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Satte Renditen mit Agrarrohstofen

Michael Herrmann

Weizen, Mais, Reis, Zucker und Co sind ein vielversprechendes Investment. Mit diesem Agrar- & Ernährungsfonds profitieren Anleger vom Missverhältnis des steigenden Nahrungsmittelbedarf und der sinkenden landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung von knapp sieben auf über neun Milliarden Menschen ansteigen. Die Folge: Der Bedarf an Nahrungsmitteln wird massiv zunehmen. Die landwirtschaftliche Nutzfläche nimmt dagegen durch den Bevölkerungzuwachs ab. Dieses Missverhältnis ist der Nährboden für steigende Gewinne der Nahrungsmittelbranche. Anleger setzen darauf mit dem E Agrar & Ernährung (WKN: A0NGGC).

Konkurrenz sieht die Rücklichter

Fondsmanager Jörg Dehning investiert mit Erfolg entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Nahrungsmittelproduktion. Trotz des ungünstigen Startzeitpunkts im Juni 2008 hat der Fonds im Schnitt sieben Prozent pro Jahr zugelegt. Die Benchmark erreicht dagegen weniger als fünf Prozent. Auf Sicht von einem Jahr beträgt das Plus rund 28 Prozent, womit der Fonds den Vergleichsindex um sechs Prozentpunkte geschlagen hat.

Blick für kurzfristige Trends

Dehning erreicht dies unter anderem durch sein Gespür für kurzfristige Trends. Als im letzten Jahr die Düngemittelhersteller haussierten, hatte Dehning sie stark übergewichtet. "Obwohl die fundamentalen Aussichten des Sektors gut bleiben, haben wir die Positionen gegen Jahresende stark abgebaut", sagt der Fondsmanager. Eine richtige Entscheidung. Kurz darauf haben die Aktien der Düngemittelhersteller im Schnitt rund 20 Prozent nachgegeben.

Maschinenhersteller geben Gas

Aktuell favorisiert Dehning Landmaschinenhersteller wie Fiat Industrial oder AGCO. "Die Einkommenssituation der Landwirte hat sich deutlich verbessert. Dadurch sind wieder größere Anschaffungen möglich", erläutert Dehning. Zudem zwingt die Einführung neuer Abgasnormen in Europa und den USA die Landwirte dazu, sich schrittweise neue Geräte anzuschaffen. "Die Hersteller haben deshalb in den letzten zwei Jahren viel in die Entwicklung neuer Produkte gesteckt. Das sollte sich nun auszahlen", so Dehning.

Stabilität statt Zyklik

Um eine stabile Performance zu erzielen, versucht Dehning den Anteil zyklischer Aktien zu reduzieren. Ein nachhaltiges Wachstumsthema sei die Überfischung der Weltmeere. "Das Missverhältnis von natürlichem Angebot und der weltweiten Nachfrage wird zunehmen und kann nur durch Aquakulturen ausgeglichen werden", sagt der Fondsmanager.

Zu den größten Positionen des Fonds gehören deshalb mit Nutreco und Cermaq zwei Fischfutterhersteller. Auch die Märkte erkennen dieses Potenzial allmählich. Cermaq hat sich seit Mitte letzten Jahres in etwa verdoppelt.

Das schmeckt

Der wachsende Bedarf an Nahrungsmitteln ist die Wachstumsstory der nächsten Jahrzehnte. Jörg Dehning hat bewiesen, dass er dieses Potenzial zu nutzen weiß. Mit der Beimischung des E Agrar & Ernährung sollten Anleger langfristig ordentliche Renditen ernten. Ein Stopp bei 105 Euro sichert ab.

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