Europa-Sorgen lassen DAX abstürzen: BASF, BMW, Deutsche Bank, E.on, Lufthansa, Sky Deutschland und Volkswagen im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt startet mit herben Verlusten in die neue Handelswoche. Zur Schlussglocke notiert der DAX rund 3,3 Prozent tiefer bei 6.527 Punkten. Im Fokus steht heute vor allem Frankreich. Der regierende Präsident Nicolas Sarkozy war in einem ersten Wahlgang seinem Herausforderer François Hollande unterlegen, darf aber dennoch in einer Stichwahl auf eine weitere Amtsperiode hoffen. Außerdem hat der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte bei Königin Beatrix den Rücktritt seiner Regierung eingereicht. Belastend wirken sich zudem enttäuschende Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und Deutschland sowie schwache Wirtschaftsdaten aus Spanien aus.
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BASF peilt Zukäufe an
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will weiter extern wachsen: Laut Konzernchef Kurt Bock soll die Vormachtstellung im Chemiegeschäft weiterhin gehalten oder sogar ausgebaut werden: „Ja, es wird auch künftig Akquisitionen geben. Mit Zukäufen in der Größenordnung von drei bis fünf Milliarden Euro haben wir da ganz gute Erfahrungen gemacht," so Bock gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
BMW expandiert in China
Auf der Automesse in Peking zeigte sich BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson optimistisch im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung in China. Trotz einer leichten Abkühlung will der Münchner Autobauer 2012 in China ein "zweistelliges Wachstum" erzielen. Während sich der Premiummarkt rückläufig entwickelt, dürften vor allem kleinere Modelle in der Gunst der Kunden steigen. Auf der Messe stellt BMW eine Langversion des 3er-BMW vor. Im laufenden Jahr soll die Zahl der Niederlassungen in China indes auf 350 ansteigen.
Actavis belastet Deutsche Bank
Die Deutsche Bank muss nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg im ersten Quartal rund 400 Millionen Euro auf ihre Beteiligung am hoch verschuldeten Generikahersteller Actavis abschreiben. Für die Schweizer steht mit dem US-Generikahersteller Watson Pharmaceuticals bereits ein Käufer fest. Die Amerikaner legen voraussichtlich 4,5 Milliarden Euro auf den Tisch und somit etwas weniger als den ursprünglichen Kaufpreis in Höhe von 4,7 Milliarden Euro.
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E.on will in Brasilien wachsen
Der Energiekonzern E.on will nach Informationen der Financial Times Deutschland in die Gasförderung in Brasilien einsteigen. E.on-Chef Johannes Teyssen erklärte nach der Entdeckung neuer Vorkommen: "Wir werden uns die Einladung von Eike Batista anschauen, ob wir auch auf diesem Feld als ergänzende Aktivität zusammenkommen können." Insgesamt will E.on voraussichtlich jährlich einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag in Brasilien investieren.
Lufthansa stutzt Passagiergeschäft zurecht
Die Deutsche Lufthansa treibt ihr Sparprogramm Score mit aller Macht voran. Nach Angaben des Konzerns sollen allein im Passagiergeschäft 900 Millionen Euro eingespart werden. Davon sollen 600 Millionen Euro durch Kostensenkungen und 300 Millionen Euro durch Erlössteigerungen erreicht werden. Passagier-Vorstand Carsten Spohr erläuterte in einem Brief an die Mitarbeiter, dass die Flotte in den nächsten drei Jahren nicht mehr wachsen soll. In diesem Zeitraum (geplantes Sparvolumen: 1,5 Milliarden Euro) soll zudem das komplette Geschäft außerhalb der großen Drehkreuze München und Frankfurt mit der Billigtochter Germanwings zusammengelegt und Strecken gestrichen werden. Zudem nimmt Europas größte Airline auf vielen Langstreckenflügen die First Class aus dem Programm.
Sky geht auf Wettbewerber zu
Der Bezahlsender Sky Deutschland will laut Euro am Sonntag die Live-Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga auf breiter Front verwerten. Demnach möchte der Sender nicht nur der Deutschen Telekom, sondern auch anderen Anbietern wie Vodafone, O2 oder dem Medienkonzern Axel Springer verschiedene Angebote für IPTV-, Mobilfunk- und Internet-Verwertungen machen. Dabei solle es auch um komplett von Sky produzierte Programminhalte gehen.
VW baut neues Werk in China
Der Autobauer Volkswagen (VW) will ein weiteres Werk in China bauen. Im neuen Standort im Westen Chinas sollen jährlich 50.000 Autos produziert werden. Das Investitionsvolumen liegt den Wolfsburgern zufolge bei rund 170 Millionen Euro. "Wir erwarten künftig in Chinas ländlichen Regionen ein starkes Wachstum. Eine besondere Rolle spielt dabei der Westen des Landes", sagte Karl-Thomas Neumann, Chef der Landesgesellschaft von Volkswagen.
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