Dominik Schertel
Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im ersten Quartal des laufenden Jahres deutlich eingebrochen. Mit einem Rückgang von über sechs Prozent schrumpfte die US-Wirtschaftsleistung weitaus stärker als erwartet.
Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im ersten Quartal des laufenden Jahres deutlich eingebrochen. Mit einem Rückgang von über sechs Prozent schrumpfte die US-Wirtschaftsleistung weitaus stärker als erwartet.
Aus den Vereinigten Staaten kamen in letzter Zeit vermehrt Meldungen, die die Hoffnungen auf eine Besserung der Lage nährte wie beispielsweise das gestiegene Konsumklima. Das US-Handelsministerium kann mit seiner heutigen Veröffentlichung nicht daran anknüpfen. So ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt im ersten Quartal des Jahres um 6,1 Prozent geschrumpft. Experten hatten lediglich einen Rückgang von 4,7 Prozent erwartet. Bereits in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres war das US-BIP um 6,3 Prozent gesunken.
Mit dem erneuten Rückgang wurde erstmals seit rund 34 Jahren in drei aufeinanderfolgenden Quartalen eine abnehmende Wirtschaftsleistung registriert. Der BIP-Preisindex ist im ersten Quartal des Jahres dagegen um 2,9 Prozent gestiegen, während Ökonomen von 1,8 Prozent ausgegangen waren. Die aktuelle Hiobsbotschaft überschattet damit die erfreulichen gestrigen Meldungen zum Verbrauchervertrauen und zum Richmond Fed Index (Lesen Sie dazu auch: Verbrauchervertrauen und Richmond Fed Index steigen deutlich).
Einbruch bei Exporten und Investitionen
Vor allem die starken Rückgänge der Investitionen und der Ausfuhren im ersten Quartal zeigen sich für den deutlichen Einbruch des US-BIP verantwortlich. So schrumpften die Exporte um 30 Prozent, während die Investitionen von Firmen sogar um rund 38 Prozent nachgegeben haben. Dagegen war es erfreulich, dass die Konsumausgaben um 2,2 Prozent angestiegen sind.
Abschließend lässt sich sagen, dass die US-Wirtschaft durch die heutigen Meldungen einen herben Dämpfer hinnehmen muss. Nun richten sich die Blicke der Ökonomen auf die noch anstehenden Veröffentlichung zum Arbeitsmarkt und den ISM-Index. Während bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe von einer Stagnation auf dem Niveau der Vorwoche ausgegangen wird, erwarten die Experten für den Einkaufsmanagerindex eine leichte Aufhellung.
