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Rohstoff-ETF: Negative Rolleffekte minimiert

Farshid Tremel

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Die Notierungen für einige Rohstoffe ­ziehen nach dem Preisverfall im letzten Jahr wieder spürbar an. Mit diesem ETF profitieren Anleger vom Aufwärtspotenzial und minimieren negative Rolleffekte.

Die Notierungen für Energieträger wie Rohöl und Erdgas ziehen bereits seit Monaten wieder an. Auch Gold und Silber tendieren fester. Bei Agrarrohstoffen rechnen Experten ebenfalls mit mittelfristig höheren Preisen. Vom Aufwärtspotenzial können Anleger über Rohstoffindexanlagen profitieren. In aller Regel bilden Rohstoffindizes die Rohstoffpreise über Futures-Kontrakte an Terminbörsen ab, da die physische Lieferung von Rohöl, Kupfer oder Rindern unerwünschte Transport- und Lagerkosten verursachen würde.

 

Unerwünschte Rolleffekte

Nähern sich die Futures-Kontrakte aber ihrem Fälligkeitstermin, müssen sie durch neue Kontrakte mit längeren Laufzeiten ersetzt werden. Diesen Prozess nennen Händler „Rollieren“. Da die Kontrakte mit dem nächsten Fälligkeitsdatum oft teurer sind als die fälligen Kontrakte, entstehen Rollverluste (Contango). In seltenen Fällen gibt es auch Rollgewinne (Backwardation).

 

Optimiertes Rollieren

Der ETF mit dem sperrigen Namen db x-trackers DB Commodity Booster – S&P GSCI Light Energy verfolgt das Ziel, die Rollgewinne zu maximieren und die Rollverluste zu minimieren.

Der zugrunde liegende Index enthält 24 Rohstoffe aus den Bereichen Energie, Edelmetalle, Industriemetalle, Agrarrohstoffe und Lebendvieh. Auf die Rohstoffe, die von der Deutschen Bank aktiv gehandelt werden, wird der Optimum-Yield-Mechanismus angewendet. Dadurch wurde seit 2002 der Goldman Sachs Commodity Index um 5,6 Prozent pro Jahr outperformt.

 

Edelmetalle untergewichtet

Die wichtigsten Indexkomponenten sind derzeit Rohöl (15,7 Prozent), Mais (9,1), Weizen (9,0) und Rind (7,1). Insgesamt sind landwirtschaftliche Erzeugnisse im Vergleich zu anderen Rohstoffindizes hoch gewichtet. Dagegen sind Energie und Edelmetalle mit einem geringeren Indexanteil vertreten.

 

Kosteneffiziente Alternative

Anleger, die auf steigende Rohstoffpreise setzen wollen, erhalten mit diesem ETF kostengünstig (Gesamtkosten: 0,95 Prozent pro Jahr) und mit minimierten Rollverlusten Zugang zu einem breit diversifizierten Rohstoffindex.

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