Steffen Eidam
Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Freitagnachmittag schwächer. Ausschlaggebend für die schwache Entwicklung waren die Daten zum US-BIP. Das amerikansiche Bruttoinlandsprodukt war mit 2,8 Prozent nicht so stark gestiegen wie erhofft und enttäuschte so die Anleger. Zudem sorgt die ungewisse Lage um den Schuldenschnitt Griechenlands für Missmut unter den Investoren. Zwar schien es gestern so, als wäre eine Einigung mit den privaten Gläubigern so gut wie sicher. Mittlerweile hat sich die Lage aber wieder verschärft.
BASF schließt Kooperation mit Teck
BASF wird in Zukunft mit dem kanadischen Rohstoffkonzern Teck Resources kooperieren. Beide Unternehmen unterzeichneten eine dreijährige Partnerschaftsvereinbarung, die sich insbesondere bei der Entwicklung innovativer Zinkformen bezahlt machen soll. Auf diese Weise soll bis 2015 der Zinkmangel bei 100 Millionen Menschen in Entwicklungsländern gelindert werden.
Kapitalerhöhung bei Analytik Jena
Der Technologiekonzern Analytik Jena hat offenbar zur Abwehr einer Übernahme durch Verder eine Kapitalerhöhung angekündigt. Das Besondere dabei: Nur bestimmte Aktionäre dürften die begehrten Papiere zeichnen. Analytik Jena setzt mit einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre auf eine sogenannte "Poison Pill" - offenbar um die weitere Einflussnahme von Verder einzudämmen. Denn die 470.000 neuen Stückaktien zum Ausgabebetrag von 10,48 Euro je Aktie dürfen ausschließlich durch bm-t beteilungsmanagement thüringen gezeichnet werden. Der Aktienanteil von bm-t steigt damit von 10,4 auf 17,8 Prozent. Der holländische Pumpenhersteller Verder hatte zuletzt mit rund 17 Prozent eine ähnlich hohe Prozentzahl erworben - die Stimmrechte werden durch die Kapitalerhöhung nun jedoch um rund neun Prozent verwässert.
Deutsche-Bank-Chef zuversichtlich
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, zeigt sich im Gespräch mit dem DAF weiterhin zuversichtlich, dass eine Lösung für Griechenland gefunden wird. Er geht allerdings davon aus, dass auch das Jahr 2012 ein „anspruchsvolles Jahr“ werden wird. Allerdings könne man auch der Gang in die geordnete Insolvenz nicht ausgeschlossen werden. Er betonte allerdings auch, dass Griechenland ein Sonderfall bleiben müsse, wenn es um die Frage geht, ob Staatsanleihen risikofrei sind. Ackermann geht zudem davon aus, dass auch das Jahr 2012 für die Banken anspruchsvoll wir.
Enders übernimmt EADS-Chefposten
Airbus-Chef Tom Enders wurde vom Verwaltungsrat des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS zum Nachfolger von Louis Gallois berufen. "Tom Enders zeichnet sich nicht nur durch seine breite Erfahrung in unseren Geschäftsfeldern aus, sondern auch durch seine herausragenden Führungsqualitäten, sein Charisma und seine erzielten Erfolge", sagte der scheidende EADS-CEO Louis Gallois. Airbus-Vize Fabrice Brégier übernimmt künftig die Enders-Nachfolger. Außerdem wurde EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet zur Wahl in den Verwaltungsrat nominiert, dessen Vorsitz Arnaud Lagardère von Bodo Uebber übernehmen soll. Am 31. Mai wird die Hauptversammlung final über die Vorschläge entscheiden.
E.on peilt Verkaufserlös von halber Milliarde an
Der Energieversorger E.on hat Gespräche zum Verkauf der Regionaltochter E.on Westfalen-Weser mit den Stadtverwaltungen Herford und Paderborn aufgenommen. DemManager Magazin zufolge könnte die Beteiligung in Höhe von knapp 63 Prozent rund 500 Millionen Euro in die Kasse spülen. Das Unternehmen soll auch nach dem Verkauf der Region als Energiedienstleister zur Verfügung stehen.
Lufthansa erzielt Einigung im Tarifstreit
Die Lufthansa hat sich im Tarifstreit mit ver.di auf einen Urlaubsgeldzuschlag auf 1.075 Euro und ein Gehaltsplus von 3,5 Prozent geeinigt. Der Vertrag gilt für etwa 50.000 Beschäftigte und tritt rückwirkend zum 1. Januar in Kraft. Der neue Tarif mit einer Laufzeit von 13 Monaten gilt zunächst nur für die 33.000 Lufthansa-Beschäftigten am Boden, bei Lufthansa Systems, der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo. Ein Vertrag für das Kabinenpersonal soll zu einem späteren Zeitpunkt ausgehandelt werden.
Solarworld sieht sich als Gewinner der Solarkrise
Trotz der eingetrübten Aussichten zeigt sich Solarworld-Chef Frank Asbeck optimistisch. Aufgrund der Schwäche der Konkurrenten sieht er für sein Unternehmen gute Chancen, weitere Marktanteile zu gewinnen. "Anstatt in Produktionsbetriebe einzusteigen, die scheinbar nicht wettbewerbsfähig waren, ist es sinnvoller, am eigenen Standort entweder Kapazitäten umzubauen oder zuzubauen", erläuterte Asbeck. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Solarworld die Krise zu spüren bekommen, konnte aber dennoch einen zufriedenstellenden operativen Gewinn erzielen. Über die Höhe machte Asbeck aber keine Angaben. Für die weitere Zukunft sei insbesondere der deutsche und der US-amerikanische Solarmarkt von Bedeutung.