DAX am Mittag klar im Plus – Starke Zahlen von Commerzbank-Tochter: Außerdem Dürr, MTU Aeroengines, Puma, SAP und Siemens im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt legt am Mittwoch weiter zu. Gegen Mittag notiert der DAX rund 1,3 Prozent höher bei 6.675 Punkten. In Deutschland präsentieren heute erneut eine Reihe von Unternehmen ihre Quartalsergebnisse. Am Nachmittag dürften die Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA für Belebung sorgen. Im Fokus steht darüber hinaus die Sitzung der Federal Reserve Bank. Am Markt rechnet man mit einer Beibehaltung des niedrigen Zinsniveaus von 0,00 bis 0,25 Prozent.
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Gewinnsprung bei comdirect
Die Direktbanktochter der Commerzbank, comdirect, hat ihren Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert und mehr verdient als von Analysten erwartet. Die Tochter der Commerzbank, die aktuell knapp 80 Prozent de Anteile hält, steigerte den Vorsteuergewinn im ersten Quartal um 18 Prozent auf 29,2 Millionen Euro. Damit wurden auch die Prognosen der Analysten knapp übertroffen, die im Durchschnitt nur mit 26,7 Millionen Euro gerechnet hatten. Comdirect-Chef Torsten Reitmeyer erklärte: „Auch für 2012 wollen wir wieder ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wertzuwachs, Wachstum und Profitabilität gewährleisten."
Dürr überzeugt mit Zahlen
Der Dürr-Konzern hat im ersten Quartal 2012 seinen Umsatz um 57 Prozent auf 562,4 Millionen Euro ausgebaut. Das operative Ergebnis hat sich auf 29,6 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der Auftragseingang legte im Auftaktquartal um 22 Prozent auf 679,1 Millionen Euro zu. Damit ergibt sich zum 31. März ein Auftragsbestand von 2,25 Milliarden Euro. Die Konzernführung bleibt angesichts der positiven Ergebnisse optimistisch und erwartet für das Gesamtjahr weiterhin einen Auftragseingang und Umsatz von jeweils über zwei Milliarden Euro.
Höherer Gewinn beim MTU Aeroengines
Der Triebwerkshersteller MTU Aero konnte im ersten Quartal seinen Umsatz um fünf Prozent auf 698 Millionen Euro ausbauen, während der Nettogewinn um mehr als 60 Prozent auf 54 Millionen Euro angestiegen ist. Im laufenden Jahr peilt der Vorstand unverändert ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einen Anstieg beim bereinigten Nettogewinn um zehn und zwölf Prozent an. Das bereinigte EBIT soll um acht bis zehn Prozent wachsen.
Gewinnrückgang bei Puma
Der Sportartikelhersteller Puma konnte im ersten Quartal ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 821 Millionen Euro verzeichnen. Während sich die Erlöse in der Eurozone stabil hielten, mussten die Herzogenauracher in der Region EMEA Einbußen in Höhe von 1,7 Prozent ausweisen. Gleichzeitig fiel das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 8,1 Prozent auf 102 Millionen Euro zurück, während der Nettogewinn um knapp fünf Prozent auf 74 Millionen Euro gesunken ist. Neben der Kaufzurückhaltung in Europa machten sich vor allem die höheren Beschaffungskosten negativ bemerkbar. Die Rohertragsmarge fiel unterdessen um 120 Basispunkte auf 51,2 Prozent. Auf Jahressicht rechnen die Franken nach wie vor mit einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich, während der Konzerngewinn im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen soll.
| Delticom Sehr schwacher Start |
| K+S Deutsche Bank würde verkaufen |
| Puma Puma noch im Winterschlaf |
| Siemens Schock |
SAP steigert Nettogewinn
Der Softwarekonzern SAP konnte seinen bereinigten Nettogewinn im Auftaktquartal um zehn Prozent auf 583 Millionen Euro steigern. Die Softwareerlöse zogen um vier Prozent an. Gleichzeitig verbesserte sich der Cashflow um gut ein Drittel auf rund zwei Milliarden Euro. "Wir sehen eine hohe Wachstumsdynamik bei unserer In-Memory-Plattform SAP HANA, bei Cloud- und bei mobilen Lösungen sowie bei Kernanwendungen und Analytics", sagten die beiden Vorstandssprecher Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe. Im Gesamtjahr ist ein Umsatzwachstum von zehn bis zwölf Prozent angepeilt, das Betriebsergebnis soll von 4,71 auf 5,05 und 5,25 Milliarden Euro wachsen.
Gewinnwarnung bei Siemens
Der Elektrokonzern Siemens hat seine Gewinnziele für das laufende Jahr reduziert. Das Management begründete dies mit Problemen im Windkraftgeschäft sowie hohen Abschreibungen auf seine Telefonnetztochter NSN. Demnach soll anstelle eines Gewinns von sechs Milliarden Euro aus dem fortgeführten Geschäft nur noch ein Überschuss in Höhe von 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Im ersten Quartal zog indes der Umsatz von 17,84 Milliarden auf 19,23 Milliarden Euro an. Unter dem Strich blieben von 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr nur noch 1,02 Milliarden Euro hängen.
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