- Markus Bußler - Redakteur

Was nun?

Schuldenkrise, Rezession, Depression – die vergangenen Tage waren turbulent. Was sollten Anleger jetzt tun?

Zu kühl für die Jahreszeit - so lautet das Fazit der Meteorologen, als sie am letzten Juli-Wochenende das Wetter für den 1. August prognostizieren. Und tatsächlich: Als am Montag die Börse in Frankfurt eröffnet, hängen dunkle Wolken wie düstere Vorboten über dem Handelssaal. Doch der Tag beginnt harmlos. Wie solche Tage meist harmlos beginnen. In den USA schreitet die Einigung von Republikanern und Demokraten im Schuldenstreit voran. Die Schuldenobergrenze kann endlich angehoben werden, eine Zahlungsunfähigkeit ist damit vom Tisch. Während zahlreiche Experten mit einer Rallye an den Aktienmärkten rechnen, atmen die Börsen nur kurz auf. Nach einem nur wenige Stunden andauernden Intermezzo im positiven Terrain schließt der DAX zum ersten Mal seit Ende März wieder unter der 7.000-Punkte-Marke. Was damals die wenigsten ahnen: Dies ist der Startschuss zu einer der schärfsten Korrekturen, die der DAX jemals erlebt hat. Im Anschluss verliert der Leitindex binnen elf Tagen 25 Prozent an Wert.

Rezessionssorgen sind es, die die Börsianer in diesen Tagen umtreiben. Die Konjunkturdaten aus den USA sind alles andere als ermutigend. „Angefangen hat es sicherlich mit der unglücklichen Revision der BIP-Zahlen in den USA", sagt  Tobias Basse von der Nord/LB. Dazu signalisiert der ISM-Einkaufsmanagerindex, einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Industrie, mit 50,9 nur noch ein schwaches Wachstum der Wirtschaft. Der DAX gerät weiter unter Druck, das von Börsianern so gefürchtete R-Wort macht die Runde: Rezession. Nur drei Jahre nach der Lehman-Krise droht der Weltwirtschaft erneut ein Abschwung. Als dann noch die Ratingagentur Standard & Poor's ihre Drohung wahrmacht und die Kreditwürdigkeit der USA herabstuft, brechen alle Dämme. Börsianer sehen sich Tagesverlusten von 200, 300 und teilweise 400 Punkten gegenüber.

Die Sommerrallye ist abgesagt. Doch es gibt dennoch gute Gründe, weshalb Anleger weiter auf Aktien setzen sollten. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄRS, die Sie gleich hier als ePaper abrufen können.

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