Steffen Eidam
In den Vereinigten Staaten ist der Verkauf bestehender Häuser so stark wie noch nie in der seit 1968 laufenden Auswertungsreihe eingebrochen. DAX und Dow Jones haben ihre Verluste daraufhin deutlich ausgeweitet.
Die Verkäufe bestehender Häuser in den Vereinigten Staaten sind im Dezember so stark wie noch nie eingebrochen. Wie die National Association of Realtors (NAR) mitteilte, ist die auf das Jahr hochgerechnete Zahl um 16,7 Prozent auf 5,45 Millionen Einheiten gesunken. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1968. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 6,06 Millionen Häuser gerechnet. Im Vormonat hatten die Verkäufe noch deutlich auf 6,54 Millionen Einheiten zugelegt.

Märkte reagieren sensibel
Die NAR veröffentlicht jeden Monat eine auf das Jahr hoch gerechnete Verkaufszahl bestehender Immobilien (ex Wohnmobile, Doppel- oder Mehrfamilienhäuser). Dabei werden mehr als 650 Immobilienmakler befragt, die über die gesamte USA verteilt sind. Die Menge der Verkäufe ist ein guter Indikator für die Nachfrage nach Häusern und spiegelt zudem die Verbraucherausgaben wider. Die Märkte reagieren seit Bekanntwerden der Finanzkrise sehr sensibel auf diese Daten, wie sich unter anderem am Kursverlauf im deutschen Markt ablesen lässt. Der DAX sackte unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen um 50 Punkte auf 5.630 Zähler ab.