DAX am Nachmittag verbessert: Außerdem Adidas, Deutsche Post, EADS, Grammer, Lufthansa, ProSiebenSat.1 und Xing im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt startet nahezu unverändert in die neue Handelswoche. Vor allem an Nachmittag zeigte sich der DAX etwas verbessert, so dass die Verluste aus dem frühen Handel fast komplett abgebaut werden konnten. Insgesamt erlebten die Investoren einen ruhigen Handelstag, da es heute an kursbewegenden Meldungen fehlte. Auch von konjunktureller Seite stehen heute keine wichtigen Marktdaten auf der Agenda. Indes hat Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker Fehler bei der Aufarbeitung der Schuldenkrise in Griechenland Fehler eingeräumt. Der Fokus lag seiner Ansicht nach zu sehr auf die Sanierung des Staatshaushalts: "Ich denke, wir haben dem Aspekt des Wachstums nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt."
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Adidas baut Golfgeschäft aus
Der Sportartikelhersteller verstärkt sich mit der Übernahme des US-Golfspezialisten Adams Golf. Die Herzogenauracher legen rund 53 Millionen Euro in bar auf den Tisch (10,80 Dollar je Aktie). Die Transaktion soll Mitte 2012 abgeschlossen werden. "Diese Akquisition zeigt unsere Entschlossenheit, in der Golfkategorie weiter zu wachsen", sagte Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas-Konzerns.
Schadensumme steigt
Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel erklärt A380-Programmchef Tom Williams, dass die Haar-Risse in Teilen der Tragflächen des Riesenjets Airbus noch „auf Jahre beschäftigen“ werden. Der Grund: Die Flugzeuge, die demnächst ausgeliefert werden, enthalten noch die schadhaften Bauteile. Experten gehen daher davon aus, dass die Mängelansprüche über die bisher bekannte Summe von 100 Millionen Euro hinauswachsen.
Post-Konkurrent baut Einfluss aus
Der Logistikkonzern UPS übernimmt für knapp fünf Milliarden Euro den Konkurrenten TNT Express. Nach dem gescheiterten Angebot von 9,00 Euro je Aktie vom Februar übernimmt der amerikanische Logistikkonzern UPS den niederländischen Konkurrenten TNT Express nun doch. Das Übernahmeangebot wurde auf 9,50 Euro pro Akte erhöht und beträgt insgesamt 5,16 Milliarden Euro. Gegenüber dem TNT Express Aktienkurs vom 16. Februar ist das ein Aufschlag von 53,7 Prozent.
Starker Jahresauftakt bei Grammer
Der Automobilzulieferer Grammer legte einen guten Start in das laufende Geschäftsjahr hin. Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller zeigte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auch für das Gesamtjahr optimistisch: "Die Aufträge brechen nicht ein, wie manche befürchtet haben. Der Umsatz liegt über unseren optimistischen internen Erwartungen." Demnach sollen die Einnahmen stabil bleiben oder sogar leicht steigen. "Wir wollen vor allem neue Kompetenzen einkaufen und unsere globale Marktpräsenz weiter gezielt ausbauen". Einen Zukauf bis in der Größenordnung von zehn Millionen Euro könne Grammer auch ohne Kapitalerhöhung stemmen.
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Lufthansa will staatlichen Wettbewerbsschutz
Lufthansa-Chef Christoph Franz sieht den Staat in der Pflicht, der wachsenden Konkurrenz aus den Golfstaaten einen Riegel vorzuschieben. Gegenüber der WirtschaftsWoche sprach er sich für die Einführung einer Kapazitätsgrenze aus. "Hier müssen die Regierungen aktiv werden", denn auf Dauer könne man so "nicht leben." Das Angebot arabischer Fluglinien sei aufgrund staatlicher Hilfen wettbewerbswidrig und führe zudem am Markt vorbei. Das Thema British Midland (BMI) bereitet Franz ebenfalls Kopfzerbrechen. Sollten die Wettbewerbshüter in Brüssel den Verkauf der defizitären Airline an die International Consolidated Airlines Group (IAG) verhindern, erwägt die Lufthansa auch eine Schließung der BMI.
ProSiebenSat.1 verstärkt sich in England
Die Senderkette ProSiebenSat.1 hat die Mehrheit an der britischen Film- und Fernsehfirma Endor übernommen. "Großbritannien ist neben den USA unser wichtigster Markt", sagte Jan Frouman, Chef der ProSiebenSat.1-Produktionstochter Red Arrow, dem Handelsblatt. Weitere Details zum Kaufpreis wurden aber nicht genannt.
Burda stockt bei Xing auf
Es ist der eigene Großaktionär Burda, der offenbar seinen Anteil weiter ausbaut. Das hat die Wirtschaftswoche erfahren. Demnach soll die Xing-Beteiligung von derzeit 29,7 Prozent um 9,6 Prozentpunkte erhöht werden.
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