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DAX-Gewinn schmilzt nach Griechenland-Wahl dahin: Außerdem Deutsche Post, Deutsche Telekom, Infineon, Rheinmetall, RWE und ThyssenKrupp im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt startete zunächst mit kräftigen Aufschlägen in die neue Handelswoche. Als Kurstreiber erwies sich dabei die Parlamentswahl in Griechenland. Dort zeichnet sich ein Sieg für die Eurobefürworter ab. In diesem wahrscheinlichen Fall rechnen Volkswirte mit monatelangen Nachverhandlungen über die Auslegung der EU-Hilfen und Sparprogramme in dem hochverschuldeten Staat. Aus informierten Kreisen sickerte durch, dass Griechenland die EU um einen zweijährigen Aufschub bei den Sparzielen beten möchte. EU-Direktoriumsmitglied Asmussen schob diesen Überlegungen aber postwendend einen Riegel vor, da sich somit die Kosten noch deutlich erhöhen würden. Zur Schlussglocke schmolz der Gewinn im DAX auf rund 0,3 Prozent bei 6.248 Zählern zusammen.

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Rheinmetall vor Riesenauftrag

Einem Zeitungsbericht zufolge will Saudi-Arabien 600 bis 800 Kampfpanzer des Typs "Leopard 2" ordern. Ursprünglich ging man von 200 bis 300 Einheiten aus. Mit einem Schätzwert von zehn Milliarden Euro wäre das einer der bisher größten Rüstungsaufträge für die Bundesrepublik. Der Vertrag über eine erste Tranche von rund 300 Panzern sei unterschriftsreif. Eine Bestätigung durch die Bundesregierung beziehungsweise durch die deutschen Rüstungskonzerne Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall steht allerdings noch aus. Vor allem die Opposition im Bundestag sieht Rüstungsexporte in Spannungsgebiete wie Saudi-Arabien kritisch.

Telekom erhält Großauftrag von BMW

Der Autobauer BMW hat sich für eine umfassende Zusammenarbeit mit der Telekom entschieden. Demnach sollen bis zum Jahr 2019 die etwa 50.000 Mitarbeiter des Autoherstellers das Mobilnetz der Telekom nutzen. Außerdem sieht die Vereinbarung eine Erweiterung der Zusammenarbeit auch in anderen Ländern vor. Die Mobilfunknutzung solle zudem in die Produktionsprozesse bei BMW eingebunden werden. Der Auftrag hat einen mittleren zweistelligen Millionen-Betrag als Volumen und gilt bis Ende 2019. „Wir freuen uns, dass wir uns mit Qualität in einem vom Preiskampf geprägten Markt durchsetzen konnten", so Reinhard Clemens, T-Systems-Chef und Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom.


Deutsche Post macht mobil in Asien

Die Deutsche Post will ihr Asiengeschäft deutlich ausbauen. Demnach soll der Umsatzanteil bis zum Jahr 2017 von derzeit 20 Prozent auf dann rund ein Drittel ansteigen. Gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung  erklärte Unternehmenschef Frank Appel: „Dabei gehe ich von zweistelligen Wachstumsraten im Jahr und Marktanteilsgewinnen für DHL in Asien aus." Appel bekräftigte zudem die Jahresprognosen des Logistikkonzerns, wonach das operative Ergebnis zwischen 2,5 und 2,6 Milliarden Euro liegen soll. Großübernahmen seien derzeit indes kein Thema.

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Infineon droht drastische Zahlung nach Qimonda-Pleite

Der Chiphersteller Infineon muss wegen der Pleite seiner ehemaligen Tochter womöglich fiel tiefer in die Tasche greifen als ursprünglich angenommen. So hat der Qimonda-Insolvenzverwalter vor dem Amtsgericht München seine Forderung von 1,71 auf mindestens 3,35 Milliarden Euro plus Zinsen nahezu verdoppelt. Angeblich wäre der Wert der damals eingebrachten Geschäftsbereiche nicht nur zu hoch angesetzt sondern sogar negativ gewesen. Infineon sieht Ansprüche als ungerechtfertigt an. Bis Mitte Juni haben beide Parteien Zeit, ihre Standpunkte vor Gericht darzulegen.

RWE baut kein Atomkraftwerk mehr

Der Energiekonzern RWE verzichtet auf den Bau neuer Atomkraftwerke im Ausland. Stattdessen sollen das Solargeschäft in Deutschland forciert werden. "Mögliche Kooperationen sowohl für den Bau von Solarkraftwerken als auch für den Einstieg in das Privatkundengeschäft werden momentan geprüft", sagte eine Konzernsprecherin.

Kaufinteressent für ThyssenKrupp-Werke

Der brasilianische Wettbewerber CSN soll Interesse am defizitären Stahlwerk von ThyssenKrupp in Brasilien haben. Laut ThyssenKrupp prüfe man sämtliche strategische Optionen. Auch das neu aufgebaute Werk in den USA, ebenfalls ein Milliardengrab für den DAX-Konzern, könnte verkauft werden. Der südkoreanische Mitbewerber Posco soll daran interessiert sein. ThyssenKrupp will sich künftig als Technologiekonzern aufstellen und die Abhängigkeit vom Stahlgeschäft reduzieren.

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