Dominik Schertel
Die Stimmung der Verbraucher bleibt im Mai auf dem Niveau des Vormonats. Während die Teilindizes Konjunkturerwartungen und Anschaffungsneigung zulegen konnten, musste die Komponente Einkommenserwartungen Einbußen verzeichnen.
Die Stimmung der Verbraucher bleibt im Mai auf dem Niveau des Vormonats. Während die Teilindizes Konjunkturerwartungen und Anschaffungsneigung zulegen konnten, musste die Komponente Einkommenserwartungen Einbußen verzeichnen.
Wie das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK mitteilt, ist das Konsumklima im Mai auf dem Vormonatswert von 2,5 Punkten stagniert. Dabei haben sich die Konjunkturerwartungen unter den Konsumenten zum zweiten Mal in Folge verbessert. So legte der Index im Mai um 2,9 Punkte auf minus 28,3 Zähler zu. Der Abschwung der Konjunkturstimmung hat damit vorerst ein Ende gefunden, wenngleich es zu früh ist, von einem Wendepunkt zu sprechen. Auf Jahressicht weist der Indikator ein Minus von rund 40 Punkten aus.
Geringere Einkommen erwartet
Die Einkommenserwartungen schätzen die Konsumenten dagegen wieder schlechter ein. Nach einem Plus von 3,4 Punkten im April, geht der Index aktuell um 1,3 Punkte auf minus 9,3 Punkte zurück. Die aktuelle Entwicklung ist vor allem in der steigenden Angst der Bürger vor dem Jobverlust begründet. Auch in den kommenden Monaten könnte dieser Teilindex deutlich unter Druck geraten.
Die Anschaffungsneigung konnte im Mai ihr gutes Niveau verteidigen. So legte der Index um 0,1 Zähler auf 12,5 Punkte zu. Auf Jahressicht ist damit ein deutliches Plus von knapp 33 Zählern zu verzeichnen. Für die stabile Entwicklung des Indizes sorgen vor allem das Konjunkturpaket II, sowie die moderaten Preise. Außerdem greift die Abwrackprämie als zusätzlicher Kaufanreiz.
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie GfK-Konsumklima MAXX und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die die GfK-Gruppe im Auftrag der EU-Kommission durchführt.
Arbeitsmarkt entscheidend
Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass die rasante Talfahrt der deutschen Wirtschaft zunächst ein Ende gefunden hat. Damit nähren sich laut der GfK- Gruppe weiter die Hoffnungen einer vorsichtigen Stabilisierung Ende des Jahres. Auch das bereits gestern veröffentlichte ifo-Geschäftsklima (mehr unter: ifo-Geschäftsklima hellt sich weiter auf) stützt diese Einschätzung. Für die kommende Entwicklung des Konsumklimas zeigt sich vor allem der Arbeitsmarkt verantwortlich. Sollte das Mittel der Kurzarbeit ausgereizt und noch keine spürbare konjunkturelle Belebung erkennbar sein, werden Unternehmen zunehmend auch Stellen streichen. Dies würde die Arbeitslosigkeit und die Angst vor Jobverlust weiter ansteigen lassen, was sich wiederum negativ auf das Konsumklima auswirken würde.
