DAX fällt unter 7.000: Außerdem E.on, Hornbach, Lanxess, SGL Carbon und Solarworld im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt muss am Donnerstag Verluste hinnehmen. Gegen Mittag notiert der DAX rund 1,5 Prozent tiefer bei 6.968 Punkten. Vor allem enttäuschende Daten zu den Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone sorgten für Verunsicherung. Zudem belasten negative Konjunkturdaten aus China die Stimmung der Anleger. Im Reich der Mitte ist ein viel beachteter Einkaufsmanagerindex auf ein Viermonatstief gesunken. Erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt, ihr Euro-Notprogramm zu beenden. Medienberichten zufolge soll der Kauf von Pfandbriefen eingestellt werden.
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Hornbach profitiert vom Bauboom
Die Bau- und Gartenmarktgruppe Hornbach blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende Februar) zurück. Demnach zog der Konzernumsatz um 6,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro an: "Die rekordhohe Beschäftigung, eine gute Konsumstimmung und Niedrigzinsen beflügeln den Wohnungsbau", erklärte Konzernchef Albrecht Hornbach. Vor allem der der Teilkonzern Baustoff profitierte von der starken Entwicklung im Wohnungsbau und legte um fast zwölf Prozent zu. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 erwartet Hornbach einen steigenden operativen Gewinn auf Konzernbasis.
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Lanxess verdient weniger
Der Spezialchemiekonzern Lanxess musste aufgrund von Sonderaufwendungen einen Rückgang beim Nachsteuerergebnis im vierten Quartal von rund 26 auf nunmehr 5 Millionen Euro hinnehmen. Die Jahresziele eines bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) von 1,15 Milliarden Euro (plus knapp ein Viertel), konnten dennoch erreicht werden. Außerdem kletterte der Umsatz um 23 Prozent auf 8,78 Milliarden Euro. Für das erste Quartal 2012 stellte Lanxess ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 330 bis 350 Millionen Euro in Aussicht.
SGL Carbon zahlt erstmals seit 1997 Dividende
Der Graphitspezialist SGL Carbon hat 2011 seinen Umsatz um knapp zwölf Prozent auf 1,54 Milliarden Euro gesteigert. Gleichzeitig zog das operative Ergebnis (EBIT) um 29 Prozent auf 165,5 Millionen Euro an. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung winkt den Aktionären erstmals seit 1997 wieder eine Dividende in Höhe von 20 Cent je Anteilsschein. Für das laufende Jahr bleibt das Management aber vorsichtig.
Solarworld büßt weiter ein
Solarworld hat heute die bereits vor einem Monat vorgelegten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 bestätigt. Der Umsatz reduzierte sich um 20 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro, dabei wurde ein Verlust von knapp 300 Millionen Euro eingefahren. Der operative Verlust lag bei 233 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2012 sieht Vorstandschef Frank Asbeck weiter hohe Risiken, die aber beherrschbar seien. Weiterhin sei mit sinkenden Preisen zu rechnen. Vor diesem Hintergrund sei das Umsatzniveau des Vorjahres nicht zu erreichen, das Ziel sei es aber, zumindest operativ wieder die Gewinnzone zu erreichen. Im Jahr 2013 strebt Solarworld dann wieder Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis an, so Asbeck weiter.
E.on droht Ärger mit der Bahn
E.on droht juristischer Ärger mit der Deutschen Bahn. Der Energieversorger muss einem Gerichtsbeschluss zufolge seine alten Kohlekraftwerke in Datteln und Herne bis Ende 2012 abschalten. Die Bahn bezieht bisher laut E.on rund 20 Prozent ihres Stroms aus Datteln und fürchtet nun Stromengpässe im Zugbetrieb. E.on müsse seine Lieferverträge mit E.on einhalten.
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