Rekordgewinn bei Volkswagen – Commerzbank peilt sattes Wachstum in China an: Außerdem Balda, BASF, Fraport und SAP im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt verabschiedet sich mit einem Plus von rund 0,8 Prozent auf 6.864 Punkte in das Wochenende. Neben der Krise in Griechenland richteten sich die Blicke der Anleger auf die Spannungen um den Iran, die zuletzt für einen kräftigen Ölpreisanstieg sorgten. Anhaltend hohe Ölpreise wirken sich negativ auf die kommenden Konjunkturdaten aus, so die Befürchtungen. Das deutsche Haushaltsdefizit ist im vergangenen Jahr unterdessen von 4,3 auf 1,0 Prozent zurückgegangen. Am Nachmittag sorgte positive Konjunkturdaten aus den USA für frische Impulse. So wuchs der Gesamtindex der Universität von Michigan von 75,0 auf 75,3 Punkte. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 73,0 Punkten ausgegangen.
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Balda plant Sonderausschüttung
Die Balda Investments Singapore Pte., eine zum Konzern der Balda AG gehörende Gesellschaft, hat heute den Verkauf von insgesamt 20 Millionen Stück Aktien der TPK Holding Co vereinbart und erwartet daraus Erlöse von rund 238 Millionen Euro. Die Beteiligung an dem chinesischen Hersteller von Touchscreens, die keine strategische Bedeutung hat, reduziert sich durch den Teilverkauf von 16,1 auf 7,6 Prozent. Der Vorstand erwartet deshalb für das laufende Geschäftsjahr einen deutlichen Konzerngewinn. Er bekräftigt seine Planung, einen Teil der Verkaufserlöse als Sonderdividende an die Aktionäre auszuschütten.
BASF erwartet starkes zweites Halbjahr
Nach den Rekordergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr rechnet der Chemiekonzern BASF vor allem im zweiten Halbjahr mit einem neuen Wachstumsschub: "Wir rechnen damit, dass das weltweite Wirtschaftswachstum nach einem moderaten Start im Jahresverlauf 2012 wieder anziehen wird", sagte Vorstandsvorsitzender Kurt Bock. Für 2011 präsentierte BASF ein Umsatzwachstum von gut 15 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig zog der operative Gewinn (EBIT) um 10,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro an, während sich das Konzernergebnis um knapp 36 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro verbesserte.
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Commerzbank peilt sattes Wachstum in Asien an
Die Commerzbank setzt auch in Zukunft auf ein hohes Wachstum in China. "Das Bankgeschäft in China wächst schneller als anderenorts in Asien", sagte Michael Kotzbauer, Regionalvorstand für Asien. Deutschlands zweitgrößte Bank konnte 2011 den Ertrag nach Risikovorsorge in der Region um 13 Prozent auf 165 Millionen Euro ausbauen. In den nächsten Jahren erwartet der Manager dort ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich. Von einem Einstieg in das Privatkundengeschäft in Asien sieht die Commerzbank aufgrund der starken Konkurrenz vor Ort aber ab. Auch an einem Kauf von Anteilen chinesischer Finanzinstitute hat die Bank derzeit kein Interesse.
Fraport sieht für Freitag keine Flugausfälle
Die Lage auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt/Main dürfte sich nach den Streiks langsam wieder normalisieren. So erwartet der Betreiber Fraport am Freitag keine Flugausfälle mehr, die mit dem Arbeitskampf zusammenhängen. Fraport und Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) haben indes ihre Tarifverhandlungen am Morgen wieder aufgenommen.
Satte Dividendenerhöhung bei SAP
SAP will für das Jahr 2011 seine Dividende deutlich anheben. Nach Auskunft der Walldorfer möchte der Vorstand die Ausschüttung von 0,60 auf 1,10 Euro je Aktie anheben. Darin ist eine Sonderdividende von 0,35 Euro zum 40-jährigen Firmenjubiläum enthalten. Die Gesamtausschüttung erhöht sich somit von 713 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro, während die Ausschüttungsquote um ein Prozent auf 38 Prozent sinkt.
Rekordgewinn für Volkswagen
Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat Rekordergebnisse für 2011 präsentiert. Auf Basis vorläufiger Zahlen kletterte das operative Ergebnis um 58 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Nach Steuern erhöhte sich der Gewinn - auch in Zusammenhang mit Sondereffekten aus der Neubewertung von Porsche-Optionen - auf 15,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,2 Milliarden Euro). Die Erlöse zogen dabei um 26 Prozent auf 159,3 Milliarden Euro an. Der Absatz stieg um 15 Prozent auf 8,4 Millionen Fahrzeuge. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von 157,1 Milliarden Euro und einem Nachsteuergewinn von 15,3 Milliarden Euro gerechnet. Um die Aktionäre am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, schlägt der Vorstand eine Erhöhung der Dividende je Stammaktie auf 3,00 Euro (Vorjahr: 2,20 Euro) und je Vorzugsaktie auf 3,06 Euro (Vorjahr: 2,26 Euro) vor.
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