Bietergefecht bei Douglas – DAX am Mittag schwächer: Außerdem Deutsche Bank, EADS, GEA und TUI im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt startet schwächer in die neue Handelswoche. Gegen Mittag notiert der DAX rund 0,5 Prozent tiefer bei 6.731 Punkten. Zentrales Thema bleibt die Schuldenkrise in Griechenland. Das Parlament in Athen konnte sich am Sonntag auf eine teilweise Einigung unter anderem für Lohnkürzungen verständigen. Heute werden die Verhandlungen fortgesetzt. Die Troika, die sich zu Verhandlungen in Griechenland aufhielt, sprach von dramatischen Zuständen bei der Wirtschaft des Landes. So hat das defizitäre Land die vereinbarten Sparziele massiv verfehlt. Eine Rettung hängt insbesondere am Verhalten der privaten Geldgeber und einer möglichen Erweiterung des Rettungsschirms von derzeit 130 Milliarden Euro.
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Ackermann warnt vor Zusammenbruch der Eurozone
Griechenland nimmt laut Josef Ackermann eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Eurozone ein. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank warnt daher deutlich vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone. Der scheidende Bankchef diskutierte zuerst auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit anderen Größen aus Wirtschaft und Politik über das weitere Vorgehen. Im Anschluss flog Ackermann zu Verhandlungen nach Athen. Wenn das Land Pleite gehe, werde "eine neue Büchse der Pandora" geöffnet.
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Bieterkampf bei Douglas
Bei der Parfümeriekette bahnt sich ein Kampf zwischen der Eigentümerfamilie Kreke und Drogerie-Unternehmer Erwin Müller an. Letzterer könnte mit dem Ausbau seines Anteilspakets von derzeit 10,81 Prozent eine Sperrminorität erreichen. Müller könnten über sogenannte Verkaufsoptionen weitere 15 Prozent der Douglas-Anteile zufließen. Sollte sein Paket auf mehr als 25 Prozent ansteigen, könnte er von einem Veto bei Beschlüssen der Hauptversammlung Gebrauch machen und die Firmenpolitik entscheidend beeinflussen. Bei Douglas hieß es: "Ob und gegebenenfalls wann dies der Fall sein wird, kann aus Sicht der Douglas-Holding nicht beurteilt werden."
EADS will große Schritte machen
Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS zeigt sich optimistisch. Gegenüber der Tageszeitung Die Welt sagte Finanzchef Peter Ring: "Wenn die Weltwirtschaft so wächst, wie das derzeit die Volkswirte vorhersagen, dann können wir 2012 einen großen Schritt nach vorne machen." Neben der anhaltend guten Entwicklung bei Airbus solle auch das Segment Eurocopter wachsen. Bei der Rüstungstochter Cassidian zeichnet sich derzeit zumindest ein stabiler Gewinn ab, während auch die Raumfahrttochter Astrium kontinuierlich den Gewinn ausbauen dürfte. Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr sagte Ring: "Wir werden die Ziele mindestens erreichen. " EADS hatte ein Umsatzplus von vier Prozent prognostiziert und ein EBIT vor Einmaleffekten gegenüber über dem Vorjahr von 1,45 Milliarden Euro. Für 2012 peilt der Konzern vor allem höhere Renditen an. Zudem hält EADS vor dem Hintergrund eines üppigen Barmittelbestands von 11,4 Milliarden Euro auf Zukäufe Ausschau. Im Fokus steht vor allem das Services-Geschäft.
GEA erhöht Divivdende
Der Anlagenbauer GEA konnte im Geschäftsjahr 2011 seinen Umsatz um 23 Prozent auf 5,42 Milliarden Euro deutlich ausbauen. Das EBIT vor Effekten aus Kaufpreisallokationen kletterte um rund 43 Prozent auf 525 Millionen Euro. Die entsprechende EBIT-Marge stieg damit um rund 140 Basispunkte auf 9,7 Prozent. "Wir freuen uns, dass die GEA sich trotz der weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten weiterhin einer dynamischen Nachfrage gegenübersieht und dieses Geschäftsjahr äußerst erfolgreich abschließen konnte. Das Volumenwachstum und vor allem unsere Profitabilität haben unsere früherenErwartungen klar übertroffen", so GEA-Chef Jürg Oleas Angesichts der hervorragenden Ergebnisentwicklung wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung von 40 Cent im Vorjahr auf 55 Cent vorschlagen.
TUI verkauft Hapag-Lloyd
Der Tourismuskonzern TUI kann wie gewünscht seine Anteile (38,4 Prozent) an der Containerreederei Hapag-Lloyd verkaufen. Das 24,6-Prozent-Paket geht an das Hamburger Konsortium Albert Ballin. "Der Prozess ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Würfel sind gefallen", sagte Großaktionäre Klaus-Michael Kühne der Tageszeitung Die Welt. Offen ist derzeit noch, ob im Rahmen einer Verkaufsoption 33,3 Prozent der Anteile den Besitzer wechseln oder das komplette TUI-Paket. Über die Höhe des Preises wurden keine Details bekannt.
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