Steffen Eidam

Aus den Vereinigten Staaten kamen am Mittwoch gleich eine ganze Reihe von Konjunkturdaten. Die größte Überraschung gab es im Bausektor, wo die Zahl der Baugenehmigungen deutlich angestiegen ist.
Auf dem Häusermarkt in den USA zeichnet sich eine leichte Aufwärtstendenz ab. Zwar lag die Zahl der Baubeginne im November mit annualisierten 574.000 etwas unter den Erwartungen von 580.000. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies aber ein Plus von 8,9 Prozent. Klar über den Prognosen lag hingegen die Zahl der Baugenehmigungen, die im November um 6,0 Prozent (zum Vormonat) gestiegen ist. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich eine Zahl von 584.000, teilte das US-Handelsministerium mit. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg auf 570.000 erwartet.
Leistungsbilanzdefizit weitet sich wie erwartet aus
Wenig Überraschendes gab es hingegen bei der US-Leistungsbilanz. Dort hat sich das Defizit im dritten Quartal auf 108,0 Milliarden Dollar oder 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgeweitet. Diese Zahl lag auf Höhe der Schätzungen. Als Hauptgrund für den höheren Fehlbetrag der Leistungsbilanz sieht das Handelsministerium insbesondere das gestiegene Defizit der Handelsbilanz. Im zweiten Quartal 2009 hatte das Defizit noch bei revidiert 98,0 Milliarden Dollar gelegen.
Verbraucherpreise steigen im November wie erwartet
Die Verbraucherpreise sind im November unterdessen erwartungsgemäß gestiegen. Im November zogen sie im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent an, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 1,8 Prozent. Der Kernindex ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise blieb im Monatsvergleich unverändert. Hier hatten Ökonomen mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Auf Jahressicht stiegen die Kernverbraucherpreise um 1,7 Prozent.