DAX schließt unter der Marke von 6.000 Punkten: Außerdem Autobauer, BASF, Bayer, E.on, Lufthansa, Nordex und Volkswagen im Fokus
Sorgen um die Entwicklung im Euroraum und um eine Abschwächung der Konjunktur lassen den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt unter die Marke von 6.000 Punkten fallen. Zur Schlussglocke notierte der DAX rund 1,2 tiefer bei 5.978 Punkten. Schwächer als erwartet fielen indes im April die US-Industrieaufträge aus. Im Monatsvergleich sank das Auftragsvolumen um 0,6 Prozent, während Volkswirte mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet hatten. US-Industrieaufträgen für Impulse sorgen. Weiterhin steht die Krise im Euroraum im Blickpunkt der Anleger. Bei den umstrittenen Eurobonds mehren sich die Signale aus Berlin, wonach die Regierung ihren Widerstand aufgeben könnte.
Deutsche Autobauer steigern US-Absatz
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Die Vereinigten Staaten sind für die deutschen Autobauer ein extrem wichtiger Absatzmarkt. Das unterstreichen einmal mehr die am Freitag vorgelegten US-Absatzzahlen für Mai. BMW hat im Mai 28.321 Fahrzeuge der Marken BMW und Mini auf die amerikanischen Highways gebracht - ein Plus von 7,1 Prozent. Daimler hat seinen Absatz im Mai gleichzeitig um 19,2 Prozent auf 22.515 Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz gesteigert. Inklusive des Kleinstwagens Smart und der Sprinter-Modelle erhöhten sich die Verkäufe sogar um 24,4 Prozent auf 25.259 Autos. Noch besser lief es für die Konkurrenz aus Wolfsburg. So stieg der Absatz um 28 Prozent auf 38.657 Fahrzeuge. Besonders erfolgreich ist VW mit seinem speziell auf die USA zugeschnittenen Passat.
BASF investiert Milliarden in Schwellenländern
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will auch in Zukunft in den Schwellenländern wachsen. Hierfür planen die Ludwigshafener zwischen 2011 und 2015 weltweit Investitionen von rund 15 Milliarden Euro, um das Wachstum weiter voranzutreiben. BASF-Vorstand Michael Heinz betonte im Gespräch mit dem Tagesspiegel: „Davon werden 30 bis 40 Prozent auf Schwellenländer entfallen". Von 2016 bis 2020 sollten von den geplanten Investitionen von 15 bis 20 Milliarden Euro sogar 35 bis 45 Prozent in die Schwellenländer fließen. Damit könnte sich der DAX-Konzern auch gegen Nachfrageeinbrüche in Europa. Bereits jetzt kämen die großen Zuwächse nicht aus Europa, sondern aus Asien und Lateinamerika. "So stehen wir auf mehreren Beinen und sind trotz der Schuldenkrise zuversichtlich", erklärte Heinz.
Forschungserfolge bei Bayer
Der Pharmakonzern Bayer hat in der Phase-III-Studie mit den Medikamenten Regorafenib und Alpharadin Fortschritte erzielt. In beiden Fällen konnte die Überlebenszeit der Patientn verlängert werden. Für Regorafenib, das bei Tumoren im Magen-Darmtrakt Verwendung finden kann, wurde bereits die Zulassung bei der FDA und der EMA beantragt. Bei Alpharadin, das Patienten mit Prostatakarzinom und Knochenmetastasen helfen soll, hat die US-Behörde FDA das vereinfachte Zulassungsverfahren genehmigt.
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Neuausrichtung bei E.on
Der Energieversorger E.on will sein Geschäft künftig stärker auf seine Regionalversorger Avacon, E.on Bayern, E.on edis und E.on Hanse konzentrieren. Nach Angaben von Dow Jones Newswires strebt der Konzern für die Töchter E.on Mitte und E.on Thüringer Energie sowie E.on Westfalen Weser einen Teilverkauf an die jeweiligen kommunalen Partner an. Wie der Konzern mitteilte, sollen die vier großen Regionalversorger als "schlagkräftiger Verbund" insbesondere mit einem beschleunigten Ausbau der Netze und der dezentralen Erzeugung die Energiewende vorantreiben.
Lufthansa vor weiteren Spartenverkäufen
Nach Angaben der Financial Times Deutschland will sich die Lufthansa von ihrer Cateringtochter LSG Sky Chefs trennen. Darüber hinaus sucht Europas größte Airline auch einen Käufer für den Bereich IT Services. Bei LSG soll bis spätestens 2013 in einem ersten Schritt ein Paket von bis zu 49 Prozent an einen strategischen Partner, bevorzugt aus der Cateringbranche, abgegeben werden. Konkurrierende Bordverpfleger sind laut Lufthansa-Chef Franz bis zu 30 Prozent billiger als LSG. Bei der Tochter Australien Airlines (AUA) haben indes rund zehn Prozent der Piloten und Flugbegleiter (341 insgesamt in beiden Sparten) das Sonderkündigungsrecht im Zuge des Betriebsübergangs zur Tyrolean Airways genutzt.
Großauftrag für Nordex
Der Windanlagenbauer Nordex darf sich über einen Großauftrag für einen 47,5 Megawatt-Windpark aus der Türkei freuen. Nach Konzernangaben sollen 19 Anlagen des Typs N100/2500 an die Boydak Holding gehen.
Volkswagen besetzt Führungsebene neu
Der Autobauer Volkswagen baut die Führungsspitze bei der Tochter Audi sowie in der LKW-Sparte um. Zudem soll Jochem Heizmann, bislang Chef der Nutzfahrzeugsparte, künftig die Geschicke für das China-Geschäft lenken. Gleichzeitig übernimmt MAN-Vostandssprecher Georg Pachta-Reyhofen das Industriegeschäft mit Motoren bei den Wolfsburgern. Bei der Tochter Audi beerbt der bisherige Bentley- und Bugatti-Chef Wolfgang Dürheimer den bisherigen Leiter Michael Dick an der Spitze des Entwicklungsressorts. Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer wird durch VW-Marketingchef Luca de Meo Platz ersetzt. Weitere Veränderung stehen im Einkauf an.
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