DAX legt am Nachmittag weiter zu: Außerdem Deutsche Post, Derby Cycle, Dürr, EADS, Fuchs Petrolub und Praktiker im Fokus
Trotz eines schwächer als erwartet ausgefallenen US-Verbrauchervertrauen konnte der DAX am Dienstagnachmittag seine Gewinne ausbauen. Zur Schlussglocke notierte der DAX rund 1,2 Prozent fester bei 6.397 Punkten. Auch nach Pfingsten beherrscht die Staatsschuldenkrise in Europa die Märkte. Der Blick richtet sich vor allem auf Spanien. Die hochverschuldeten Iberer müssen für ihre langlaufenden Staatsanleihen höhere Renditen bieten. Aktuell ist der Satz für zehnjährige Schuldtitel auf 6,42 Prozent angestiegen. Sorgen bereitet zudem der spanische Einzelhandel. Hier gingen die Umsätze im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,3 Prozent zurück. Positive Signale kommen hingegen aus China, wo sich die Zeichen mehren, dass die Regierung weitere Maßnahmen zur Stützung der Volkswirtschaft ergreifen will.
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Derby Cycle vor Squeeze-out
Die niederländische Pon Holdings kann den Fahrradhersteller Derby Cycle endgültig von der Börse nehmen. Nachdem zuvor festgelegt wurde, dass das deutsche Unternehmen für die Dauer von 18 Monaten nach der Bekanntgabe des Übernahmeangebots von Pon ihre Eigenständigkeit und Börsennotierung behält, hat der Vorstand der Derby Cycle AG nun beschlossen, dass der Hauptaktionär Pon Holding Germany GmbH bereits vor dem Ablauf der vereinbarten Frist die Übertragung der Anteile der Minderheitsaktionäre verlangen kann.
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Deutsche Post muss weniger zahlen
Nicht die geforderten 500 Millionen Euro sondern lediglich 298 Millionen Euro muss die Post aufgrund des Streits um staatliche Beihilfen bezahlen. Die Bonner sollen laut Bundesregierung diese Summe inklusive Zinsen begleichen. Zuvor hat die EU-Kommission dem Ex-Monopolisten ungerechtfertigte staatliche Beihilfen in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro unterstellt. Die Post hatte bereits im April gegen die Rückzahlung Klage eingereicht.
Dürr erwartet starkes Wachstum
Der Lackieranlagenspezialist Dürr sieht sich auf einem guten Weg: „Wir wachsen stärker als der Markt", erklärte Vorstandsvorsitzender Ralf Dieter gegenüber der Börsen-Zeitung. Zudem sei "kein Rückgang der Investitionstätigkeit in der Branche" zu erkennen. Die Chancen für sein Unternehmen seien daher "sehr positiv". Hinsichtlich der Jahresziele sieht Dieter aber keinen Korrekturbedarf: "Wir sind konservativ und warten lieber das zweite Quartal ab, weil wir dann klarer sehen."
EADS will Staatsquote zurückfahren
Der europäische Gemeinschaftskonzern EADS will seine Aktionärsstruktur anpassen. Wie der designierte Firmenlenker Tom Enders gegenüber der Bild am Sonntag erklärte, will der Konzern die Staatsbeteiligungen zurückfahren. Demnach möchte EADS "normale Eigentümerstrukturen" erreichen, „in der staatliche Aktionäre keine Rolle spielen." Darüber hinaus peilt Enders eine Erhöhung der Ertragsfähigkeit an, die mit einer Expansion ins Ausland einhergehen soll.
Fuchs-Großaktionär vor Absprung
Die saudi-arabische Alhamrani Group will sich von seinem Anteil am Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub trennen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters möchte das Konglomerat seinen Anteil von rund zwei Dritteln verkaufen. Der Erlös wird auf bis zu 500 Millionen Dollar geschätzt. Als mögliche Kaufinteressenten kommen hauptsächlich Finanzinvestoren aus der Region in Betracht.
Praktiker setzt auf Max Bahr
Praktiker setzt künftig im Rahmen des Restrukturierungsprogramms auf eine Zwei-Marken-Strategie. Im Inland setzt die angeschlagene Baumarktkette vor allem auf die Marke Max Bahr. Demnach soll bis Ende 2013 die Anzahl der Max-Bahr-Filialen von rund 80 auf etwa 200 Stück ausgebaut werden. Etwa 125 der 234 Praktiker-Filialen sollen zu diesem Zweck auf die höher positionierte Schwestermarke umgerüstet werden. Die Investitionskosten beziffert der Konzern auf einen "niedrigen dreistelligen Millionenbereich". Die Marke Praktiker soll mit bis zu 100 Standorten weitergeführt.
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