Andreas Deutsch
Osteuropas Börsen starten in diesem Jahr durch. Der Metzler Eastern Europe (WKN: 577 999) hat seit Jahresanfang 98 Prozent zugelegt. Markus Brück, der für den Fonds verantwortlich zeichnet, sieht noch viel Potenzial in Osteuropa. Der Fonds ist eine ideale Depotbeimischung.
"Die fulminante Aufholjagd an Osteuropas Aktienmärkten ist erst der Anfang eines längerfristigen Konjunkturaufschwungs", sagt Brück. Der Konvergenzprozess und das damit verbundene Aufholpotenzial dürften seiner Meinung nach weiterhin die wichtigsten Wachstumstreiber für Osteuropa bleiben. Insbesondere die baunahen Wirtschaftszweige könnten von den geplanten und von der Europäischen Union finanzierten Infrastrukturprogrammen in vielen Ländern Osteuropas profitieren - und zwar die gesamte Region.
"Osteuropas Wirtschaft wird dank der Mittel aus den EU-Strukturfonds auf Jahre hinweg schneller wachsen als Westeuropas Volkswirtschaften - mit dem Ziel, den Konvergenzprozess erfolgreich abzuschließen", so Brück. Die anhaltende Verknappung der Rohstoffe sei langfristig betrachtet ein weiterer wichtiger Wachstumsmotor für Länder mit großen, teils noch nicht ausgebeuteten Bodenschätzen wie Russland, die Ukraine und Kasachstan.
Darüber hinaus dürfte das nach der Krise deutlich gedämpfte Potenzialwachstum in Westeuropa viele dortige Unternehmen wieder zwingen, aus Kostengründen über Produktionsverlagerungen nachzudenken. "Davon könnte der Produktionsstandort Osteuropa aufgrund niedriger Löhne und Steuern profitieren", so der Metzler-Experte.

Erst am Anfang
Osteuropa hat noch viel Potenzial. Vor allem für langfristig orientierte Anleger mit einer spekulativen Ader ist die Region hochinteressant. Der Metzler Eastern Europe ist eine sehr gute Wahl. Das Kursziel des AKTIONÄRs lautet 130 Euro, der Stoppkurs sollte bei 88 Euro platziert werden.