Steffen Eidam
Entgegen den Erwartungen der Experten ist die konjunkturelle Erholung in Deutschland im Schlussquartal 2009 nicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich im Vergleich zum Vorquartal nicht verändert. Gründe für diese Entwicklung gibt es gleich mehrere.
Die Erholung in der deutschen Wirtschaft hat einen Dämpfer erhalten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stagnierte die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2009. Volkswirte gingen hingegen von einem leichten Wachstum aus. en hatten indes mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Neben negativen Kalendereffekten haben sich der strenge Wintereinbruch sowie die Zurückhaltung bei Konjunktur und Investitionen negativ bemerkbar gemacht.

Ausgebremst
Im vierten Quartal 2009 hat sich bei der Wirtschaftsleistung in Deutschland keine Veränderung ergeben. Zuvor zog das BIP um 0,4 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent an. Ökonomen erwarteten auch im Schlussquartal einen weiteren, leichten Anstieg um 0,2 Prozent. Für das Gesamtjahr 2009 errechnet sich somit ein massiver Einbruch der Wirtschaftstätigkeit um 5,0 Prozent. Positive Impulse kamen am Jahresende lediglich vom Außenhandel, wo die Exporte zu- und die Importe abgenommen haben. Schuld an der schwächeren Tendenz sind in erster Linie sinkende Konsumausgaben und Investitionen. Daneben machten sich negative Kalendereffekte - 2009 lagen die Weihnachtsferien komplett im Dezember - sowie der strenge Winter, der vor allem der Bauwirtschaft arg zusetzte, bemerkbar. Ausführlichere Ergebnisse wird das Bundesamt am 24. Februar veröffentlichen.