EU-Entscheidung sorgt lediglich für kurzes Strohfeuer im DAX: Außerdem BASF, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Lufthansa und Metro im Fokus
Neben schwachen Vorgaben aus den Vereinigten Staaten sowie aus Asien sorgten einmal mehr die Probleme in Europa für schlechte Stimmung unter den Investoren. Diese konnte am Nachmittag zwar kurzfristig etwas aufgelockert werden, nachdem die EU-Kommission den europäischen Stabilisierungsfonds ESM zur direkten Rekapitalisierung angeschlagener Banken einzusetzen erwägt. Mehr als ein kurzes Strohfeuer war der Kurssprung um rund 100 DAX-Punkte aber nicht. Zur Schlussglocke notierte der DAX rund 1,8 Prozent tiefer bei 6.281 Punkten. Indes droht der Wachstumsmotor China zu stottern. Hintergrund ist eine Meldung, wonach der Staat keine massiven Hilfen zum Anschieben der Wirtschaft leisten will. Positive Neuigkeiten gibt es ausnahmsweise zum Thema Griechenland. Demnach sollen die griechischen Banken wieder zu den Refinanzierungsgeschäften der Europäischen Zentralbank (EZB) zugelassen werden.
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BASF moniert Asien-Geschäft
Der Chemiekonzern BASF sorgt sich um die Entwicklung seines Asien-Geschäfts: "Asien zeigt nicht die Dynamik, die man erwarten könnte", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller. Im Interview mit der FAZ erklärte er, dass die Region "verletzlicher" werde.
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Daimler baut Versicherungsgeschäft aus
Der deutsche Autobauer Daimler wird sich künftig verstärkt dem Geschäft mit KFZ-Versicherungen widmen. Demnach möchten die Schwaben unter anderem eine Haftpflicht für gebrauchte Mercedes und Smart anbieten. Insgesamt liefert der Konzern aktuell etwa 20 Prozent aller neuen Mercedes bereits mit dem passenden Versicherungsschutz aus.
Deutscher Bank drohen Probleme bei BHF-Verkauf
Probleme bei der Private-Equity-Gesellschaft RHJ International könnten den geplanten Verkauf der Deutschen Bank-Tochter BHF scheitern lassen. Nach Angaben der Financial Times Deutschland wird RHJ von einigen Aktionären unter Druck gesetzt, sich in kleinere Größen zu unterteilen und ihre Unternehmensteile einzeln auszugliedern. Dies würde vor allem Kleinwort Benson betreffen. "Der beste Weg für die Aktionäre ist eine Zerschlagung von RHJ, und sie beginnt mit der Zahlung einer Sonderdividende", sagte Daniel Tafur, Vorstand im Investitionsgeschäft beim Hedgefonds Equilibria.
Deutsche Börse kauft eigene Aktien zurück
Die Deutsche Börse plant einen Aktienrückkauf im Volumen von rund 100 Millionen Euro. Die Anteile möchte der Börsenplatzbetreiber bis spätestens Ende Juli erwerben. Im laufenden Jahr sollen insgesamt bis zu 200 Millionen Euro eigener Papiere übernommen werden. Der Kaufpreis für die zurückzukaufenden Aktien darf den Mittelwert des Aktienkurses der letzten fünf Handelstage vor der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb nicht um mehr als zehn Prozent über- oder unterschreiten.
Lufthansa spart beim Catering
Die Lufthansa setzt ihre Sparanstrengungen unvermindert fort. Nach Konzernangaben könnten bei der Cateringtochter LSG Sky Chefs zahlreiche Stellen dem Rotstift zum Opfer fallen. Nach Angaben der FAZ sollen an zehn deutschen Standorten rund 1.000 Vollzeitstellen gestrichen werden. Weiter soll das Unternehmen der Arbeitnehmerseite einen Plan vorgelegt haben, wonach allein in Frankfurt bis zu 600 Vollzeitstellen wegfallen könnten. Bei der Gruppe LSG Sky Chefs sind insgesamt über 28.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Metro stößt England-Geschäft ab
. Die Briten legen 15,8 Millionen Pfund auf den Tisch und übertragen desweiteren 9,99 Prozent des gegenwärtig ausgegebenen Aktienkapitals an die Metro. Das Gesamtvolumen der Transaktion würde demnach bei etwa 140 Millionen Pfund liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der operative Verlust bei Makro auf 42 Millionen Pfund aufgetürmt – bei einem Umsatz von 766 Millionen Pfund.
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