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ZEW-Index kippt weg

Steffen Eidam

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In Deutschland hat sich die Konjunkturzuversicht unter den Finanzexperten im März überraschend stark eingetrübt. Hintergrund ist die dramatische Situation in Japan. ZEW-Präsident Franz zeigt sich dennoch zuversichtlich.

Bis vor kurzem waren die Finanzexperten hierzulande noch bester Stimmung. Doch das Sentiment hat sich aufgrund der Katastrophe in Japan merklich abgeschwächt. Gibt es Anlass zur Sorge um die Konjunktur in Deutschland?

Deutliche Abkühlung

Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich im März überraschend deutlich eingetrübt. Nach Angaben des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sank der Indikator um 1,6 Punkte auf 14,1 Zähler. Volkswirte hatten hingegen lediglich mit einer Eintrübung auf 14,8 Punkte gerechnet. Immerhin stieg die Komponente für die konjunkturelle Lage um 0,2 Punkte auf 85,4 Zähler. 'Die deutsche Wirtschaft befindet sich an sich in einer robusten Verfassung', kommentierte ZEW-Präsident Wolfgang Franz die Ergebnisse.


Angst vor Atomunkatastrophe

Die Ereignisse in Japan haben jedoch auf die Stimmung der Teilnehmer gedrückt. So waren die Umfragewerte bis Anfang März deutlich optimistischer als zuletzt. Neben der Katastrophe in Japan habe auch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen möglicherweise demnächst anzuheben, auf die Stimmung gedrückt. Diese Einschätzung teilen auch die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba): 'Der Rückgang der Erwartungskomponente dürfte hauptsächlich auf die Ankündigung der EZB zurückzuführen sein, die Leitzinsen im April erhöhen zu wollen.' Die Folgen der Katastrophe in Japan dürften in den kommenden Befragung eine weitere Abschwächungen des konjunkturellen Ausblicks verursachen.

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