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Die Experten sind sich einig: Die Rallye geht weiter!

Warum Hendrik Leber, Robert Halver, Folker Hellmeyer, Max Otte und Wieland Staud weiter auf Aktien setzen – und bei welchen Werten die Profis derzeit die größten Chancen sehen.

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Gericht stoppt Flughafenstreik – EZB-Tender höher als erwartet: Außerdem Bilfinger Berger, Fraport, Hochtief, MLP und Praktiker im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt verliert im späten Mittwochshandel an Boden. Dabei konnten weder der Dreijahrestender der EZB, noch die überwiegend guten US-Konjunkturdaten die Investoren bei Laune halten. Am Vormittag gab die EZB bekannt, an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten zu wollen. Die Notenbank leiht den Banken der Eurozone 529,5 Milliarden Euro für drei Jahre zu einem Zinssatz von einem Prozent. Die Zuteilung lag über den Erwartungen der Analysten. 800 Kreditinstitute nahmen das Angebot der EZB an. Die Prognose für den Tender lag bei 400 bis 500 Milliarden Euro. Diskutiert wird vor dem EU-Gipfel am morgigen Donnerstag zudem über eine mögliche Ausweitung der Euro-Rettungsschirme ESM und EFSF. Euro-Gruppen-Chef Juncker taxiert die zur Verfügung stehende Summe auf insgesamt 750 Milliarden Euro. Indes hat das griechische Parlament weiteren Haushaltskürzungen.

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Bilfinger Berger tätigt zwei Übernahmen

Der Baudienstleiser Bilfinger Berger stärkt mit zwei Käufen sein Dienstleistungsgeschäft. Neben der Übernahme des niederländischen Consulting- und Engineering-Spezialisten Tebodin für 145 Millionen Euro soll ein Joint-Venture mit dem russischen Kraftwerksausrüster Tyazhmash gegründet werden. Hinsichtlich Tebodin erläutert Vorstandsvorsitzender Roland Koch: "Damit erreichen unsere ingenieurtechnischen Dienstleistungen eine andere Größenordnung." In Russland soll die erforderliche Erneuerung des russischen Kraftwerksparks vorangetrieben werden. Bilfinger Berger wird 51 Prozent an der neuen Bilfinger Babcock Tyazhmash halten.

Gericht beendet Streik in Frankfurt

Der Streik auf dem Frankfurter Flughafen findet ein abruptes Ende. Nach einem Gerichtsbescheid hat die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) den Streik des Vorfeldpersonals auf dem Frankfurter Flughafen abgebrochen. Zuvor hat das Frankfurter Arbeitsgericht festgestellt, dass der ursprünglich bis  Donnerstag um 5 Uhr ausgerufene Arbeitskampf der 190 Vorfeld-Mitarbeiter die Friedenspflicht verletzt und somit illegal ist. Die Situation am Airport entspannt sich seit Streikende zusehends. Unterdessen will die Gewerkschaft kurzfristig keine weiteren Arbeitskampfmaßnahmen ergreifen.

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Hochtief streicht Dividende

Der Baukonzern Hochtief streicht angesichts tiefroter Zahlen die Dividende.. Nach Angaben des Unternehmens fiel 2011 vor Steuern ein Verlust von 127 Millionen Euro an, nach einem Plus von 756,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Leistung kletterte hingegen mit 25,79 Milliarden Euro auf einen neuen Rekord. Im Vorjahr hatte sie 23,23 Milliarden Euro betragen. Im laufenden Jahr will Hochtief zurück in die Spur finden. Der Konzern erwartet ein Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie einen Konzerngewinn jeweils in der Größenordnung leicht unterhalb des Rekordjahres 2010. In Zukunft soll die Leistung im "Energiesektor um 40 Prozent und im Bereich der Verkehrsinfrastruktur um 30 Prozent wachsen", sagte Unternehmenschef Frank Stieler.

MLP verdoppelt Dividende

Aufgrund von Sonderbelastungen durch ein laufendes Effizienzprogramm hat der Finanzdienstleister MLP im abgelaufenen Jahr einen Rückgang beim Konzernüberschuss um mehr als 60 Prozent auf 12,5 Millionen Euro verbuchen müssen. Allein die Belastungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen beliefen sich auf 33,4 Millionen Euro. Im gleichen Ausmaß sank das operative Ergebnis aus fortgeführtem Geschäft auf 19 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr um sechs Prozent auf 527 Millionen Euro. Auf Jahressicht soll die bereinigte EBIT-Marge auf 15 Prozent steigen. Die Dividende soll auf 0,60 Euro je Aktie verdoppelt werden.

Neue Sorgen um Praktiker

Die Baumarktkette bittet die Geldgeber der im Februar 2011 ausgegebenen Unternehmensanleihe um einen Sanierungsbeitrag, der in Form einer weitgehenden Reduktion des Zinssatzes erfolgen soll. Offensichtlich erhöht die Mitteilung die Sorge, dass das Geld auch zur Bedienung der Anleihen nicht reichen könnte. Der Zinssatz der Anleihe soll auf jährlich 1,0 Prozent gesenkt werden. Bisher liegt der Zinssatz bei 5,875 Prozent. „Mit dem Ende 2011 eingeleiteten Restrukturierungsprozess soll der Fortbestand des Unternehmens langfristig gesichert und die Basis für zukünftiges profitables Wachstum gelegt werden", betonte der Vorstandsvorsitzende der Praktiker AG, Thomas Fox.

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