DAX am Mittag im Minus – Banger Blick nach Griechenland: Außerdem Deutsche Bank, EADS, E.on, KTG Agrar und Praktiker im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Mittwoch etwas schwächer. Gegen Mittag notiert der DAX rund 0,3 Prozent tiefer bei 6.141 Punkten. Gute Vorgaben kommen aus den USA und Asien sowie aus Italien, wo Regierungschef Monti erklärte, dass sein Land nicht auf fremde Finanzhilfen zurückgreifen wird. Kurz vor den Wahlen in Griechenland beschäftigt sich die EU-Komission indes mit Notfallplänen im Falle eines Ausstiegs des hochverschuldeten Landes aus der Eurozone. Neue Impulse könnten am Nachmittag von den US-Erzeugerpreisen sowie von den Einzelhandelsdaten ausgehen.
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Airbus vor neuen Milliardenauftrag
Der Flugzeugbauer Airbus wird aller Voraussicht nach einen neuen Großauftrag von der Billigfluggesellschaft Air Asia erhalten. Deren Chef Tony Fernandes gab bekannt, dass die EADS-Tochter den Auftrag über 100 Maschinen des Typs A320neo auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough verkünden will. Allerdings schränkt Fernandes ein: "Das hängt aber davon ab, ob sie mir ein gutes Angebot machen." 50 Maschinen der A320-Familie will Fernandes fest bestellen, hinzukommen sollen Kaufoptionen für weitere 50 Jets.
Energiekonzerne fordern Milliarden
Die Energieversorger fordern von der Bundesregierung Schadensersatz nach dem Atomausstieg. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung steht eine Summe von rund 15 Milliarden Euro im Raum. Davon entfallen allein auf E.on mindestens acht Milliarden Euro. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts will noch in dieser Woche die Beschwerde des Stromerzeugers an die Bundesregierung, den Bundestag sowie an zahlreiche weitere Institutionen zur Stellungnahme verschicken.
| DAX Bedingungen erfüllt |
| Deutsche Post Daumen hoch |
| E.on Versorger fordert Milliarden |
| Fresenius Börse feiert Fresenius |
Deutsche Bank wirbt um Vertrauen
Der neue Co-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Anshu Jain, hat Verständnis für das mangelnde Vertrauen der Kunden: "Man begegnet Banken heute mit Misstrauen. Das ist verständlich", sagte der Manager in Berlin. Die Risiken, die die Banken in der Krise eingegangen sind, wären demnach zu hoch gewesen. "Wir haben unsere Risiken reduziert und unsere Kapitalausstattung verbessert." Jain rechnet damit, dass Europa gestärkt aus der gegenwärtigen Krise hervorgehen wird. Eine Erhöhung der Staatsausgaben wäre dabei aber der falsche Weg.
KTG Agrar plant IPO der Energiesparte
Das Landwirtschaftsunternehmen KTG Agrar will seine Energiesparte an die Börse bringen. Hierbei erhofft sich der Konzern einen Erlös von bis zu 37,3 Millionen Euro. Das Geld soll der Wachstumsfinanzierung dienen. Die Zeichnungsfrist für die 2,7 Millionen Aktie zum Festpreis von 13,80 Euro läuft vom 13. bis zum 26. Juni. Die Erstnotiz im Open Market ist für den 29. Juni vorgesehen.
Punktsieg für Praktiker
Hinter den Kulissen der angeschlagenen Baumarktkette tobt ein Machtkampf zwischen Aufsichtsrat und Großaktionär. Jetzt hat sich das Amtsgericht Saarbrücken eingeschaltet und in einem wichtigen Punkt für Praktiker entschieden. Eigentlich wollte Großaktionär Maseltov auf der kommenden Hauptversammlung sowohl den Aufsichtsrat abberufen, als auch den Vorstand stürzen. Doch dagegen hat sich Praktiker gewehrt. Vorerst mit Erfolg. Hatte sich zunächst Praktiker dagegen gesperrt, Neuwahlen auf die Tagesordnung zu setzen, gab das Amtsgericht Saarbrücken dem Konzern jetzt recht.
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