DAX schließt leicht verbessert - Commerzbank, Deutz, Facebook, Italien, Koenig & Bauer, Metro, RWE, Spanien, Siemens und ZEW-Index im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt beendet den Dienstagshandel mit leichten Gewinnen. Zur Schlussglocke notierte der DAX rund 0,2 Prozent fester bei 6.578 Punkten. Für Rückenwind sorgten einerseits die etwas über den Erwartungen liegenden Daten zum ZEW-Index sowie die positive Entwicklung an den Anleihemärkten. Am Nachmittag konnten die Daten zur US-Industrieproduktion im Juni mit einem Anstieg um 0,4 Prozent positiv überraschen. Wie erwartet stagnierten unterdessen die US-Verbraucherpreise im Juni.
Italiens Banken abgestuft, Spanien auch 2013 in der Rezession
Spanien bleibt nach Einschätzung des IWF auch 2013 in der Rezession. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht nach seinem jüngsten globalen Wirtschaftsausblick vom Montag davon aus, dass die spanische Wirtschaft im kommenden Jahr um 0,6 Prozent schrumpft; bislang hatten die IWF-Ökonomen mit einem Miniwachstum von 0,1 Prozent gerechnet. In diesem Jahr erwartet der IWF einen Rückgang des spanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,5 Prozent. Das ist im Vergleich zur April-Prognose eine leichte Verbesserung um 0,4 Prozentpunkte.
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Deutz kappt Jahresprognose
Der Kölner Motorenbauer Deutz hat vorläufige Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Zwar hat sich das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal leicht verbessert. Der Ausblick für das Gesamtjahr kann laut Deutz wegen des spürbaren Nachfragerückgangs aber nicht gehalten werden. Angepeilt war eine gleichbleibende Rendite vor
Zinsen und Steuern von sechs Prozent erwirtschaftet. Im zweiten Quartal lag das operative Ergebnis (EBIT) leicht über den 10,3 Millionen Euro des ersten Quartals. Ähnliches gilt für den Umsatz, der mit 340 Millionen Euro rund drei Millionen Euro über dem Vorquartal gelegen haben dürfte. Wegen der abgeschwächten Nachfrage hat Deutz die bisherige Jahresprognose gekappt.
Stellenabbau bei Metro
Der Handelskonzern Metro will bis spätestens 2015 rund 900 Jobs streichen. Betroffen ist hierbei auch die Zentrale in Düsseldorf. Darüber hinaus werden die Tochtergesellschaften Metro Properties, Metro Systems und Metro Logistics in die Maßnahme einbezogen. "Es ist nicht vorgesehen, Personal auf der Fläche zu reduzieren", hieß es seitens des Konzerns. Betriebsbedingte Kündigungen sollen indes vermieden werden.
Moody's stuft italienische Banken ab
Die US-Ratingagentur Moody's hat die Bewertung von 13 italienischen Finanzinstituten gesenkt. Der Schritt sei eine Folge der gesenkten Kreditwürdigkeit Italiens vom 13. Juli, teilte die Agentur am Montag mit. Moody's hatte die Bewertung von Staatsanleihen um zwei Stufen von "A3" auf "Baa2" heruntergesetzt. Die Großbanken Unicredit und Intesa SanPaolo erlitten am Montag dasselbe Schicksal wie ihr Heimatstaat. Wie bei Italien ist auch bei den Kreditinstituten der Ausblick "Negativ", das heißt mit weiteren Abstufungen muss gerechnet werden.
Commerzbank - vorbörslich stark
Die Aktie des DAX-Konzerns Commerzbank führt vorbörslich das Gewinnerfeld im DAX an. Beim Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz notiert der Titel 0,9 Prozent fester. Am anderen Ende stehen die Anteilsscheine der Lufthansa mit einem Minus von 0,3 Prozent.
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Koenig & Bauer - Flexibilität ist Trumpf
Koenig & Bauer könnten am Dienstag zu den Gewinnern im SDax zählen. Der unterfränkische Druckmaschinenbauer will mit einem neuen Arbeitszeitmodell auf den schwachen Markt in der Branche reagieren. "Wir verhandeln mit dem Betriebsrat und der IG Metall über eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten", sagte Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann dem "Handelsblatt". Außerdem sei auch ein geringer Stellenabbau geplant, sagte er. Ein Händler kommentierte: "Der Preisdruck in der wettbewerbsintensiven Druckmaschinenbranche hält an. Zudem gehen die Auftragseingänge zurück. Dies ist aber keine neue Entwicklung." Die neuartigen Maßnahmen zur Begegnung dieser Herausforderungen aber könnten nach Meinung des Börsianers die Titel von Koenig & Bauer stützen
Facebook - in die Miesen gerutscht?
Nach dem verpatzten Börsengang scheint Facebook im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht zu sein. Medien berichten, dass das Social Media Unternehmen möglicherweise einen Verlust von 350,6 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 1,15 Milliarden Dollar ausweisen muss. Im ersten Quartal hatte Facebook noch 137 Millionen Dollar verdient, der Umsatz lag bei 1,06 Milliarden Dollar. Der Verlust sei durch Auszahlungen an Mitarbeiter und Investoren - darunter Mark Zuckerberg - im Zusammenhang mit dem Börsengang zustande gekommen. Die Facebook-Aktie verlor 8,1 Prozent.
RWE - Berlin will Wasserbetriebe zurück
RWE-Aktien sollten am Dienstag nach Presseberichten im Auge behalten werden. Das Land Berlin steht laut dem "Tagesspiegel" vor dem Rückkauf des RWE-Anteils an den Wasserbetrieben. Das werde der rot-schwarze Senat am Dienstag beschließen, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise. Der Essener Energiekonzern RWE hält wie das französische Energie- und Verkehrsunternehmen Veolia 24,95 Prozent an Deutschlands größtem Wasseranbieter. Ein Börsianer bezeichnete dies allerdings als "alten Hut". RWE werde früheren Berichten zufolge 618 Millionen Euro für den Anteil bekommen. Auch in einem Artikel in der "Rheinischen Post" über weitere Stellenstreichungen sieht der Händler kaum Kurseinfluss. Vorbörslich legten RWE-Papiere etwas zu
Siemens - Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf
Berenberg sieht bei der Aktie des Technologiekonzerns Siemens noch Potenzial und stuft den Titel am Dienstag von "Halten" auf "Kaufen" hoch. Das Kursziel beträgt 85 Euro. Die Siemens-Aktie beendete den Montag bei 68,27 Euro.
ZEW-Index gibt nach
Die Konjunkturerwartungen unter den deutschen Finanzexperten haben sich im Juli erneut eingetrübt. Der entsprechende Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank zum Vormonat um 2,7 Punkte auf minus 19,6 Zähler. Immerhin: Volkswirte hatten mit einer etwas stärkeren Eintrübung auf minus 20,0 Punkte gerechnet. Vor allem bei der Beurteilung der aktuellen Lage verzeichnete das Barometer einen kräftigen Rückgang um 12,1 Punkte auf 21,1 Zähler.
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