Steffen Eidam
Obwohl das Wort Krise die Nachrichten bestimmt, vor allem in Europa, sendet die stärkste Volkswirtschaft der Welt positive Signale. Das registrieren auch die Investoren in Deutschland.
In den USA regiert der Optimismus. So hat der Empire State Index, ein verlässlicher Vorläufer des ISM-Index, überraschend zugelegt. Auch unter den Konsumenten herrscht rege Aktivität, denn die Einzelhandelsumsätze stiegen im Oktober stärker als erwartet.
New York, New York
Der von der Notenbank von New York ermittelte Empire State Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts ist auf einen positiven Wert geklettert. Das Barometer zog von minus 8,48 Punkte auf plus 0,61 Punkte an. Der Konsens der Volkswirte lag lediglich bei minus 1,50 Zählern. Während die Teilkomponente für den Ordereingang im November von plus 0,16 auf minus 2,07 ebenso zurückfiel wie der Subindex für die Beschäftigung, zeigten sich die befragten Unternehmen vor allem zuversichtlich was die weiteren Aussichten anbelangt. So zog der Index für die allgemeinen Geschäftserwartungen auf plus 39,02 von plus 6,74 Zähler im Vormonat.
Geld sitzt locker
Eine erfreuliche Entwicklung zeigte sich auch im US-Einzelhandel. Im Oktober zogen die Umsätze stärker an als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat zog der Wert um 0,5 Prozent auf saisonbereinigt 397,67 Milliarden Dollar an. Die Schätzungen gingen nur von einem Anstieg um 0,1 Prozent aus. Die Umsätze ohne Kfz erhöhten sich nach Angaben des US-Handelsministeriums vom Dienstag um 0,6 Prozent. Die Einzelhandelsdaten sind ein enorm wichtiger Indikator für die US-Wirtschaft, da mehr als zwei Drittel des US-BIPs vom Konsum getragen werden.
Die guten Daten aus den Vereinigten Staaten sorgten am Nachmittag für Belebung am deutschen Aktienmarkt. Der DAX konnte seine Verluste bis zum Handelsschluss deutlich eindämmen. Am Ende notierte der deutsche Leitindex 0,8 Prozent unter dem Eröffnungskurs bei 5.934 Punkten.