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Verbrauchervertrauen und Richmond Fed Index steigen deutlich

Dominik Schertel

Die heute veröffentlichten US-Konjunkturindikatoren sorgten für überraschte Gesichter unter den Ökonomen. So konnten sich im April sowohl das Verbrauchervertrauen, als auch die Geschäftstätigkeit im Großraum Richmond deutlich über den Erwartungen aufhellen. Weniger überraschend war hingegen, dass der US-Immobilienmarkt erneut einen Dämpfer hinnehmen muss.

Die heute veröffentlichten US-Konjunkturindikatoren sorgten für überraschte Gesichter unter den Ökonomen. So konnten sich im April sowohl das Verbrauchervertrauen, als auch die Geschäftstätigkeit im Großraum Richmond deutlich über den Erwartungen aufhellen. Weniger überraschend war hingegen, dass der US-Immobilienmarkt erneut einen Dämpfer hinnehmen muss.

Das Verbrauchervertrauen konnte sich im April erneut aufhellen – sogar sehr deutlich. So legte der Index im laufenden Monat von revidiert 26,9 Punkten im März auf aktuell 39,2 Punkte zu, während Experten lediglich eine Besserung auf rund 30 Zähler erwartet hatten. Der Indikator erholt sich damit zum zweiten Mal in Folge von seinem Tiefstand bei 25,3 Punkten. Besonders erfreulich war die Entwicklung des Indizes zu den Erwartungen (Expectation-Index), der im April um fast 20 Zähler auf 49,5 Punkte zulegte. Der aktuelle Wert des Verbrauchervertrauens befindet sich noch auf einem eher schwachen Niveau, trotzdem kann der Anstieg als positives Zeichen von Seiten der Verbraucher in den USA gewertet werden. Für die monatliche Erhebung werden 5.000 repräsentative Haushalte zu ihrem Vertrauen in die Leistung der Wirtschaft befragt. Die Stimmung der Verbraucher wird anschließend als zentraler Indikator für die Konsumausgaben gewertet.

Geschäftstätigkeit in Richmond erholt sich

Auch die allgemeine Geschäftstätigkeit im Großraum Richmond hellt sich im April weiter auf. Laut dem Bericht der amerikanischen Notenbank (Fed) des Distriktes Richmond, verbesserte sich das Bild der gesamtkonjunkturellen Lage in der verarbeitenden Industrie im April um elf Zähler auf minus neun Punkte. Experten hatten für den laufenden Monat einen Richmond Fed Index von minus 18 Punkten erwartet. Der Indikator erholt sich damit weiter von seinem Tiefststand bei minus 55 Punkten im Dezember, wenngleich die aktuelle Veröffentlichung zum zwölften Mal in Folge einen negativen Wert ausweist.

Hauspreise sinken zum 21. Mal in Folge

Der Immobilienmarkt kann nicht an die erfreulichen Meldungen der anderen Konjunkturindikatoren anknüpfen. So sind die Hauspreise in den 20 größten Ballungsgebieten der USA im Februar auf Jahressicht um 18,6 Prozent gesunken. Dies geht aus dem von Standard & Poor`s veröffentlichten Case-Shiller-Hauspreis-Index hervor. Im Vergleich zum Vormonat sank der Indikator erneut um 2,2 Prozent, nachdem die Preise im Januar auf Jahressicht bereits 19 Prozent eingebüßt hatten. Auf dem Immobilienmarkt ist angesichts der heutigen Meldungen weiterhin mit keiner zeitnahen Erholung zu rechnen.

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