Minister pladiert auf Fusion zwischen E.on und RWE – DAX im Rallyemodus: Außerdem Air Berlin, Commerzbank, Deutsche Post, Siemens und Tom Tailor im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt schaltet am Dienstag einen Gang höher und geht mit deutlichen Kursgewinnen aus dem Handel. Zur Schlussglocke notiert der DAX rund 2,4 Prozent fester bei 6.163 Punkten. Händler verweisen dabei auf die guten Vorgaben aus China, wo die Börsen von der Hoffnung auf geldpolitische Lockerungen getrieben wurden. Zudem sorgten Aussagen der Ratingagentur Fitch für gute Stimmung unter den Anlegern. Die Experten rechnen nicht mit einer weiteren Abstufung von Frankreichs Kreditwürdigkeit in diesem Jahr.
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Air Berlin und Etihad verknüpfen Flugbetrieb
Air Berlin und der neue Großinvestor Etihad werden ihr gemeinsames Streckennetz stärker ausbauen als ursprünglich geplant. So soll das Code-Sharing-Abkommen in Zukunft auch Strecken von Air Berlin in die USA umfassen. Demnach möchte die arabische Fluggesellschaft ihre Codes auch bei Air-Berlin-Flügen von Düsseldorf nach Miami und nach
New York verwenden. Etihad hat sich vor Kurzem mit knapp 30 Prozent bei Deutschlands zweitgrößter Airline eingekauft und umfassende Sanierungsmaßnahmen angekündigt
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| DAX Aufgeschoben, nicht aufgehoben |
| E.on und RWE Fusion im Anmarsch? |
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| Tom Tailor Sattes Wachstum |
Commerzbank will keine Staatshilfen
Die Commerzbank will die von der europäische Bankenaufsicht EBA ermittelte Kapitallücke von knapp fünf Milliarden Euro weiterhin aus eigener Kraft schließen. Der scheidende Finanzvorstand Eric Strutz erklärte im Rahmen einer Präsentation vor Investoren in New York, der DAX-Konzern sei hierbei auf einem guten Weg. Strutz betonte zudem, dass sich der Kapitalbedarf des Frankfurter Bankenriesen ohne die Staatsanleihen der GIIPS-Staaten in den Büchern der defizitären Tochter Eurohypo auf lediglich 400 Millionen Euro belaufen würde.
Continental fertigt künftig Elektroantriebe
Der Automobilzulieferer Continental steigt in die Produktion von Elektro-Autos ein. Hierfür werden die Hannoveraner gemeinsam mit dem südkoreanischen Energie- und Petrochemieunternehmen SK Innovation bis Mitte des Jahres eine Fusion bilden. Dabei sollen die Südkoreaner 51 Prozent der Anteile halten, Continental 49 Prozent. Im Kern steht die Entwicklung von Batterieantrieben für E-Autos, insbesondere von Lithium-Ionen-Batteriemodulen.
Deutsche Post bestätigt Gewinnziele
Die Deutsche Post hat ihre im November angehobene Gewinnprognose für 2011 bekräftigt. Demnach rechnet der DAX-Konzern mit einem EBIT von mehr als 2,4 Milliarden Euro. Die Bonner erwarten in der Briefsparte einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro. Die Tochter DHL dürfte ein operatives Ergebnis von mehr als 1,7 Milliarden Euro erzielen. Insgesamt und bereinigt um die Effekte des Postbank-Verkaufs rechnet die Deutsche Post damit für 2011 mit einer Steigerung des Gewinns. Auch für die kommenden Jahre zeigt sich der „Gelbe Riese" optimistisch. Demnach soll das operative Ergebnis des Briefgeschäfts bei etwa einer Milliarde Euro stabil gehalten werden.
Oettinger erwägt Fusion von E.on und RWE
Um die internationale Bedeutung der deutschen Energieversorger E.on und RWE sicher zu stellen, bringt EU-Kommissar Günther Oettinger eine Fusion der beiden DAX-Konzerne ins Gespräch. "Bei allem Respekt vor E.on und RWE: Im Weltmaßstab sind beide nur Regionalliga. Will Deutschland in der Weltliga mitspielen, die von Konzern wie Exxon, Chevron oder Gazprom dominiert wird, brauchen wir einen nationalen Player von entsprechender Größe", sagte Oettinger der Rheinischen Post. Ein Zusammenwirken wichtiger Spieler im Energiemarkt, "vielleicht auch die Option einer Fusion", könne laut Oettinger dazu beitragen, dass das Gewicht der deutschen Energiewirtschaft im weltweiten Wettbewerb steigt.
Siemens-Finanzchef warnt vor Konjunktureinbruch
Im Gespräch mit dem Wall Street Journal Deutschland mahnt Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser vor einer weiteren Eintrübung der globalen Konjunktur. Die Politik hat keine gute Figur im Krisenmanagement bei der Schuldenkrise in Europa gemacht. Dies werde sich vor allem im ersten Halbjahr negativ auf das Vertrauen und den Investitionen der Industrie auswirken. "Schwellenländer und die USA könnten im zweiten Halbjahr 2012 dafür sorgen, dass sich die Weltwirtschaft deutlich erholt", prognostizierte Kaeser. "Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass wir 2012 wieder eine solche Rezession bekommen, wie wir sie 2009 hatten", beruhigte der Manager aber. Die im November veröffentlichten Unternehmensziele bezeichnete Kaeser als "sehr ambitioniert".
Sattes Wachstum bei Tom Tailor
Der Modekonzern Tom Tailor konnte 2011 seine Umsätze im Segment Retail um rund 45 Prozent steigern. Im gleichen Zeitraum stagnierten die Erlöse im gesamten deutschen Textilhandel auf dem Niveau des Vorjahres. Flächenbereinigt zogen die Erlöse der Hamburger um 7,0 Prozent an, während das restliche Wachstum auf die Erweiterung der Filialen basierte. Das Unternehmen konnte dabei im letzten Quartal des Vorjahres seine Umsätze im Retailbereich insgesamt um rund 39 Prozent und flächenbereinigt um 10,7 Prozent verbessern. Wie Tom Tailor weiter bekannt gab, zog die Anzahl der Geschäft im Jahresverlauf um 90 auf 248 Einzelhandelsniederlassungen an.
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