- Thorsten Küfner - Redakteur

Neues Jahr – neues Glück

Warum sich zum Beginn des Börsenjahres 2012 der Blick auf Nebenwerte lohnen dürfte.

Das Jahr 2011 war nicht nur für DAX-Werte ein wirklich schwaches Börsenjahr. Auch viele Nebenwerte mussten 2011 deut­lich Federn lassen. Angesichts der sich abkühlenden Weltwirtschaft und des wohl weiter sinkenden Kreditangebots der Banken dürfte es für viele mittelständische Unternehmen wohl auch 2012 schwer werden beziehungsweise bleiben. Sollten Anleger diesen Werten daher nicht lie­ber ganz den Rücken kehren? Klare Antwort: Nein! Denn schließlich sind viele Firmen aus MDAX, SDAX und TecDAX trotz des schwierigen Marktumfelds glänzend aufgestellt, verfügen über solide Bilanzen und sind gemessen an wichtigen Kennziffern wie etwa dem KGV oder dem KBV nahezu historisch günstig bewertet. Dank ihrer starken Marktstellung in aufstrebenden Schwellenländern dürften zahlreiche Firmen auch 2012 weiter wachsen.

Nebenwerte im Blickpunkt

Nachdem DER AKTIONÄR in der Ausgabe 02/12 die DAX-Titel unter die Lupe ge­nommen hat, sind nun MDAX, SDAX und TecDAX an der Reihe.

Studien belegen, dass in der Regel gerade zu Jahresanfang verstärkt in die eher kleineren Werte investiert wird. So untersuchte beispielsweise der US-Ökonom Donald Kiem den Aktienmarkt von 1963 bis 1979 und fand heraus, dass das Geld der Anleger zu Beginn ei­nes jeden Börsenjahres zunächst vor allem in Titel mit geringerem Börsenwert fließt, die im Vorjahr stark gefallen sind. Kiems Theorie wurde als „Januar-Effekt" bezeichnet.

Wo investieren?

Nun stellt sich für Anleger natürlich die Frage, in welche Nebenwerte man am besten investieren sollte. Die 30 Top-Aktien von insgesamt 113 Unternehmen erfüllen die Mindestvoraussetzung in Sachen Bonität (gemessen an der Eigenkapitalquote), Substanzstärke (KBV), Wachstumspotenzial (durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum), Bewertung (KGV) und aktionärsfreundlicher Dividendenpolitik (Dividendenrendite). Die Eigenkapitalquote wurde dabei doppelt gewichtet, da es gerade in Phasen einer eher restriktiven Kreditvergabe der Banken, wie es derzeit der Fall ist, auf eine hohe Bonität ankommt. Unternehmen mit hoher Eigenkapitalquote dürfte es leichter gelingen, Fremdkapital für Expansionsfinanzierungen oder Akquisitionen einzuwerben, als etwa eigenkapitalschwachen Konkurrenten.

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