit 265 und 275 Millionen Euro erheblich über dem Vorjahr liegen.
Commerzbank verdient deutlich weniger
Bei der Commerzbank ging der Nettogewinn im ersten Halbjahr um etwa ein Drittel auf 644 Millionen Euro. Gleichzeitig sank das operative Ergebnis um knapp 15 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. "Für das zweite Halbjahr erwarten wir weiterhin keine Stabilisierung des Marktumfelds. Wir sehen daher derzeit auch keine Anzeichen dafür, dass sich der Druck auf das operative Ergebnis reduziert", sagte Finanzvorstand Stephan Engels. Das Institut will den Verkauf weiterer Bestandteile des Portfolios forcieren. Ab sofort zeichnen die Vorstände Vorständen Ulrich Sieber und Jochen Klösges für den Abbaubereich Non Core Assets verantwortlich.
Gewinneinbruch bei SGL Group
Der Kohlenstoffspezialist SGL Group musste aufgrund der schwachen Nachfrage im Carbonfasergeschäft für das zweite Quartal einen kräftigen Gewinnrückgang ausweisen. Demnach hat sich der Überschuss von 20,1 Millionen auf 9,6 Millionen Euro mehr als halbiert. Im gleichen Zeitraum zog der Umsatz nach einer Übernahme von 361,2 Millionen auf 428,2 Millionen Euro an. SGL erwartet für 2012 ein gleichbleibendes EBIT von rund 160 Millionen Euro. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr (1,54 Milliarden Euro) zulegen. In welchem Ausmaß das geschehen soll, ließ das Unternehmen jedoch offen.
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Deutsche Telekom stagniert
Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal einen stabilen Vorsteuergewinn erzielt. Vor allem dank guter Geschäfte der Tochter T-Mobile USA konnte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit knapp 4,6 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau stabil gehalten werden. Der Konzernumsatz sank im zweiten Quartal leicht um 0,7 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Auf Jahressicht geht der Konzern nach wie vor von einem leichten Rückgang beim bereinigten EBITDA von 18,7 auf 18 Milliarden Euro aus.
Starke Zahlen von Jenoptik
Der Optoelekltronik-Konzern Jenoptik hat im ersten Halbjahr seinen operativen Gewinn (EBIT) um 8,3 Prozent auf 26 Millionen Euro gesteigert. Analysten hatten hier im Schnitt mit 25,3 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich betrug der Gewinn 18,7 Millionen Euro, nach 14,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten auf 283,8 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Technologiekonzern 256,3 Millionen Euro umgesetzt.
Gute Geschäfte bei Symrise
Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres sein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um sieben Prozent auf 174 Millionen Euro ausdehnen. Der Umsatz verbesserte sich gleichzeitig um 7,4 Prozent auf 871,6 Millionen Euro. Unter dem Strich standen rund acht Prozent mehr in den Büchern der Holzmindener. An den Jahreszielen hat Symrise nicht gerüttelt. Demnach soll sich der Umsatz 2012 um drei bis fünf Prozent erhöhen, während sich die EBITDA-Marge bei rund 20 Prozent einpendeln soll.
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