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Volatilität: Die neue Renditequelle

Farshid Tremel

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Die Volatilität kehrt zurück. Börsenturbulenzen schrecken viele Anleger auf. Die Volatilität kann mitunter aber auch für Freude sorgen. Seit einigen Jahren nutzen Publikumsfonds wie der CAAM Volatility Euro Equities die Aktienmarktvolatilität als Renditequelle.

Den Anfang machte 2006 Crédit Agricole. Der französische Asset-Manager hat eine erfolgreiche Anlagestrategie entwickelt, die auf der erwarteten Volatilität im europäischen Aktienindex Euro Stoxx 50 basiert. „Obwohl die Aktienvolatilität großen Schwankungen unterliegt, kehrt sie dennoch immer wieder zu ihrem historischen Durchschnittswert von rund 25 Prozent zurück“, erklärt Gilbert Keskin, Fondsmanager des CAAM Volatility Euro Equities.

 

Bis zu dreifach gehebelt

Abhängig vom Volatilitätsniveau spekuliert Keskin auf steigende oder fallende Volas im Euro-Raum. „Wir setzen auf steigende Volas, wenn die Implizite Volatilität unter dem historischen Durchschnittswert liegt und umgekehrt.“ Je weiter sich die Implizite Volatilität von ihrem historischen Durchschnitt entfernt, desto aggressiver die Positionierung im Fonds. Volatilitäts-Veränderungen können im CAAM Volatility Euro Equities bis zu dreifach gehebelt werden.

 

Kein Aktienmarktrisiko

Um das Aktienmarktrisiko auszuschalten, werden beispielsweise in schwankungsarmen Zeiten Optionen gekauft und im Gegenzug Futures verkauft. Das Zinsrisiko wird ebenfalls durch Derivate abgesichert. Übrig bleibt nur die Implizi­te Volatilität – die Risikoprämie der Optionen. Steigt die Volatilität, steigt auch der Fondspreis. Zusätzlich zu den mittelfristigen zyklischen Trends nutzt der Fondsmanager auch die täglichen, zum Teil enormen, Volatilitäts-Schwankungen im Euro-Raum als zweite, kurzfristige Ertragsquelle. Ein klar definiertes Risikomanagement grenzt Verluste ein.

 

Erfahrener Vola-Manager

Seit 1999 sind die Franzosen als Volatilitätsmanager aktiv und zählen mit einem verwalteten Anlagevolumen von fünf Milliarden Euro in Vola-Investments zu den führenden Adressen in diesem Segment. Das Team umfasst sieben Derivatespezialisten.

 

Negative Korrelation zum Aktienmarkt

Vola-Fonds spielen ihre Stärke gerade in Krisenzeiten aus. Steigt die Nervosität im Markt, steigen auch die Chancen für Vola-Strategien, die unter dem Strich eine leicht negative Korrelation zum Aktienmarkt aufweisen. Die Manager des aggressiveren CAAM-Fonds haben ihre Expertise seit Fondsauflage vor gut zwei Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Fonds hat bisher eine Performance von plus 33,5 Prozent erzielt.

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