Steffen Eidam

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März überraschend kräftig aufgehellt. So kletterte der wichtige ifo-Geschäftsklimaindex deutlich über die Prognosen der Volkswirte. Der Einzelhandel rechnet jetzt mit einem Frühlingserwachen.
Die deutsche Wirtschaft erwacht aus ihrem Winterschlaf. Wie das ifo-Insitut mitteilte hat sich der gleichnamige Geschäftsklimaindex im März wieder erholt und dabei die Erwartungen der Volkswirte deutlich übertroffen. Im Januar und Februar wurde der Sentimentindikator vor allem durch die angeschlagene Stimmung im Einzelhandel gedämpft, wo das Geschäftsklima um insgesamt 4,7 auf 92,8 Punkte gefallen ist.
Die Lage hat sich merklich verbessert
Das Münchener ifo-Institut hat für März einen Anstieg des Geschäftsklimaindex von 95,2 auf 98,1 Punkte ausgewiesen. Vorher befragte Volkswirte gingen lediglich von einem leichten Anstieg auf 95,8 Punkte aus. Auch in der Wirtschaft ist der Frühling ausgebrochen", fasste ifo-Präsident Hans-Werner Sinn das Umfrageergebnis zusammen. Beim Blick auf die Einzelkomponenten des wichtigsten Stimmungsbarometers in Deutschland fällt auf, dass sich vor allem die Lagebeurteilung deutlich von 89,9 auf 94,4 Stellen aufgehellt hat. Hinsichtlich der Geschäftserwartungen zeigte sich beim auf der Umfrage bei rund 7.000 Unternehmen basierenden Indikator ein Anstieg um einen Punkt auf 101,9 Stellen.
Institute sehen Fortschritte bei der konjunkturellen Erholung
Nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) unterstreicht die aktuelle Erhebung des ifo-Instituts das Fortschreiten der konjunkturellen Erholung in Deutschland und der Eurozone. "Nach dem Rückgang im Februar ist der Anstieg des Ifo-Index erfreulich". Als Hauptgründe für diese Tendenz nennen die Experten das freundlichere Wetter sowie den exportfördernden niedrigen Eurokurs. Laut DekaBank deutet das Umfrageergebnis auf eine Fortsetzung der Erholung in der deutschen Wirtschaft hin. "Nach den beiden schwachen Quartalen zum Jahreswechsel dürfte das gesamtwirtschaftliche Wachstum im zweiten Quartal stark ausfallen", hieß es aus Frankfurt.