DAX gibt am Nachmittag rund zwei Prozent ab: Außerdem BMW, Deutsche Euroshop, EADS, Fraport, Fresenius und Volkswagen im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt startete am Montag zunächst mit satten Gewinnen von rund zwei Prozent in den Handel. Am Nachmittag schmolzen die Gewinne dann aber bis auf ein kleines Plus von 0,2 Prozent dahin. Zentrales Thema zu Wochenbeginn bleibt die prekäre Lage der Banken in Spanien. Auch Zypern kommt nach eigenen Angaben ohne EU-Hilfen nicht mehr aus. Eine mögliche Folge des spanischen Hilfsantrags ist ein Anstieg des deutschen Ausfallrisikos bei der Euro-Rettung über EFSF. Denn in diesem Fall würde Spanien als Kreditgeber ausfallen, die Last würde auf die anderen Länder verteilt werdeb. Anders wäre das bei den ESM-Programm, an dem sich alle Euro-Staaten beteiligen müssen. Finanzminister Schäuble drängt daher auf ESM-Hilfen für die Iberer.
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Neuer Absatzrekord für BMW
Der Autobauer BMW hat im Mai mit insgesamt knapp 157.000 verkauften Autos (plus 6,4 Prozent) einen neuen Rekord erzielt. Auf Sicht von fünf Monaten kletterte der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um gut 9 Prozent auf 728.000 Autos. Vertriebschef Ian Robertson verwies auf das gute Produktportfolio. Die neuen Modelle wie der BMW 6er Gran Coupé oder der neue 7er sollten die Verkäufe seiner Meinung nach weiter ankurbeln. Auch auf Jahressicht peilt BMW einen neuen Absatzrekord an.
Deutsche Euroshop liegt im Plan
Gut angelaufen ist das Geschäft bei der Deutschen Euroshop. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte Vorstandssprecher Claus-Matthias Böge: "Nach dem bisherigen Verlauf des Geschäfts könnten wir einen Schnaps über den Planzahlen liegen." Im laufenden Jahr peilt das Unternehmen einen zehnprozentigen Anstieg sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn an. Hintergrund des florierenden Geschäfts ist in erster Linie die erfreuliche Entwicklung bei der Vermietung von Einkaufszentren und von der Konsumfreude der Bürger.
EADS-Tochter Airbus bekräftigt Prognose
Trotz des schwierigen Umfelds in der Luftfahrtbranche bestätigt der europäische Flugzeugbauer Airbus seine Absatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. An die Verkaufszahlen des Vorjahres (rund 1.400 Maschinen) wird die EADS-Tochter aber nicht annähernd herankommen. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Absatz von 600 bis 650 Flugzeugen. "Ohne Zweifel wird 2012 schwieriger als 2011, insbesondere mit Blick auf die Gesundheit einiger Airlines und die Bestellungen", erklärte Airbus-Vorstand John Leahy. Der Verkaufsrekord des vergangen Jahres sei auf absehbare Zeit nicht mehr zu erreichen.
| Euro Euro am Ende? |
| EADS Airbus bekräftigt Jahresziel |
| Celesio Commerzbank erstaunlich optimistisch |
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Salzgitter |
Fraport zieht sich aus Indien zurück
Der Flughafenbetreiber Fraport will sich aus Indien zurückziehen. Die Beteiligung an dem Flughafen in Dehli soll möglichst in der ersten Hälfte des kommenden Jahres veräußert werden. „Wir haben über diese Beteiligung nachgedacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Minderheitsrolle, die wir dort einnehmen, nicht zu unserer strategischen Ausrichtung passt", sagte ein Fraport-Sprecher der Börsen-Zeitung. Auch das Vertriebsbüro in Indien will der Konzern aufgeben. Fraport hatte damit gerechnet, dass es zu weiteren Privatisierungen in Indien kommt. Doch diese bleiben offensichtlich aus.
Fresenius hebt Prognose an
Der Medizinkonzern Fresenius hat die Prognose für das Gesamtjahr 2012 erneut erhöht. Besonders gut laufen derzeit die Geschäfte mit klinische Ernährung und Infusionstherapien. In diesem Geschäftsbereich ist die Fresenius Tochter Kabi tätig. Das Konzernergebnis wird in diesem Jahr voraussichtlich um 14 bis 16 Prozent steigen, statt die prognostizierten zwölf bis 15 Prozent. Hierbei sind die positiven Effekte der angekündigten Übernahme der Rhön-Klinium noch nicht berücksichtigt.
Volkswagen hebt Wachstumsziel für China
Der Autobauer Volkswagen will in China kräftig expandieren. "Bis 2018 werden wir unsere Produktionskapazität im Land auf vier Millionen Fahrzeuge erhöhen", sagte Bereichschef Jochem Heizmann gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus. Zuletzt setzten die Wolfsburger ihre Messlatte auf drei Millionen verkaufte Fahrzeuge bis 2014. Heizmann betonte den Stellenwert Chinas für den Autobauer. Demnach werde das Reich der Mitte für den Konzern "der größte und bedeutendste Absatzmarkt" bleiben. Im vergangenen Jahr wurden dort etwa 2,3 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.
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